Indien – Das Kochbuch


Indien - Das Kochbuch

Indien - Das Kochbuch
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Indien - Das Kochbuch

Indien - Das Kochbuch
Alle Bilder oben wurden von mir aus dem Buch „Indien – Das Kochbuch“ abfotografiert.

Im Prinzip mag ich keine Kochbücher, auf denen steht, dass sie 1.000 Rezepte enthalten. So etwas macht mich misstrauisch. Wer hat schon die Kompetenz 1.000 Gerichte zu kochen, abzuschmecken, sie zu beurteilen und dann noch die Zeit, sie verständlich aufzuschreiben?

Ich habe jedenfalls keine guten Erfahrungen mit solchen Büchern gemacht. Und so entstehen im Verlauf eines Menschenlebens Vorurteile, die man entweder immer weiter pflegen, oder, durch das Kennenlernen von Alternativen, irgendwann revidieren kann. Dem Verlag Edel ist es gelungen, so eine Alternative herauszugeben, die mich mein Vorurteil revidieren lässt.

Der Autor des Buches heißt Pushpesh Pant. Er ist ein 1946 geborener Professor an der Nehru University in Neu-Delhi, und hat schon zahlreiche Bücher und Zeitungsartikel über Indiens Küche geschrieben. Für das jetzt in deutscher Sprache vorliegende Werk suchte er 20 Jahre lang authentische Familienrezepte im ganzen Land zusammen. Alle Rezepte wurde sorgfältig geprüft und nachgekocht.

„Indien – Das Kochbuch“. 1,5 kg schwer und 815 Seiten dick, wird diese umfangreiche Rezeptsammlung im kleinen Baumwollbeutelchen verkauft, damit man es nach der Zahlung von nur 39,95 besser nach Hause tragen kann.

Wer jetzt denkt, Indien (?), da gibt es doch diese ganzen Currys? Ayurveda, heilige Kühe und Tandoori-Gerichte…? – Nach der Lektüre dieses Buches kann man definitiv über sehr viel mehr, als nur über diese paar Dinge reden und glaubhaft versichern: ja – aber!

Das Buch selbst ist klug aufgebaut. Auf den ersten knapp 30 Seiten wird Indiens kulinarische Geschichte vorgestellt, das indische Essen und der Zusammenhang mit Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst. Ebenfalls ganz wichtig, die kulinarischen Regionen Indiens. Davon gibt es sehr viele, schließlich ist Indien ein sogenannter Subkontinent.

Dass im Norden Indiens, zum Beispiel in Kaschmir, ganz andere Gerichte zum Alltag gehören, als im Süden, an der markanten Spitze des Landes, dürfte jedem klar sein, der in Europa die norwegische Küche mit der Italiens verglichen hat.

Indien – Das Kochbuch

Trotzdem ist das Buch nicht nach den einzelnen Regionen gegliedert, deren kartografischen Grenzen in den vergangenen Jahrhunderten häufig wechselten, so dass auch die kulinarischen Grenzen inzwischen fließend geworden sind. Obwohl es in einer indischen Mahlzeit keine Vorspeisen, keine Desserts – und eigentlich gar keine „Gänge“ gibt – sind die Speisen in dem Buch so angeordnet, wie wir Europäer es gewohnt sind.

Begonnen wird mit Gewürzmischungen und -Pasten, wobei vieles davon nicht an jeder Ecke zu bekommen ist. Aber selbst dafür gibt es eine Lösung in dem Buch: Im vielseitigen Glossar werden Lieferanten im Internet genannt, bei denen man spezielle Gewürze und Pasten bestellen kann.

Weiter geht es mit Pickles, Chutneys und Raitas (ca. 30 Seiten) dann folgen Häppchen und Snacks (ca. 145 Seiten) bevor man bei dem sehr umfangreichen Teil mit den Hauptgerichten angelangt ist.
Da in Indien viel Scharfes auf die Teller kommt, findet man an den Rezepten nicht nur ein kleines Foto-Icon, wenn es ein Bild dazu gibt, sondern auch ein System von kleinen Sternchen, das uns den Schärfegrad erklärt (siehe Bild 2).

Eine wichtige Rolle in der indischen Küche spielen Hülsenfrüchte, weshalb es alleine dafür einen ca. 50 Seiten umfassenden Teil gibt. Auch Brot und Reis nehmen jeweils ca. 40 Seiten ein, bevor man dann doch bei den Desserts landet, denen die Getränke folgen.

Die recht geringe Anzahl von Fotos für diese Rezeptsammlung sehe ich als einzigen Wermutstropfen an dem ganzen Werk. Hätte man allerdings jedes Rezept bebildert, wäre das Buch vermutlich doppelt so dick und kaum mehr dazu geeignet, in der Küche seinen Dienst zu tun. Dem Buch wurden zwei Lesebändchen spendiert, der Umschlag ist leicht abwischbar, auf jeden Fall also Küchentauglich.

Man kann das Buch als sehr umfassendes Kompendium bezeichnen, nicht umsonst erhielt es schon im Jahr 2011 den „Gourmand Cookbook Award“ als bestes indisches Kochbuch der Welt.

Mein Gesamturteil: Sämtliche zur Verfügung stehenden Daumen hoch!

Indien – Das Kochbuch:
Das einzige Buch über die indische Küche,
das Sie unbedingt besitzen sollten

Autor: Pushpesh Pant
Verlag: Edel Germany
815 Seiten, gebunden
28,6 x 20,8 x 6 cm
Preis: EUR 39,95



Hinweis: Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt.


5 Antworten : “Indien – Das Kochbuch”

  1. Cuisimonde sagt:

    Oh, ich glaube, ich muss mal wieder was auf meine Ama***-Wunschliste schieben :-). 39,39 für 1,5 kg, das sind ja gerade mal 2,63 pro 100 g Buch 🙂

    Dass wohl wenig Bilder drin sind halte ich für kein Manko, wir wollen ja ein Koch- und kein Bilderbuch, nech? 😉

  2. annette sagt:

    ich brauch dieses Buch, ich weiß das auch schon länger.. wird jetzt besorgt. alsbald. 🙂
    lg *annette

  3. Julia sagt:

    Ein paar mehr Fotos wären schön. Aber ansonsten ein tolles und sehr authentisches Kochbuch. Ich mag es unwahrscheinlich gerne! Danke für Deine ausführliche Rezension.

  4. Julia sagt:

    Ich habe das Kochbuch auch zu Hause, stimme Dir in allen Punkten zu und strecke auch meine Daumen in die Höhe. Ein tolles Buch, das mich mit jedem Gericht an meine indische Kochlehrerin erinnert. Ein paar mehr Lesebändchen hätten es aber sein dürfen, mein Buch ist jetzt nämlich mit hunderten von Post-it-Zettelchen beklebt 🙂
    Viele Grüße
    Julia

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