Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Zwetschgenkuchen mit Streuseln muss in unserem Haushalt auf jeden Fall aus Mürbteig hergestellt werden. Es gibt zwar einige Kuchen, für die sich auch Hefeteig als Grundlage eignet, ich persönlich habe aber keine einzige angenehme Erinnerung an Zwetschgenkuchen mit Hefeteig. Meine Omas und Großtanten buken früher diverse Kuchen immer aus Hefeteig, bei denen der Teig alleine schon weit mehr als einen Zentimeter dick war, sparten immer am Zucker, der Teig war häufig nicht richtig fluffig und am zweiten Tag bereits so hart, dass er mir fast ungenießbar schien.

Vermutlich war das in den Notlagen begründet, in denen sich die verschiedenen Generationen unserer Vorfahren immer wieder befanden. Einen Hefeteig herzustellen ist im Normalfall wesentlich preiswerter als alles andere.

Zwetschgenkuchen mit Streuseln
Was die Bilder angeht: ich konnte mich nicht recht entscheiden, welche besser aussehen. Sie stammen von verschiedenen Zwetschgenkuchen mit Streuseln aus unserer Küche. Immer die gleichen Zutaten, aber unterschiedliche Shootings 😉

Zwetschgenkuchen mit Streuseln
So sieht er bei uns meistens aus: Hausgemachter Zwetschgenkuchen mit Streuseln

So beschränkt sich der Einsatz von Hefeteig in unserer eigenen Küche mehr in der Kategorie Brot backen. Der gemeine Hefeteig ist nämlich auch noch ein komplizierter und empfindlicher Zeitgenosse. Es gibt eine ganze Liste von Dingen die er nicht mag und wenn man diese nicht beachtet, verweigert er einem gerne die Gefolgschaft.

In der Zeit, in der ein Hefeteig erst mal gehen will, dann gehätschelt werden möchte oder sich erneut gerne ausruht, bäckt uns die beste Ehefrau von allen mehrere Zwetschgenkuchen aus köstlichem Mürbteig. Weshalb jetzt auch ihr Rezept an dieser Stelle folgt und wir Hefeteig weiterhin zu ganz anderen Dingen verarbeiten.

Mürbteig hört übrigens auch auf den Namen Mürbeteig oder Knetteig.

Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Mürbeteig für Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Zutaten:
* 250 g Mehl
* 100 g Butter
* 100 g Zucker
* 1 Ei
* 1 TL Backpulver
* 1 Prise Salz

Zutaten für die Streusel:
* 100 g kalte Butter
* 120 g Mehl
* 80 g Zucker
* ½ TL Zimt

Dazu natürlich frische Zwetschgen. Für eine runde Springform von 28 Zentimetern durchmesser benötigt man 1 bis 1,2 Kilogramm Zwetschgen. Diese müssen gewaschen und entkernt werden.

Für die Herstellung des Mürbteigs sollte die Butter weich (nicht flüssig) sein. Alle Zutaten in eine Rühschüssel geben und mit dem Knethaken mehrere Minuten zu einem festen Teig kneten. Die Teigmenge dann dritteln. Etwa 2/3 des Teigs mit einem Nudelholz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (in der Größe der Springform) ausrollen.

Trick: Mit etwas Geschick, kann man den Teig auch direkt auf dem Boden der Springform ausrollen.
Das letzte Drittel der Teigmenge zu einer Wurst ausrollen und an den Rand der Springform drücken (Foto unten). Nun die entsteinten Zwetschgen kreisförmig aufrecht auf den Kuchenboden schlichten (siehe letztes Foto). Wer keinen Zwetschgen-Entsteiner hat, sollte die Zwetschgen auf einer Seite einschneiden, den Kern entfernen und die beiden, noch zusammenhängenden Fruchthälften, jeweils ein Stück einschneiden.

Die Streusel herstellen: Zunächst die kalte Butter in Stücke schneiden. Das Mehl mit dem Zucker, dem Zimt und den Butterstückchen, am besten mit den Händen, zunächst kräftig verkneten bis sich die Butter mit den anderen Zutaten gut vermischt hat. Die bröselige Masse zwischen den flachen Händen zu (nicht zu kleinen) Krümeln verreiben. Die so entstandenen Brösel auf dem Zwetschgenkuchen verteilen.

Den Zwetschgenkuchen mit Streuseln bei 160° (Umluft) auf der zweiten Einschubleiste von unten für ca. 55 Minuten backen.

TIPP:
Probieren Sie auch diese Zwetschgen-Crostata mit Amaretti und Mandeln

Außerdem gibt es hier alle Streuselkuchen-Rezepte in diesem Blog

Und zum Schluss noch Rohrnudeln, Buchteln oder Zwetschgennudeln

Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Mürbteig für Zwetschgenkuchen mit Streuseln
Zwetschgenkuchen Mürbeteig

Zwetschgenkuchen mit Streuseln
Erste Zutaten für unseren Zwetschgenkuchen mit Streuseln

So macht man Streusel für den Streuselkuchen
Die Streusel sind mindestens ebenso wichtig wie der Teig. Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Zwetschgenkuchen mit Streuseln
Zwetschgenkuchen mit Streuseln? Die Streusel kommen gleich noch darauf

12 Antworten : “Zwetschgenkuchen mit Streuseln”

  1. Kirsten sagt:

    Dieser Kuchen ist so lecker! Hatte ihn heute mit im Büro und alle waren begeistert. Tolles Rezept, danke; hab mich genau dran gehalten.

  2. Ina sagt:

    eigentlich bin ich der totale Mürbteigfan, ABER Zwetschgendatschi geht bei uns nur mit Hefeteig und an dem optimalen Rez hab ich lange rumgetüftelt bis er so schmeckt wie er jetzt schmeckt! und das tut er auch am nächsten Tag, auch eingefroren… immer super und er ist dünn!
    PS der allerallerbeste Zwetschgenkuchen war eh der aus dem Wiener Cafe, das gibt’s ja schon lange nicht mehr, der Boden war ein Plunderteig, aber das tu ich mir nicht an, vielleicht finde ich mal einen fertigen, dann wird das getestet. Meine Streusel mach ich übrigens aus 1/3 gem. Mandeln 🙂

  3. BB sagt:

    Obwohl ich mehrere Jahrzehnte in Kanada lebe schnuppere ich regelmaessig in Deutschen Rezeptabteilungen herum – dieses Rezept habe ich probiert und Sie erhalten meinen Lob und den meiner „Kaffeeklatschtanten“. Sehr lecker!

  4. Lieselotte Görtz sagt:

    Danke für das herrliche Rezept, noch dazu so genau und gut erklärt. Ich habe den Kuchen heute das erste Mal gemacht, aber sicher nicht das letzte Mal. Das nächste Mal werde ich aber etwas mehr Zimt versuchen. Noch einmal: danke für dieses köstliche Rezept!!!!
    Lieselotte aus Wien

  5. Lili sagt:

    Danke für das sehr leckere Rezept.
    Damits zum Auswallen besser geht, lege ich immer Frischhaltefolie auf den Teig und rolle mit dem Nudelholz darüber. So klebt der Teig garantiert nicht.

  6. Ilona Jutta König sagt:

    Lecker Kuchen habe ihn schon 2 mal gemacht für meine Gäste und alle haben ihn gelobt

  7. VB sagt:

    Seit ich vor einigen Wochen dieses Rezept entdeckte, backe ich den Kuchen immer wieder. Er gelingt immer und schmeckt, selbst wenn die Zwetschgen nicht sonderlich aromatisch waren. Ein Mal habe ich Streusel mit braunem Zucker gemacht – dadurch hatten sie eine karamelige Note. War auch gut. Aber der schlichte Klassiker ist einfach perfekt. Danke!

  8. Martina sagt:

    Guten Morgen,

    Das hört sich wieder sehr lecker an und wird sofort ausprobiert.
    Eine Frage zuvor noch: Muss ein Mürbeteig denn nicht immer noch eine Weile kaltgestellt werden?

    Liebste pflaumige Grüße
    Martina

    • Die beste Ehefrau von allen meint dazu:
      Sie hat beide Methoden natürlich längst probiert und spart sich die Zeit, den Mürbteig kalt zu stellen, denn Sie weiß den Teig richtig zu behandeln.
      Rein fachlich kann man sagen:
      Ist der Teig (durch zu viel Kneten und zu warme Butter) einfach zu warm, neigt er zum Kleben und lässt sich nur schwerer verarbeiten. Durch die Zugabe von weiterem Mehl würde der Teig hart werden. Das in Rezepten häufig empfohlene Kühlen bewirkt, dass der Teig danach wieder besser verarbeitet werden kann.

      Gutes gelingen!

      • Martina sagt:

        Hallo Peter,

        ganz lieben Dank, auch an die beste Ehefrau von allen!
        Hab den Zwischenweg gewählt (während des Entkernens der Pflaumen) den Teig gekühlt. Mittlerweile ist der Teig belegt und schon gebacken….
        … was soll ich sagen: er schmeckt so wie er aussieht: ganz wunderbar, auch meinem besten Ehemann von allen…

        Liebste Grüße aus Rheinhessen
        Martina

  9. Renate sagt:

    Na endlich mal jemand, der Zwetschgenkuchen auch nur mit Mürbteig richtig lecker findet – die Bayern sind ja mit dem Zwetschgendatschi eher Hefeteig-Fans.
    Und dein Rezept deckt sich fast 100%ig mit dem, das ich von meiner Oma „geerbt“ habe – allerdings gilt im Schwäbischen ein ganz einfacher Grundsatz für Mürbeteig – immer hälfteln. Also 250g Mehl, 125g Butter, 65 g Zucker, dazu 1 Ei und eine Prise Salz. Durch die Butter wird der Teig wunderbar mürb… Morgen früh werde ich mich wieder dran machen!

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