Capuns – Tolle Mangold-Rollen – Spezialität aus Graubünden

Capuns – Tolle Mangold-Rollen – Spezialität aus Graubünden...

Was ich jetzt einfach mal so behaupte: Mangold ist eine Gemüsepflanze, die weiten Teilen der deutschen Bevölkerung sicher unbekannt ist. Verwandt ist Mangold (selbst ein kultivierte Form der wilden Rübe) mit anderen Rüben wie der Futter-, Zucker- und auch der Roten Rübe. Trotzdem werden vom Mangold nur die Stängel und Blätter gegessen. Für die Rübe interessiert sich kein Koch.

Klassik Open Air 2015 in Nürnberg – Solist: Schlagzeuger Martin Grubinger

Klassik Open Air 2015 in Nürnberg – Solist: Schlagzeuger Martin Grubinger...

Was ich mir wirklich nie vorstellen kann, ist: wie zählt man eine Menschenmenge? Noch dazu eine, die nicht aufrecht und dichtgedrängt auf einem Platz steht um z.B. zu demonstrieren oder bei einer Kundgebung zuzuhören. Bei einer Demo ist häufig auch die Interessenlage eine ganz unterschiedliche. Während die Organisatoren von Demonstrationen großes Interesse daran haben, einen möglichst hohe Teilnehmerzahl zu vermelden, rechnet die Polizei die Menschenmenge aus ganz anderen Gründen vielleicht wieder klein.

Raclette – Tipps zu Käse und Gerät

Raclette – Tipps zu Käse und Gerät...

In vielen Familien steht anstelle des Fondues ein Raclette auf der Festtafel an Weihnachten oder Silvester. Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK vermeldete dazu kürzlich, es sei, wie auch der Karpfen, eines der beliebtesten Festtagsessen in Deutschland. Dabei ist Raclette doch eine uralte Schweizer Spezialität – fast schon ein Nationalgericht.

Gänsefett / Gänseschmalz

Gänsefett / Gänseschmalz

Gänseschmalz selbst gemacht! Gänseschmalz ist ein wunderbarer Brotaufstrich aber auch bestens zum Braten geeignet. Wer in diesen Tagen seine Weihnachtsgans vorbereitet, sollte nicht über die vielen Fettstücke schimpfen, die man unter der Haut, und speziell an den beiden Öffnungen der Gans vorfindet.

Saftiger Quarkstollen – Christstollen

Saftiger Quarkstollen – Christstollen...

Dieses Rezept für einen fantastisch saftigen Quarkstollen, war bis vor kurzem im Prinzip nur ein weiterer, handgeschriebener Zettel, von denen es viele bei uns gibt und die einen ganzen Leitz-Ordner alleine zum Thema Backen füllen. Wie ich schon etliche Male erklärt habe, bin fürs Backen nicht ich zuständig, sondern die beste Ehefrau von allen an meiner Seite.

Fränkische Krautwickel – Graudwiggerler – Graudwiggala – Kohlrouladen

Fränkische Krautwickel – Graudwiggerler – Graudwiggala – Kohlrouladen...

Wer noch nie dabei zugesehen hat, wie man „Graudwiggerler“ herstellt, benötigt vielleicht eine genaue Anweisung. Das ist einer der Gründe, warum es diese, meine Rezeptsammlung im Internet überhaupt gibt und warum die Zubereitung eines so einfachen Gerichts hier sehr ausfühlich beschrieben wird. – Für meine Enkel und Urenkel.

Servietten falten: Vom Tafelspitz zur Bestecktasche

Servietten falten: Vom Tafelspitz zur Bestecktasche...

Heute gilt es als „unfein“, sich die Serviette in den Hemdkragen zu stopfen, bevor man sich über den Teller Spaghetti hermacht, wie man es noch in alten Filmen zu sehen bekommt. Dabei ist doch die Tomatensoße der natürliche Feind des weißen Hemdes!

Der Feinkost Magazineur

Der Feinkost Magazineur

Ich könnte an dieser Stelle jetzt ein Rezept aus Österreich vorstellen, das etwas mit Palatschinken, Schokoladenmousse und Steirischen Kürbiskernen zu tun hat. Es würde dann um ein Dessert mit dem schönen Namen Palatschinken als Schokoladen-Lasagne gehen. Und es wäre korrekt, wenn ich diesen Gedanken weiterverfolgen würde, denn schließlich soll dies ein Beitrag zum Blog-Event von Susis Blog Prostmahlzeit werden. „Österreich kulinarisch“ heißt das Thema. Ich habe dieses Rezept auch schon mal zubereitet, das Beweisfoto dazu sieht man oben. Allerdings verspüre ich derzeit wenig Lust, dieses Rezept hier auszuformulieren, Mengenangaben zu machen und Anweisungen zu geben, die der geneigten Leserin, oder dem geneigten Leser dabei helfen, ihre/seine Gäste mit diesem Rezept zu erfreuen. Ich hole das nach. Versprochen! Da in dem Rezept auch noch Kürbiskerne vorkommen sollten, die in großer Zahl in der Steiermark wachsen, wäre ich immer noch beim Thema Österreich. Ich könnte also weiter über die beliebten Ölkürbisse schwadronieren, aus denen in großen Betrieben maschinell, und in kleinen Betrieben die Kerne immer noch per Handarbeit herausgepult werden – um am Ende daraus Kürbiskernöl zu gewinnen. Allerdings habe ich mich über das Dessert-Rezept, und auch über mich selber, sehr geärgert. Warum und weshalb soll aber ein andermal erzählt werden, denn das würde den Rahmen eines Blogbeitrags sprengen. Viel wichtiger ist es mir, den österreichischen Feinkost-Magazineur vorzustellen. Sein Job hat zwar nur ganz am Rande etwas mit dem kulinarischen Österreich zu tun. Aber er trägt auf jeden Fall eine sehr schöne Berufsbezeichnung. Feinkost-Magazineur! Sowas gibt es nur in Österreich. Ja küss‘ die Hand, gnä‘ Frau. Der Feinkost-Magazineur um den es gehen soll, war der Herr Karl. Eine Figur die der österreichische Kabarettist und gnadenloser Menschenkenner Helmut Qualtinger, ein Meister der Doppeldeutigkeiten, im Jahr 1961 ins österreichische Fernsehen brachte. Szenenfoto: Helmut Qualtinger in seiner Rolle als Feinkost Magazineur „Herr Karl“ Spezialitäten aller Länder vereinigt Euch Obwohl ein österreichischer Theaterkritiker vor der Ausstrahlung am 15. November 1961 (im Hauptprogramm des Abends) die Zuschauer mit beschwichtigenden Worten darauf vorbereitete, dass jetzt gleich etwas besonderes auf den Bildschirmen des Landes zu sehen sei, nützte das wenig. Die Nation hielt zunächst den Atem an, machte dann aber, noch während die Sendung lief, in der Telefonzentrale des Senders ihrer Wut Luft. Eine wahre Flut von Briefen wurde an den Sender und Tageszeitungen geschickt, Leserbriefe füllten die Spalten, den Fernsehdirektor wünschte man sich gar in die Verbannung nach Sibirien. Dabei erzählte Helmut Qualtinger in dem Stück nur eine fiktive, österreichische Lebensgeschichte, die natürlich auch eine deutsche hätte sein können. Aber was für eine! Er stellte den Feinkost...
Die Zeit und der Geschirrspüler

Die Zeit und der Geschirrspüler

Spülmaschinen sind wenig kommunikativ. Was Frauen dagegen in hohem Maße sind. Als kleiner Junge, in den frühen 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, fand ich es deshalb höchst interessant, auf dem breiten Küchenfensterbrett des elterlichen Hauses zu thronen und dem bunten Treiben zuzusehen, das sich vor meinen Augen abspielte. Zuerst bei der Zubereitung der Speisen (ich war als Topfgucker weltberühmt), später bei der Beseitigung des dabei entstandenen Chaos. Was heute viele Menschen nur noch aus alten Filmen kennen, wurde damals noch täglich praktiziert. Es wurde gekocht und danach gespült. Von Hand. Speziell bei großen Familienfesten war der Spülgang eine wichtige Informationsaustausch-Börse. Während die Männer über Politik, Sport, nur Fußball oder Geschäfte bei einem Glas Cognac (Asbach Uralt) und womöglich einer dicken Zigarre brummelten, trafen sich die Frauen in der Küche um gemeinsam abzuspülen und aufzuräumen. Dabei wurden Themengebiete behandelt, die mir als Junge meist gar nichts sagten. Von „ausgebliebenen Tagen“, vom geheimnisvollen „O.B.“, von praktischen und unpraktischen Strumpfhaltern, von Hawai Toasts, von Bohnenkaffee, von Engelmacherinnen, von Krebs und Kröpfen, von „Verhältnissen“ und nicht zuletzt von geplanten Scheidungen war da die Rede. Ein Grund mehr für mich solchen Zusammenkünften möglichst oft beizuwohnen, um über all diese fremden Wissensgebiete möglichst viel zu erfahren und irgendwann auch einen Zusammenhang zu meinem eigenen Leben herstellen zu können. Die Zeit und der Geschirrspüler Die moderne Frau die es sich leisten kann, hat sämtliche Ratgeber und Tests über Spülmaschinen gesehen, bevor sie ihre Küche geplant hat. Sie sucht sich Webseiten die heißen könnten „Geschirrspüler im Test“ und entscheidet sich am Ende womöglich für eine echte Miele, weil das die Firma ist, die schon 1929 die erste elektrische Spülmaschine Europas gebaut hat. Obwohl es früher ja hieß: Bauknecht weiß was Frauen wünschen. Deshalb gibt es solche Treffen heute nur noch sehr selten. Und wenn, werde ich nicht mehr auf das Fensterbrett der Küche gesetzt, sondern schnell hinaus komplimentiert. Es gibt übrigens mehrere mögliche Klassifizierungen von Geschirrspüler-Nutzern in Deutschland. Die einen stopfen immer alles in die Spülmaschine. Sie nehmen dabei zum Beispiel auch in Kauf, dass Beschichtungen von Töpfen und Pfannen zerstört, die Holzgriffe von teuren Messern aufquellen, die Klingen dabei schnell stumpf werden. In diesen Haushalten läuft die Spülmaschine jeden Tag. Egal wie wenig Geschirr in der Maschine ist. Eine zweite Kategorie gehört zu den totalen Energieverschwendern. Diese Menschen haben wenig Vertrauen in die Technik, sie reinigen jeden Teller unter fließendem Wasser, bevor sie ihn trotzdem in die Maschine füllen. Richtig ist übrigens, dass eine moderne Spülmaschine nur halb so viel Wasser verbraucht, wie Handspülgänge. Nebenbei kann...
Frühjahrsputz, Fastenzeit oder Fit in den Frühling

Frühjahrsputz, Fastenzeit oder Fit in den Frühling...

Immer wieder gerne durchsuche ich das Internet nach bestimmten Begriffen und wundere mich über die ausgelieferte Anzahl der Trefferquoten. So liefert Google auf der Suche nach dem Wort „Frühjahrsputz“ ungefähr 1.200.000 Ergebnisse. Die „Fastenzeit“ ist scheinbar eine wesentlich wichtigere Sache, denn schon haut mir die Maschine ungefähr 2.410.000 Ergebnisse um die Ohren. Und obwohl die gesamte westliche Welt die dicksten Menschen beherbergt, bringt uns „Fit in den Frühling“ sogar ungefähr 6.480.000 Ergebnisse. Das kann bei „Fit in den Frühling“ im Prinzip ein Hinweis auf bestehende Verzweiflung sein. Vielleicht liegt es aber auch einfach an der Anzahl der Publikationen, die sich mit diesem Thema befassen. Und daran, dass das meiste Geld darin steckt. Für mich gut ist, dass diese kleine Geschichte hier irgendwann auch von den Suchmaschinen gefunden wird, und zwar mit allen dreien der genannten Begriffe. Wenn auch erst in einem Bereich, zu dem die wenigsten Menschen vorstoßen werden. Seitdem es in Wohnungen anstelle von Kohleöfen Zentralheizungen gibt, ist der Frühjahrsputz (Stöbern) auf dem absteigenden Ast. Denn ein Kopftuch zu tragen, mit dem die Hausfrau früher die Dauerwelle schützte und ganz nebenbei demonstartiv zur Schau stellte: „seht her, ich bin fleißig“, ist absolut nicht mehr zeitgemäß. Und was ein Teppichklopfer ist, weiß heute kein Bundesbürger mehr, der jünger ist als ca. 45 Jahre. Moderne Staubsauger und sündteuere Microfasern rücken heute jedem Stäubchen zu Leibe, was uns leider immer neue Allergien beschert, weil wir keinen Schmutz mehr gewöhnt sind. Chinesische Feng Shui Meister haben uns beigebracht uns von Dingen zu trennen, die wir seit zwei Jahren nicht mehr benutzt haben, und wenn das nicht so ist, so haben wir zumindest ein Buch darüber im Bücherschrank. Nein. Der Frühjahrsputz ist definitiv ein Auslaufmodell. Nicht nur, weil er als Begriff in meiner Liste die schwächste Trefferquote hat. Mein Körper ist ein Tempel… Mein Hauptinteresse liegt momentan allerdings auf dem Begriff Fastenzeit, denn die begann schließlich am kürzlich vergangenen Aschermittwoch. Auch wenn die politischen Parteien in Deutschland diesen Tag immer wieder mit ihrem „politischen Aschermittwoch“ zu vereinnahmen suchen. Wer nicht wirklich etwas darüber weiß: als Passions- oder auch Fastenzeit wird im Christentum der mehrwöchige Zeitraum ab dem Aschermittwoch bis zum Hochfest Ostern bezeichnet. Um noch mehr darüber zu erfahren, lesen Sie bitte den Beipackzettel die Bibel oder wenden Sie sich an ihren Arzt Bischof oder an ihren Apotheker Pfarrer. Die Fastenzeit ist für viele Menschen immer noch der Zeitraum, in der man sich mal ein bisschen kasteit. Man könnte den Wein weglassen, oder die Schokolade, den Kaffee oder den Zucker, die Butter unter...
Feuerzangenbowle

Feuerzangenbowle

Vor einigen Jahren hat sie sich bei uns eingeschlichen. Die Feuerzangenbowle. Immer am heiligen Abend. Wenn alle Geschenke ausgepackt und wir längst heiser vom inbrünstigen intonieren der Weihnachtslieder sein könnten. Wenn die Kerzen am Christbaum ausgeblasen sind und das Fondue aufgegessen ist. Dann wird der Bottich mit dem gewürzten Rotwein erhitzt, der Zuckerhut mit Rum getränkt und ein Streichholz erledigt den Rest.

Kartäuserklöße mit Rotweinschaum

Kartäuserklöße mit Rotweinschaum

Wir sind sehr froh dieses Hausbuch für die deutsche Familie aus dem Jahr 1953 noch zu besitzen. Denn darin stehen jede Menge leckerer Rezepte aus grauer Vorzeit, wie wir sie von Mutters oder Großmutters Tisch kennen. – Kartäuserklöße zum Beispiel. – Auch wenn wir diese heutzutage nicht mehr als Hauptgericht und somit als Arme-Leute-Essen auf den Speiseplan stellen, sondern als Dessert in einer etwas verfeinerten Version genießen.

Apfelschmarren mit Caramelsauce

Apfelschmarren mit Caramelsauce

Dieses Dessert sieht verdammt lecker aus. Lassen Sie sich von der Optik aber nicht blenden. Es handelt sich nur um Pfannkuchen, Apfelschnitze mit Walnüssen und eine leckere Caramelsauce. Das alles lässt sich gut vorbereiten und natürlich auch in viel einfacherer Form auf den Tisch bringen. Zum Beispiel kann man es wie den guten alten Kaiserschmarren auf den Tisch bringen, was aber weniger hübsch ist.

Überbackene Topfenpalatschinken

Überbackene Topfenpalatschinken

Ein Dessert das sich sehr gut vorbereiten lässt, sind diese überbackenen Topfenpalatschinken mit Aprikosen-Quark-Füllung. Wer ein sehr leichtes Menü plant, kann zum Dessert ruhig mal etwas dicker auftragen, denn Topfenpalatschinken (gesprochen: Pala-tschinken) sind nichts anderes als mit einer Quarkmischung gefüllte Pfannkuchen. Diese Süßspeise gab es früher an manchen Tagen sogar als Hauptgericht. Es kann übrigens keine Rede davon sein, dass es sich hier um eine „leichte“ Nachspeise handelt.