
Was für ein Glück, dass der Spekulatius nicht mit dem Spekulanten verwandt ist, der ja heutzutage in aller Munde ist! Der Spekulant ist sicherlich ein recht langweiliger Kerl, den man nicht mal essen kann. Gefressen wird er höchstens vom Bären an der Börse und manchmal nimmt ihn der Bulle dort auf die Hörner.
Den Spekulatius dagegen gibt es sogar in verschiedenen Sorten. Nämlich als Butterspekulatius, Gewürzspekulatius und Mandelspekulatius. Wenn man sich die Mühe macht, herausfinden zu wollen, woher der Begriff Spekulatius eigentlich kommt, dann stösst man schnell auf allerlei Mutmaßungen mit vielen “hätte, könnte, vermutlich” in den Sätzen, weswegen ich das Thema gar nicht weiter vertiefen will.
Empfohlen sei dagegen dieses Dessert, das in meiner Familie schon seit etwa 20 Jahren immer wieder für Begeisterung sorgt. Manchmal schmelzen die Gäste zusammen mit ihren Mousse-Portionen regelrecht dahin . . . .
Deshalb freute es mich damals besonders, an Zorras kulinarischem Adventskalender 2011 teilnehmen zu können, was zur Folge hat, dass vielleicht auch Eure Gäste bald dahinschmelzen werden! Zu dem Adventskalender gab es ein Gewinnspiel bei dem es tolle Preise zu gewinnen gab.
* 100 g Schichtnougat, * 100 Gramm Blockschokolade (oder 70% Zartbitterschokolade), * 70 Gramm Gewürzspekulatius, * 300 ml Schlagsahne, * 2 Eiweiß, * 30 ml Rum 40 % (braun, * 8 Orangen (klein,à ca. 125 g), * 5-6 Kumquats, * 10 Gramm Speisestärke, * 2 El. Grand Marnier/od. Cointreau, * 1 Vanilleschote, * 50 Gramm normaler Zucker
Die Kuvertüre grob hacken, in einer kleinen Metallschüssel in einem Topf mit wenig Wasser bei geringer Temperatur zunächst schmelzen, dann etwas abkühlen lassen. Die Kekse grob zerbrechen. Mit dem Nougat in einer zweiten Schüssel ebenso verfahren.

Sahne und Eiweiß getrennt steif schlagen. In die erste Hälfte der Schlagsahne vorsichtig die geschmolzene Schokolade einrühren, in die zweite Hälfte das geschmolzenen Nougat. Dann in beide Portionen jeweils die Hälfte des steif geschlagenen Eiweiß unterheben.
Die Hälfte der dunklen Schokoladenmousse in kleine Gefässe (Metallringe) füllen, die Hälfte der Kekse darauf verteilen (wenn man sehr kleine Gefässe verwendet, kann man den Spekulatius auch in Krümel brechen) und gleichmäßig mit etwas Rum beträufeln.
Nun die komplette Nougatmousse darauf verteilen und den Vorgang mit den restlichen Keksen und dem Rum wiederholen. Die eingeschichteten Zutaten mit der restlichen Schokoladenmousse glatt bedecken. Die Mousse mindestens 3 Stunden kalt stellen.

Die Orangen filetieren, also zunächst mit einem sehr scharfen Messer die Schalen so abschneiden, dass keine weiße Haut mehr vorhanden ist. Dann die Filets einzeln herausschneiden. Aus den restlichen Orangen 300 ml Saft auspressen.
Die Kumquats in sehr dünne Scheiben schneiden, dabei die Kerne entfernrn. Die Stärke mit dem Grand Marnier glattrühren. Die Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen und das Mark herauskratzen.
Den Orangensaft mit Zucker und Vanillemark aufkochen, die Stärke einrühren und bei milder Hitze 10 Minuten leise kochen lassen. Die Kumquatsscheibchen dazugeben. Sauce kalt werden lassen, dann die Orangenfilets einlegen.
Zum Servieren die Orangenfilets ringförmig auf Tellern ansichten. Mit der eingedickten Orangensoße nappieren, die Moussebehälter dazu anrichten. Oder die Mousse mit einem scharfen Messer aus den Metallringen lösen und direkt mit auf die Teller geben.



Für die Mobile Version dieses Desserts empfiehlt sich die Verwendung kleiner Gläschen. Ikea sei Dank! Nachdem ich hin und wieder zu Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten Desserts mitbringe, ist es gut, 120 solcher Gläser im Schrank zu haben.

Den Rum in einen Sprüher füllen, dann lässt sich die Dosierung leichter regeln.

Zum Transport der Gläser sind übrigens sehr gut die Paletten geeignet, in denen im Supermarkt Schlagsahne, Sauerrahm und Joghurt angeliefert wird. Einfach nachfragen!

Weitere Desserts in meiner Sammlung:
Schönes Weihnachtsdessert!
Und super auch deine Tipps für den Transport größerer Mengen dieses Desserts.
Danke.
Und ja, diese Transportart hat sich schon vielfach bewährt.
Wah, ich würde ds so gerne haben!
Mach es einfach…
Wo liegt Dein Problem?
*schmelz dahin* …. das sieht echt köstlich aus!
Super, jetzt hab ich Hunger.
Das klingt göttlich! Ich hätte jetzt gerne so ein Gläschen.
Ma, das schaut ja gut aus. Spekulatiusmousse. kommt gleich auf die Dessertliste für Weihnachten. Ich bin immer an der Lebkuchmousse hängen geblieben. Und die Kekse nicht in die mousse hinein zu tun sondern dazwischen find ich klasse. Eine umgekehrte Prinzenrolle
Würde man die Kekse in die Mousse einarbeiten, stören diese beim essen.
Unerwartet Klümpchenbildung – so wie beim schlecht aufgerührten Pudding
Sieht fantastisch aus!
das würd ich jetzt aber gerne haben, mmmh!!! klingt sehr sehr lecker!
Eine tolle Mousse. da fällt es schwer zu wiederstehen.
Ich kann die Begeisterung für dieses Dessert verstehen, ich bin es auch! Schön finde ich auch den Flakon, den du zum bestrühen verwendest.
besprühen, mein ich
Das sieht toll aus und hört sich lecker an! Ich habe Zudem noch Spekulatius übrig und habe nun einen schönden Verwendungszweck.
Merci
Grüessli
Irene
Genialer Nachtisch,
danke aus Hersbruck.
Zwei kleine Tipps von mir:
Alternative Deko: Granatapfel (bringt Farbe) oder Physalis.
Habe Spekulatius in der Plastiktüte mit dem Nudelholz zerkleinert, so lassen sie sich in kleine Gefäße gut und gleichmäßig verteilen.
Vielen Dank für die Tipps. Granatapfel sieht natürlich auch gut aus.
Aber ich mag die Kerne darin nicht so gerne…..
Habe das Dessert gestern für über 20 Leute zubereitet. War gar nicht so schwer, wie es aussieht, und nach Rücksprache mit Peter lassen sich die Kumquats (die es ja auch nicht an jeder Ecke gibt) auch durch feingeschnittene Bio-Orangenschalen ersetzen, die mit in die Soße kommen. Was soll ich sagen – es war ein voller Erfolg! Komplimente und Huldigungen en masse
Ganz tolles Rezept!
Nochmal vielen herzlichen Dank, lieber Peter!!!
Bitte Irmi,
gern geschehen. Freut mich, wenn alles geklappt hat.
Wie gesagt, ist das auch bei uns an den Festtagen der Hit.
Und das Rezept hat schon fast 10.000 Views.
Scheint inzwischen also auch in anderen Familien weit verbreitet zu sein.
Mit leckerem Gruß, Peter