Sven Elverfeld. Das Kochbuch


Sven Elverfeld. Das Kochbuch
Sven Elverfeld. Das Kochbuch

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Sven Elverfeld. Das Kochbuch

Dreitausenddreihundertsechzig Gramm wiegt er. Der neue Sven Elverfeld. Ansonsten kommt das Buch (es als dicken Schinken oder Folianten zu bezeichnen würde der Sache keineswegs gerecht) ohne weiteren Titel aus. So einen hat es auch nicht nötig. 25 Zentimeter breit, 29 Zentimeter hoch, 528 Seiten und 4,5 Zentimeter dick ist es sich schon fast selbst genug.

Der Entscheidungsfindungsprozess, ob es künftig bei den Kunstbänden oder doch bei den Kochbüchern seine Heimat in meinem Bücherregal finden wird, ist derzeit noch nicht abgeschlossen.

Als gelernter Schriftsetzer (noch so richtig mit Blei im Winkelhaken), der jahrzehntelange Erfahrung mit Typografie hat, und als Hobbykoch bin ich doppelt begeistert, ja, fast schon ein bisschen ehrfürchtig.

Die komplette Aufmachung des Buches vom Einband mit drei Lesezeichen, über Papier, Druck, die Typografie, das luftige Layout und die Fotografie (353 Meisterfotografien von Luzia Ellerts) – alles perfekt. Ohne bisher auch nur eines der 129 Rezepte nachgekocht zu haben, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass diese ebenso perfekt sind.

Schließlich führt Sven Elverfeld die Küche in der Autostadt Wolfsburg im Ritz Carlton des Restaurants „Aqua“. Und dieses Restaurant trägt drei Sterne im Guide Michelin. Es zählt damit zu den 50 besten Restaurants der Welt.

Natürlich ist dieses Gesamtkunstwerk kein Kochbuch, das man sich vornimmt, wenn am Wochenende die Großfamilie mit fünf Kleinkindern zu Besuch kommt. Obwohl, dass ein Schnitzel „Jäger Art“ vom Weidenkalb, an Vichy-Karotten mit Pommes Frites auch so aussehen kann, wie es im Buch auf Seite 341 dargestellt ist, würde die Familie sicher freudig überraschen.

Die Rezepte sind sehr klar gegliedert. Sowohl die Angaben der benötigten Zutaten, als auch die Arbeitsschritte der einzelnen Komponenten sind in kleinen Blöcken zusammengefasst (siehe Fotos links unten), die sich auch typografisch unterscheiden. Und Komponenten gibt es in den Rezepten häufig viele. Schließlich handelt es sich bei den Kreationen um kleine Kunstwerke, die im „Aqua“ in Wolfsburg von einem vielköpfigen Küchenteam hergestellt werden.

Sven Elverfeld. Das Kochbuch

Ebenso klar wie die Rezepte ist das ganze Buch, durch oft doppelseitige Schwarzweiß-Fotografien der Wolfsburger Autostadt und fast leere Kapitelseiten gegliedert. Für kleine Irritationen sorgen anfangs nur die Seitenzahlen, die zwar sehr groß auf den Seiten aufgebracht sind, allerdings nur mit weißer Farbe, die einen leichten Glanz auf dem matten, weißen Papier hinterlässt. Erst durch den richtigen Lichteinfall kann man diese Paginierung erkennen.

Eine Überraschung erlebt, wer sich die wirkungsvollen Leerflächen in dem Buch beim Spiel mit dem Licht ganz genau ansieht. An vielen Stellen, aufgebracht wie eine Geheimschrift, lassen sich die Titel der einzelnen Menüs und Gerichte im gleichen Druckverfahren entdecken.

Wer sich den Band leistet (oder ihn sich von lieben Mitmenschen leisten lässt), tätigt mit 75 Euro zwar eine kleine Investition, sicher aber eine, an der Frau/Mann lange Freude hat. Für engagierte Hobbyköche, Gourmets, Bibliophile, Foodstylisten, Fotografen, Kunstliebhaber und sicher auch für Gastronomen.

Glückwunsch an Sven Elverfeld und den Verlag Collection Rolf Heyne (mit allen an der Herstellung Beteiligten) für diesen Meilenstein der Koch- und Buchkunst.

Das Originalfoto von Sven Elverfeld (links) wurde dem Buch entnommen und stammt von Luzia Ellerts.

 

Wer meine Begeisterung teilen möchte, kann das Buch (noch) hier bestellen.

Elverfeld. Das Kochbuch
Sven Elverfeld, Jan Brinkmann
Gebundene Ausgabe
400 Seiten
Format: 26,6 x 30,2 cm (5,3 cm stark)
EUR 75,00
ISBN-13: 978-3899104653

5 Antworten : “Sven Elverfeld. Das Kochbuch”

  1. Alice sagt:

    Ich schließ mich da Frau Kampi einfach mal an! ICH WILL AUCH 🙂

  2. Frau Kampi sagt:

    …so langsam wird es Zeit, mir den Elverfeld endlich zuzulegen. Die Neugier ist ja geweckt!

  3. das haste aber schön geschrieben! :)))

    Nein, wirklich. Jeder Deiner Sätze passt und wird dem Buch sicherlich in jeder Hinsicht gerecht. Ihr ergänzt Euch sozusagen gegenseitig. 🙂

    Ich habe ja nicht wirklich rezensiert, sonder lediglich bewiesen, dass sich aus diesem Buch auch kochen lässt, was somit seine Existenz im Bücherregal unter R – für Rezeptbücher genau so rechtfertigt, wie unter K – für Kunst.

    Oder man bildet gleich eine KK – Kunst- und Kochabteilung. 🙂

    Die Beweiskette bei mir geht übrigens weiter, am 21. Oktober gibt es den Hirschkalbsrücken.

    • Hallo Astrid,
      danke für die Blumen 😉
      Wie Dir geht es mir auch. 2-Meter-Abstand zu dem Buch erscheint
      mir für Familienmitglieder angebracht. Bei Kindern das doppelte!

      Und keine Panik!
      Ausprobieren steht bei mir auch noch auf der Agenda!
      Bis dahin werde ich Deine Versuche aufmerksam verfolgen.

      Bei mir stehen ganz oben auf der Liste die Sardinen (ich glaube Seite 128).
      Jedes mal wenn ich das Buch aufschlage, lande ich dort. Das nehme ich
      als Zeichen. Und Sardin(i)en-Fan bin ich sowieso.

  4. Hast Du es Dir jetzt auch zugelegt? Du klangst gestern noch so zweifelnd…
    Und? Bist Du genauso begeistert wie ich?

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  1. Lammleber mit Erbsenpüree | Aus meinem Kochtopf - [...] zu essen, interessant fand ich aber auch die Kombination mit dem folgenden Erbsenpüree nach Sven Elverfeld. Und die paar…

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