Blogstöckchen gefangen!

Foto: Decla-Ufa-Film - Paul Richter als Siegfried - Szenenfoto aus Die Nibelungen (1924) {{PD-1996}}
Foto: Decla-Ufa-Film – Paul Richter als Siegfried – Szene aus „Die Nibelungen“ (1924) {{PD-1996}}

Nein, es war nicht der Speer Hagens, der mich getroffen hat. Was es damit auf sich hat, erzähle ich später. – Aber mich hat kürzlich ein Blogstöckchen getroffen. Zum Glück nicht ins Auge, oder auf dem Kopf. Es ist nur virtuell. Und es ist eine seit Ewigkeiten übliche Vorgehensweise von Bloggern, anderen Bloggern ein Stöckchen zuzuwerfen, was alle Empfänger mit einem Rücklink auf den Blog honorieren müssen, von dem sie es erhalten haben.

Best BlogAber vorher müssen noch Fragen beantwortet werden, die etwas über den Empfänger verraten sollen. Zugeworfen hat mir das „Best-Blog-Award“ Stöckchen Daniela, die gerne Wortakzente setzt und sich zusätzlich um Kinderohren kümmert, obwohl sie keine Ärztin ist….

In diesem speziellen Fall wird zu dem Blogstöckchen noch eine kleine Grafik herumgereicht, die alle einbinden sollen, die dieses Stöckchen erhalten haben. Siehe nebenan und unten. Jetzt aber zuerst die Arbeit, nämlich die Beantwortung der Fragen von Daniela. Danach werfe ich das Stöcken an zehn Blogs weiter, die ich ausgesucht habe und die hoffentlich alle mitmachen.

Blogstöckchen gefangen – Die Fragen:

1. Was war dein liebstes Buch/deine Lieblingsserie, als du ein Kind warst?
Meine Kindheit liegt ziemlich lange zurück. Trotzdem hätte theoretisch die Möglichkeit bestanden, hin und wieder zu fernsehen. Allerdings lehnte es mein Vater kategorisch ab, ein TV-Gerät anzuschaffen. Seine Aussage dazu: „das ist etwas für alte oder kranke Menschen“.

Auch wenn sich das heute niemand mehr vorstellen kann: ich habe Karl May gelesen. Von Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah – über Old Shatterhand – selbstverständlich bis zum guten alten Winnetou. Der damals allerding noch kein Gesicht hatte. Denn obwohl der Film 1963 in die Kinos kam, sah ich ihn erst 10 Jahre später zum ersten mal.

Eine wichtige Zerstreuung war für uns Kinder alle paar Wochen (immer am Sonntag vormittag), der Gang in den Nürnberger Hauptbahnhof. Dort gab es damal das „Aki“ – ein sogenanntes Aktualitätenkino, das man jederzeit betreten konnte. Dort lief eine Endlosschleife von Kurzfilmen, Werbung (Peter Stuyvesant, Lord Extra, HB), Fox‘ Tönende Wochenschau (also Nachrichten aus aller Welt), und einem Hauptfilm.

Gut erinnern kann ich mich an an den dramatischen „Siegfried“ aus dem Ring der Nibelungen (von 1924, siehe Foto oben). Absoluter Höhepunkt waren aber Sonntage, an denen Laurel und Hardy, respektive Dick & Doof-Filme im „Aki“ liefen. Und das war häufig. – Man verließ das Kino übrigens wieder, wenn man sicher war, dass man das, was gerade lief schon beim betreten des Saales gesehen zu haben. – Eine witzige Einrichtung!

Der Superhase. Tolles Kinderbuch von Helme Heine2. Welches ist heute dein liebstes Kinderbuch (zum Beispiel, um es deinen Kindern vorzulesen oder zu verschenken)? Du darfst gerne auch mehrere Bücher für verschiedene Altersklassen nennen!
Mein Lieblingskinderbuch halte ich unter Verschluss. Es steht nicht bei den ganzen anderen Bilderbüchern, zu denen auch unsere Enkelkinder Zugang haben, wenn sie bei uns zu Besuch sind. Ich habe es von guten Freunden bekommen, als unsere eigenen Kinder noch klein waren. Es ist von Helme Heine: Der Superhase (erschienen 1978)! Es geht darin um Hans Knabberrabber. Er hat sich überlegt berühmt zu werden. Deshalb macht er alles anders als alle anderen Hasen.

3. Welches Buch/Hörbuch für Erwachsene hat dich so begeistert, dass du es deinen Lesern unbedingt ans Herz legen möchtest?
Das ist ohne zu zögern „Mein Herz so weiß“ von Javier Marías. Hörbücher höre ich überhaupt gar niemals nicht, denn ich mag diese Ohrverschmutzung nicht. Mir ist die Ruhe beim umblättern einer Buchseite wesentlich lieber.

4. Warum bloggst du? Verfolgst du bestimmte Ziele?
Da mein Blog ja ein Foodblog ist, war der erste Ansatz eine Rezeptsammlung zu schaffen, um alle Rezepte die mir wichtig sind, immer und überall auf der Welt abrufen zu können. Ich reichere aber nach Möglichkeit jedes Rezept mit einer kleinen Geschichte an. Denn unkommentierte Rezeptsammlungen gibt es wie Sand am Meer. Als Ziel verfolge ich, dadurch ein kleines Nebeneinkommen zu haben, um damit sehr gute Restaurants besuchen zu können, die man sich normalerweise nicht leisten würde.

5. Gibt es ein Blogpost, auf das du besonders stolz bist?
Nein, gibt es nicht. Mir gefallen viele Blogposts, in denen ich Bilder und Geschichten von unseren Reisen verarbeiten konnte.

6. Welcher Artikel hat dir die meisten Leser eingebracht?
Ein Dessert: Ein Schokotörtchen mit flüssigem Kern, auch Cioccolataccia genannt. Das Rezept ist recht gelingsicher und wird am häufigsten abgerufen.

7. Wenn du ein weiteres Blog starten würdest, was wäre dein Thema? Und warum?
Ein Reiseblog würde mir großen Spaß machen. Oder einen, in dem man alte Geschichten an seine Kinder und Enkel weitergeben könnte. So etwas wie „Opa, erzähl mal“.

8. Wen würdest du zu deinem Blogthema gerne einmal interviewen?
Das wäre der Küchenmeister, Autor, Fernsehkoch, Herausgeber und Verleger von kulinarischer Literatur, Vincent Klink.

9. Zuletzt gab es nach einem Urteil große Aufregung wegen der Einbindung von Stockphotos. Zuvor wurden heiße Diskussionen über die Verwendung von Coverbildern oder die Notwendigkeit von Impressen geführt. Hast du Angst, du könntest eines Tages wegen irgendwas abgemahnt werden, was du in deinem Blog tust oder unterlässt?
Im Prinzip ja, denn wer kann als Privatperson schon die momentane Rechtslage im Auge behalten. Und das damit verbundene Juristendeutsch auch noch verstehen? Allerding verwende ich fast ausschließlich eigene Fotos. Die Ausnahmen sind selten (hier oben mal wieder). Ein Impressum habe ich auch, ansonsten ist es müßig sich an Diskussionen über derartige Themen teilzunehmen, denn die Gerichte sehen das oft ganz anders als es die Bloggerwelt tut.

10. Nutzt Du einen Redaktionsplan oder bloggst Du spontan nach Lust und Laune? Oder ganz anders?
Wenn ich einen Redaktionsplan hätte, würde der ohnehin dauernd anderen Aktivitäten zum Opfer fallen. Deshalb gibt es keinen mehr. Außer ich habe ein Blogstöckchen gefangen oder beteilige mich an Blog-Events die einen bestimmten End-Termin haben.

11. Welchen Rat würdest du einem Blogneuling mit auf den Weg geben?
Ich hätte keinen Rat sondern drei Fragen an den Neuling. a) Warum willst Du damit anfangen?
b) Was erwartest Du Dir? und c) Hast Du genug Material zu Deinem Thema um auch in zwei Jahren auch noch darüber schreiben zu können?

Blogstöckchen gefangenAlle Fragen von Daniela sind hiermit beantwortet, jetzt meine Fragen an die von mir ausgesuchten BlogerInnen, vorher aber nochmals die tradierten Regeln für den Best-Blog-Award:
1. Einfach einen Post zum Thema verfassen, das Bildchen des Awards einfügen und mit demjenigen verlinken, der ihn Dir verliehen hat.
2. 11 Fragen beantworten.
3. 10 weitere Blogger taggen und ihnen 11 Fragen stellen.
4. Die 10 Glücklichen mit einem Kommentar auf den Award aufmerksam machen.

Meine Fragen stelle ich explizit nicht an andere FoodbloggerInnen, denn in diesen Kreisen gibt es schon eine Großzahl an Blog-Events. Ich nominiere deshalb folgende BloggerInnen:

Bettina Müller http://herrundfraumueller.com/
Matthias J. Lange http://redaktion42.com/
Harald Baumer http://metropolkultur.com/
Anke Gröner http://www.ankegroener.de/
Vanessa Giese http://dieliebenessy.wordpress.com/ (Draußen nur Kännchen)
Thomas Pfeiffer http://www.formschub.de/blog/
Daniela Warndorf http://www.einsneunsiebenzwei.de/
Katrin Hilger http://katrinhilger.com/
Rachel Lindenbaum http://rachellindenbaum.de/
Barbara Furthmüller http://barbaras-reisen.blogspot.de/

1. Nach welchen Kriterien suchst du morgens dein Outfit aus?

2. Was ist Deine Lieblingsspeise?

3. Welche „erste“ Schallplatte, Kassette oder CD hast Du Dir von Deinem Taschengeld gekauft?

4. Hast du Angst, du könntest eines Tages wegen irgendwas abgemahnt werden, was du in deinem Blog tust oder unterlässt?

5. Woher kamst du, als du das letzte Mal aus einem Flugzeug geklettert bist?

6. Welche Musik hörst Du, wenn Du an Deinem Blog schreibst? Oder hörst Du gar keine?

7. Welches Produkt steht schon am längsten in Deinem Kühlschrank? Und wie lange wird es noch dort stehen?

8. Was war für Dich „das“ Buch in den letzten 12 Monaten?

9. Fotografiere Deine Socken, die Du JETZT trägst und füge das Bild zu den anderen Antworten.

10. Was ist der höchste Betrag (für eine Person), den Du jemals für ein Menü im Restaurant ausgegeben hast – und war es das wert?

Ich wünsche viel Spaß beim beantworten der Fragen. Bitte zeitnah erledigen. Blogstöckchen gefangen?

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7 Antworten : “Blogstöckchen gefangen!”

  1. Anke sagt:

    Entschuldigung, ich habe das viel zu spät mitbekommen, das was in meine Richtung geworfen wurde. Hier sind meine Antworten.

  2. Frau Müller sagt:

    Vielen Dank für die Nennung, das freut mich sehr. 🙂
    Frau Müller

  3. wortakzente sagt:

    Vielen Dank für die interessanten Antworten und die tolle Vorstellung. Ich habe als Kind übrigens auch Karl May gelesen. Aber stimmt schon, ich glaube, heutige Kinder kann man dafür nicht begeistern.

    • Hallo Daniela,
      Karl May wäre heute schon ein Problem der Sprache. Und die endlosen Beschreibungen von Mensch und Natur. Selbst Kleinkinder werden ja heute schon auf Action getrimmt. Gleiches gilt übrigens für Grimms Märchen. Meine Enkel(innen) verstehen schon die Sprache nicht mehr.

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  1. blogstöckchen… | Rachel Lindenbaum - […] an den kopf geworfen hat das ding der peter g. spandl. und noch was: ich werfe keine stöckchen weiter.…
  2. Stock | Draußen nur Kännchen - […] Ein Blogstöckchen von Herrn Peter: […]

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