Online-Wahl zum „Goldenen Windbeutel 2017“

Goldener Windbeutel 2017

foodwatch verleiht den „Goldenen Windbeutel“: Verbraucherinnen und Verbraucher sind dazu aufgerufen, online über die dreisteste Werbelüge des Jahres 2017 abzustimmen. Nominiert für den Windbeutel sind der Kinderkeks von Alete, der Protein Drink Vanille von Bauer, das Kellogg’s Urlegenden Müsli, Unilevers Becel Omega-3 Pflanzenöl und die Lacroix Gebundene Ochsenschwanzsuppe von Continental Foods.

Alle Kandidaten auf einen Blick
Alle Kandidaten auf den goldenen Windbeutel in der Übersicht

Mein persönlicher Favorit ist die Ochsenschwanzsuppe von Lacroix, die gar keinen Ochsenschwanz enthält. Wenn Sie sich einen solchen zubereiten möchten empfehle ich Ihnen dringend mein Rezept für ein Köstliches Ochsenschwanzragout in Rotwein geschmort.

Kandidat Nr. 1

Alete Kinderkeks
ist der Alete Kinderkeks. Alete bezeichnet seinen Kinderkeks als „babygerecht“ und empfiehlt ihn „zum Knabbernlernen“ ab dem achten Monat. Doch ein Keks mit 25 Prozent Zucker ist nicht baby-, sondern kariesgerecht.

Kandidat Nr. 2:

Bauer Protein Drink Vanille
… ist der Bauer Protein Drink Vanille. Hersteller Bauer will damit eine „fitnessorientierte und alltagsaktive Zielgruppe“ ansprechen. Doch selbst wer viermal die Woche joggen geht, braucht kein extra Protein. Den sportlichen Look lässt sich Bauer teuer bezahlen: Im Vergleich zu herkömmlicher Vanillemilch kostet sein aromatisierter Drink mit überflüssigem Protein-Zusatz etwa 50 Prozent mehr.

Kandidat Nr. 3

Lacroix Ochsenschwanzsuppe
ist die Lacroix Gebundene Ochsenschwanz Suppe von Continental Foods. Der Hersteller bewirbt seine Dosensuppe mit der „Lacroix-Qualitätsphilosophie“. Doch eins sucht man in der Ochsenschwanzsuppe vergeblich: den Ochsenschwanz! Den nutze man „aus Qualitätsgründen“ nicht, schreibt der Hersteller. Na dann, bon appétit!

Kandidat Nr. 4

Kelloggs Urlegenden
ist Kellogg‘s Urlegenden Müsli Quinoa, Apfel, Cranberries & Chia-Samen. Es wirbt mit „Urkorn“, enthält aber nur 2,5 Prozent Quinoa. Dafür stecken in dem „Frühstück für Legenden“ ganze 20 Prozent Zucker. Palmöl, Aroma und Zusatzstoffe sind auch enthalten. Das ist alles andere als ursprünglich!

Kandidat Nr. 5

Becel Olivenoel
ist das Becel Omega-3 Pflanzenöl von Unilever. Das scheinbar hochwertige Gesundheitsprodukt rühmt sich mit besonders viel gesundem Omega-3 – doch stinknormales Rapsöl enthält ein Drittel mehr von dieser wichtigen Fettsäure und kostet deutlich weniger!

Der goldene Windbeutel? Stimmen Sie jetzt ab

Der Gewinner des Goldenen Windbeutels darf sich über Besuch von foodwatch freuen. Wie in den vergangenen Jahren wollen die Verbraucherschützer den Preis am Firmensitz des Herstellers überreichen. Bislang lehnten alle Unternehmen ab.


Goldener Windbeutel.

2017 vergibt foodwatch den Goldenen Windbeutel zum siebten Mal. Die erste Wahl fand 2009 statt. Bisherige Preisträger waren unter anderem der Trinkjoghurt Actimel von Danone (2009), Milch-Schnitte von Ferrero (2011) oder ein Instant-Tee für Kinder von Hipp (2012).

4 Antworten : “Online-Wahl zum „Goldenen Windbeutel 2017“”

  1. DirkNB sagt:

    Foodwatch macht es sich mit der Auslobung dieses Preises zu einfach. Ich schlage vor, einen Preis für das Produkt zu vergeben, dass so weit es irgend geht seiner Werbung/seinem Etikett entspricht. Da wird es schon schwierig, eine Vorauswahl zu treffen, man muss lange suchen, ob sowas zu finden. 😉

    • Manou sagt:

      Nicht Foodwatch macht es sich einfach, sondern der Verbraucher…. ( Ich habe Ihren Einwand natürlich verstanden…)

      Es ist nun wirklich nicht schwierig, sich ein anständiges Müsli selbst zusammenzuwürfeln, oder einen Kinderkeks zu backen, der nicht vor Fett und Zucker nur so strotzt.

      Wer glaubt, dass es, um sich gesund zu ernähren, Nahrung mit „Zusatzstoffen“ braucht, ist schlicht zu bequem, um sich mal mit Nahrung und Ernährung auseinanderzusetzen.

      Man muss nicht studiert haben, um zu verstehen, das Selbstgemachtes noch immer am Besten ist, aber man muss Chemie studiert haben, um die Inhaltsstoffe, die teilweise der „Nahrung“ zugesetzt werden, verstehen zu können.

      Ich würde gerne alle und noch viel mehr auswählen…

      Heute wähle ich den Kinderkeks, weil es eine Frechheit ist, sich seine zukünftigen Kunden so heranzuziehen und langsam fett zu mästen und zum Zuckerjunkie zu machen!

      Manou

      • Hallo Manou,
        das bemerkenswerte an den Kinderkeksen ist, dass sie halt nur eines von XXX Produkten sind, von denen seit Jahrzehnten bekannt ist, dass sie zu viel Zucker enthalten.
        Hier liegt die Verantwortung aber selbstverständlich bei den Eltern und Großeltern.
        Für mich jedenfalls kein echter Aufreger mehr – warum kauft man so etwas überhaupt?
        Wenn ich mir allerdings eine Ochsenschwanzsuppe kaufe (was ich auch nicht tun würde, aber die Wahrscheinlichkeit liegt immerhin bei 0,001 Prozent), dann erwarte ich darin auch Ochsenschwanz….

        • Manou sagt:

          Hallo Peter,

          natürlich gebe ich Dir Recht.

          Wenn Ochsenschwanz, oder was auch immer, drauf steht, dann MUSS es natürlich auch enthalten sein.
          (Leider gibt es viel zu viele Stoffe, die dann tatsächlich enthalten sind, die nicht deklarationspflichtig sind, die man dann mitisst, auf die reagiere ich besonders gerne…:-( )

          Daran, dass es verkauft wird, kann man aber sehen, wie wenige Menschen sich dafür interessieren, was sie tatsächlich zu sich nehmen.

          Stünde “ Kann Spuren von Menschenfleisch enthalten“ (Jeder Metzger schneidet sich mal) drauf, ich gehe jede Wette ein, keinem würde es auffallen…weil niemand die Zutatenliste liest!
          Allergiker ausgenommen…

          Hat nicht Otto schon gesungen: Alete kotzt das Kind…? *g*

          Mein Kind, mittlerweile zarte 16 Jahre alt, hat nie irgendwelchen „Kindermist“ zum Essen bekommen.

          Und ich muss ehrlich sein, ich habe nur aus Versehen etwas richtig gemacht, mir war das Zeug nämlich immer viel zu teuer.

          Später erst, als ich anfing, auf alles mit Bauchweh zu reagieren, musste ich mich zwangsläufig mit Zutaten und Inhaltsstoffen und auch Herstellung auseinandersetzen und war dann sehr dankbar für meinen „Geiz“.

          Mittlerweile stehe ich auf dem Standpunkt: Wenn ich es nicht selbst backen oder kochen kann, dann muss ich eben drauf verzichten!

          Und das mach ich dann auch,gerne.

          (Obwohl, inzwischen hab ich einiges an Geschick entwickelt, auch ein bisschen „kompliziertere“ Dinge, essbar, „bauen“ zu können … ich sag nur Stollen.. den ich früher , den fertigen, inbrünstig in den Müll geworfen habe…;-) )

          Wie heißt es doch schön in der Werbung, um mal beim Thema zu bleiben, oder so: Weil ich es mir wert bin!

          Dann eben keine exklusive Ochsenschwanzsuppe, sondern eine einfache Hühnersuppe…;-)) und die natürlich NICHT aus der Dose!

          Vielen Dank übrigens für Deinen Rezepte-Fundus, aus dem ich mich immer wieder gerne bediene!

          Liebe Grüße
          Manou

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