Aus meinem Kochtopf – Über mich:

Peter G. Spandl

Da bin ich also. Mit meinem Lieblingsspruch (von Virginia Woolf):
One cannot think well, love well, sleep well, if one has not dined well.

Mehr Info gibt es unter Media-Kit und Kooperationen

  1. Als Topfgucker war ich schon als Kind berüchtigt. Und als Nudelfan.
  2. Gegessen habe ich schon immer.
  3. Und obwohl ich seit über 40 Jahren mit einer wunderbaren Köchin und Kuchenbäckerin verheiratet bin, ergab es sich in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, dass ich selber begann zu kochen. Damals noch schichtarbeitender Vater von drei Kindern, wurde das ein gewisser Automatismus. Spezialität zunächst: Pfannkuchen.
  4. Verheiratet bin ich mit der besten Ehefrau von allen.
  5. Vegetarier? Ja, ja, waren wir auch schon mal. Damals, in den 80ern. Jahrelang.
    Aus Anlass des ersten großen Fleischskandals. Haben wir jetzt aber längst wieder hinter uns, diese Phase.
  6. Chemie in Lebensmitteln? Das Buch erschien 1981/82. Und wir haben es hochgehalten wie eine Bibel, haben gesprochen mit erhobenem Zeigefinger. Und ein bisschen missioniert haben wir sicher auch. Sensibilisiert sind wir seitdem allemal.
    Inzwischen hat sich vieles abgeschliffen. Man kann auch sagen, wir kaufen keine Tütensuppen, Fertigprodukte und Tiefkühlpizza. Somit kaum Zusatzstoffe und auch keinen Analogkäse. Kümmert uns also nur sehr peripher, dieses ganze Gebiet.
  7. Bio? Ja. Wo es sich im normalen Rahmen machen lässt. – Wir fahren aber nicht 12 Kilometer und verbrauchen einen Liter Diesel mit dem Auto um uns einen Liter echte Biomilch zu besorgen.
  8. Im Freundeskreis wird über mich erzählt, ich wäre zu den wilden Campingurlauben in freier Natur stets mit echtem Porzellan, richtigen Gläsern und weißen Tischdecken angerückt. Dabei hatten wir oft auch Tischdecken in der Kiste, die gar nicht weiß waren!
  9. Die Kinder mussten dann spätestens ab dem 12. Geburtstag einmal wöchentlich mit uns in die Küche. Abwechselnd. Wenn man von drei Kindern “das mag ich nicht” oft genug gehört hat, ist es eine gute Erziehungsmaßnahme, dem Kind beizubringen, was die vier anderen Personen am Tisch auch alles nicht mögen.
    Die Strategie lautete also – Kinder: was gibt es heute zu essen? Was brauchen wir? Was muss eingekauft werden, wie bereitet man das zu? – Harte Schule. Jahrelang. Was gelernt fürs Leben, die lieben Kleinen!
  10. In all der Zeit habe ich Rezepte gesammelt und wusste: irgendwann ist auch der letzte Nachwuchs aus dem Haus. Und dann koche ich mich durch meine Sammlung, und es gibt (fast) jeden Tag etwas anderes zu essen.
  11. In der Zwischenzeit habe ich mir Anerkennung als Dessertkönig geholt. Auf diesem Fachgebiet kann man auch bei Kindern recht schnell hohe Punktzahlen kassieren. Wenn es nicht gerade Sauerkirschen mit Ziegenkäsecreme gibt.
  12. Geschafft haben wir dann, nach dem Auszug des Nachwuchses, an den ersten 365 Tagen immerhin gute 250 Rezepte. – Die Kinder kommen ja weiterhin zu Besuch!
  13. Damals habe ich aber noch nicht gebloggt. Und die Digitalfotografie steckte noch in den Kinderschuhen.
  14. Jetzt also, nachdem wir dabei zugesehen haben, wie die vier Enkelkinder riefen “das mag ich aber nicht”, schließen wir die Tür hinter ihnen, und kochen uns am nächsten Tag wieder das, wonach uns gerade der Sinn steht. Wie es zum Wetter oder in die Jahreszeit passt. Wir hauen auch gerne Gewürze in unsere Gerichte, die der Herr Otto Normalverbraucher noch nie in seinem Leben gesehen hat. Oder hacken Kräuter und mischen diese unter, auch wenn sie grün sind. Was Kindern bekanntlich prinzipiell sehr suspekt ist.
  15. Was es sonst noch zu sagen gibt? Manchmal beschwert sich die beste Ehefrau von allen darüber, dass ihr Essen kalt ist, weil die Fotoaktion nach dem Kochen wieder viel zu lange gedauert hat.
  16. Prinzipiell ist meine Göttergattin verantwortlich für alles was mit Backen zu tun hat. Nur manchmal experimentiere ich auch auf diesem Gebiet. Meist dann, wenn es um Hefe oder Brot geht.
  17. Was ich gar nicht mag? Das ist einfach! Das ist chefkoch.de
    Warum das so ist? Weil es mich nervt, dass zu jeder Suchanfrage bei Google zum Thema Essen und Trinken mehrere Treffer dieser Seite angezeigt werden – und dort meistens auf ziemlich sinnfreie Inhalte führen. SEO ist eben doch nicht alles.
  18. Und gleich noch eine Ergänzung zum Thema vorher: Wer braucht schon 867 verschiedene Kartoffelsalat-Rezepte? Und das womöglich noch von Leuten, die ihr eingestelltes Rezept selber nie ausprobiert haben….
  19. Prinzipiell strebe ich nach mehr Bruttoinlandsglück….
  20. …und bin stets auf der Suche nach freier Zeit für den Müßiggang

Peter G. Spandl

Für weitere Themen unterhalte ich noch den Blog planet-bratwurst.de 


30 thoughts on “Aus meinem Kochtopf – Über mich:”

  • Hallo Peter,
    jetzt muss ich mich doch ganz herzlich bedanken für ein wunderbares Rezept, das ich am 1. Mai in mein festes Repertoire aufgenommen habe. Der Hochsommer hatte sich gerade wieder aus Köln verabschiedet, und so hatte ich Ochsenbäckchen bestellt und nach deinem Rezept zubereitet. Der Hammer! Das waren nun echt nicht meine ersten Bäckchen, aber ganz bestimmt die allerbesten, die ich je gemacht habe! Butterzart sind sie ja immer, wenn sie nur lange genug schmoren dürfen. Aber so eine feine Sauce gab es bisher wirklich noch nie dazu. Der Tipp mit der Bitterschokolade ist großartig! Habe heute gleich meiner Metzgerin davon erzählt – jetzt will sie natürlich auch das Rezept haben ;-)
    Wie ich auf dich gestoßen bin? Auch ich ignoriere die Links zu chefkoch.de und klicke lieber auf Kochblogs mit schönen Namen :-))
    Viele liebe Grüße – & jetzt muss ich weiter stöbern …
    Claudia

  • HALLO Peter,
    danke für diesen Blog.
    Ich bewundere Sie für ihre Aktivität.
    Ich bin ebenfalls passionierter Hobbykoch, genieße Ihre Rezepte und weiß, was für eine immense Arbeit dahinter steckt.
    vielen Dank.

    viele Gruesse aus dem Schwarzwald.

    peter

  • auf deinem blog bin ich auf der Suche nach Saumfleisch gelandet. Dann habe ich die Rubrik “Über mich ” weiterlesen, spätestens zu diesem Zeitpunkt dachte ich: “ja genau” in allen Punkten, dieser Mann spricht mir aus der Seele.
    Herzliche Grüße
    Sigrid Schwarck

  • Hallo Peter,
    auf der Suche nach einem ausgefallenen Dessert für eine größere Gästeschar bin ich via Google auf deinem blog gelandet. Was für eine Entdeckung! Genau die richtige Mischung zwischen aufwändig und banal, zwischen Exotik und Hausmannskost, zwischen geläufig und experimentell. Einfach wunderbar, du bist umgehend abonniert!
    Es grüßt deine neue Dauerleserin
    Ingrid

    • Vielen Dank für die virtuellen Blumen.
      Bitte beachten Sie in der rechten Spalte die “Kategorien”.
      Da der Blog bereits etwas über 900 Beiträge hat,
      ist es nicht immer ganz einfach zum Ziel zu kommen.

      Mit leckerem Gruß Peter

  • Hallo Peter
    Ich habe Ihren Blog zufällig entdeckt und bin absoluter Fan geworden. Wir haben unser gesamtes Weihnachtsessen (alle drei Tage) mit Ihren Rezepten genossen. Alles wundwrbar
    Auch Ihre Fotos und sonstigen Beiträge sind ebenfalls sehr gut.
    Gisela

  • Lieber Herr Spandll,

    Ich bin sehr froh Ihren guten Blog gefunden zu haben ! Der Christstollen ist ein Gedicht, die Nussecken ganz wunderbar und zu guter Letzt der Zwiebelkuchen, fein und großartig!
    Großes Kompliment an Sie und Ihre Frau. Ich bin auch Ihrer Meinung,
    viele Rezepte im Netz funktionieren einfach nicht und es ist eine mühselige
    Sucherei. Bei Ihnen nicht
    Vielen Dank.
    Herzliche Grüße aus Berlin

  • schöne entdeckung, ihr blog :-)
    und wir teilen nicht nur die abneigung gegenüber chefkoch.de – auch wenn ich da manchmal lande aufder suche nach ideen fürs abendessen. und mich dann häufig über die banalität der 583 variationen eines rezeptes wundere. richtig interessante kochideen finde ich dort seltenst.
    nun hab ich ein neues ziel, neben eat.smarter, wo es oft gute vorschläge gibt.
    das freut mich :-)
    grüße aus bremen nach frrranken :-)
    sigrid

  • “Chemie in Lebensmitteln”, hach, das war auch meine Bibel für eine gewisse Zeit… Ich aß jahrelang keine Eier mehr deswegen!

    Ansonsten habe ich Dich ja via Twitter gerade erst entdeckt und finde das alles sehr sympathisch, was ich hier so lese.

      • Hallo Peter, das ist wirklich gut. Meine Bande wird seit 30 Jahren bekocht, mit viel Leidenschaft. Im Laufe der Jahre ergab sich ein Problem mit der abnehmenden Qualität der Lebensmittel. So baue ich jetzt mein Gemüse selber an, koche auch für die 20 Hühner, tausche die Eier bei meinem Bio-Metzger gegen Fleisch und alles ist ok. Aber an vernünftige Produkte zu kommen – das ist immer schwieriger geworden. Wir arbeiten daran.

    • Ich habe diese Seite erst heute durch Zufall entdeckt, bin ganz begeistert :)
      Werde nun hier öfter stöbern kommen, brauche keine anderen Kochseiten mehr ;)

  • Lieber Peter,
    leider habe ich erst heute deinen blog entdeckt! Ich bin nicht so internetaffin, koche lieber in der Zeit! Er ist einfach toll, prima, super, usw. Absolut super sind die Berichte über Franken! Hier kann ich auch die Homepage von Slow-Food Hohenlohe-Tauber-Mainfranken empfehlen. Die besten Adressen und Events rund ums Genießen, von Bad Kissinen bis Schwäbisch Hall, Aschaffenburg über Würzburg nach Kulmbach! Werde öfter bei dir reinschauen! Liebe Grüße vom Maindreieck, wo man in der einen Hand den germanischen Bierkrug und in der anderen Nand das römische Weinglas hält!

    • Hallo Alex Reinhart,
      vielen Dank für die Blumen. Werde mich an Deine Empfehlung halten und diesen Slow Food Ableger auf den Schirm nehmen.
      Wobei ich ja in Nürnberg gar nicht mitkomme.
      Dauernd muss ich kochen, essen, fotografien und auch noch darüber schreiben ;-)

  • Lieber Peter,
    Auf deinen Blog bin ich durch deinen Bericht über Kronfleisch gekommen.
    Ich selbst experentiere mit Innereien, als Münchner in Braunschweig wird man hier nicht verwöhnt. Nach Gründung eines Kochclubs, dem auch ein sehr guter Metzgerei-Inhaber angehört, geht alles viel einfacher.
    Mach bitte weiter so, ich lese alle deine Berichte!!
    Leider erhalte ich seit kurzem keine Nachrichten mehr! Evtl. habe ich mich aus Versehen abgemeldet.
    Viele Gruesse
    Heinz

  • Hallo Peter,

    ich bin gerade dabei den letzten Post der Challenge an fünf Tagen drei Rezepte aus dem Archiv zu posten und jeden Tag einen Blogger für diese Challenge zu nominieren.

    Wie abgesprochen werde ich Dich heute nominieren und habe zur Vorbereitung mal Deinen Text “Über mich” gelesen.

    Das meiste, was Du über Dich schreibst kann ich “unterschreiben”! Ich glaube wir sind “Blogger-Kollegen” mit einer ziemlich ähnlichen Wellenlänge.

    Deinen Blog-Event “Genusserbe – geschützte Produkte” finde ich prima! Ein Produkt aus meiner Region und eine Idee dazu hatte ich innerhalb weniger Minuten – ich hoffe nur, das ich die Zeit finde es bis zur Deadline umzusetzen.

    Du machst einen tollen Blog! Mach einfach weiter so!

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Mario

  • Also ich kann mich den Komplimenten nur anschließen. Eine sehr angenehme Art, die Dinge gelassen zu sehen. Ungeheuer neidisch bin ich allerdings auf die 250 + Rezepte, wo ich mich gerade wieder frage: “was soll ich heute kochen?” Vielleicht tun sich mir ja nun neue Welten auf. Bin gespannt.

  • Gratuliere zu diesem herrlich frischen Blog!
    Natürlich hat mir am besten gefallen, dass Sie, genau wie ich es gerne tue, mit Glas und Porzellan zum Camping fahren. Gerade, wenn man in Italien oder Frankreich oder Griechenland in einem Olivenhain mit Meerblick sein Essen im Freien zubereiten kann, dann gehört auch zum Genuss das Trinken aus Glas und Essen von Porzellantellern einfach dazu. Ich bin auf ihre Seite gekommen weil ich Kürbissuppe nach Bocuse gesucht habe- hier gefunden und was mir sehr gefallen hat: Info über Bocuse und nette Zitate auch von meinem Liebling Karl Valentin :)
    Herzlichen Dank und Grüße

    Klaus

  • Habe herrliche Zwetschgen, hier “gotas de miel” genannt, also auf deutsch, Honigtropfen, bekommen. Da ich wenig backe, umsolieber koche, googelte ich Zwetschgenkuchen und traf sofort auf Ihren sehr symphatischen foodblog. Wieso ich am 22.2 2014 frische Zwetschgen bekomme? Lebe am Ende der Welt, auf der südlichen hälfte des Globus. Werde noch oft bei Ihnen vorbeigucken. Da ich mir nichts aus Süssem mache, bis auf ganz wenige Ausnahmen widme ich diesen Kuchen meinem argentinischen Schwiegersohn. Muchos saludos Trudy

  • Komplimente soll man machen, solange sie frisch sind, oder? das ist eines der schönsten und sympathischsten “über mich”, die ich bisher gelesen habe.

    … und jetzt geh ich bei den jeden-Tag-anders-Rezepten stöbern.

    viele Grüße und einen schönen Abend,
    Natalie

  • Hallo Herr Spandl oder auch Peter?…mein Name ist Carmen und ich bin Fränkin (Schweinfurt/Unterfranken)…mein Mann ebenso. Wir leben aber schon seit 1991 hier zwischen Freiburg u. Basel. Ihr Blog gefällt mir sehr gut u. der Tipp mit den Frankenblogs ist genial. Ich selbst bin Jahrgang 1961 also 52 Jahre alt u. bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Rezept aus meiner Kindheit. Vielleicht kennen Sie es oder haben einen Tipp. Es sind Eierringe, die gab es meine ich immer um die Faschingszeit oder Silvester da bin ich mir nicht mehr sicher. Es ist ein Gebäck ähnlich wie Mürbe Hörnchen aber der Teig war etwas fester und doch feucht…meine ich wenigstens…schwierig zu beschreiben u. nicht so fluffig wie Croissant. Vielleicht können Sie mir helfen, dann ein dickes Dankeschön. Einen lieben Gruß von Franke zu Franke Carmen

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