365 Rezepte aus der französischen Landküche


365 Rezepte aus der französischen Landküche

365 Rezepte aus der französischen Landküche

365 Rezepte aus der französischen Landküche

365 Rezepte aus der französischen Landküche

365 Rezepte aus der französischen Landküche

365 Rezepte aus der französischen Landküche

365 Rezepte aus der französischen Landküche

365 Rezepte aus der französischen Landküche

Ein ganzes Jahr lang französisch kochen? Wenn man denn wollte, könnte man das mit diesem Buch tun. Und das sogar ohne, dass man mehrmals in der Woche den Fischhändler seines Vertrauen aufsuchen oder sich bei einem Jäger lieb Kind machen müsste, um an die ganzen Zutaten zu kommen.

Für jeden Monat des Jahres gibt es eine bunte, doppelseitige Übersicht, welches Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch und welcher Käse zum Einsatz kommt. Dass dies saisonal abgestimmt ist, versteht sich von selbst.

Schließlich lautet das Konzept des Autors Stéphane Reynaud für das im Jahr 2011 erschienene Buch: „Dieses Jahr übernimmt der Markt die Regie, das Kommen und Gehen der Produkte.“

Im September gibt es daher viele Pilzrezepte, außerdem welche mit Birnen, Feigen und Maronen.
Die Rezepte sind meist bodenständig und relativ einfach, wie das Hähnchen mit Austernpilzen, das Cordon Bleu, oder die Provenzalische Bohnen. Es gibt aber durchaus auch raffiniertes zu entdecken, so zum Beispiel die Entenbrust mit Feigen, Birnen-Flan oder die Steinpilztarte.

An zahlreichen Rezepten gibt es eine Textspalte mit kleinen Geschichten über „Leon & Marie“ die uns durchs Jahr begleiten. Ob es sich dabei um Freunde des Autors handelt, wissen wir nicht. Léon ist passionierter Feinschmecker, verheiratet mit Marie, die zumindest am Anfang ihrer Ehe eine miserable Köchin abgibt.

365 Rezepte aus der französischen Landküche

Neben den Rezepten gibt es oft witzige kleine Cartoons, interessante Tipps und Tricks aber auch ernüchternde Lebens- und Küchenweisheiten wie: „Märzbier im März, Wampe im April“, oder: „Machen Karpfen und Forelle blau, essen wir halt Kabeljau“.

Selbstverständlich stößt man bei der Beschaffung mancher Zutat an die Grenzen des deutschen Lebensmittelhandels.

Während man in manchen Gegenden Frankreichs die Auster schon fast zum Grundnahrungsmittel zählt, der Rezeptvorschlag für den 6. Januar also „Austern mit Radieschen“ lautet, und am 31. August Froschschenkel auf dem Plan stehen (Frösche dürfen in Deutschland übrigens nicht gefangen und getötet werden, aber es ist erlaubt sie aus Frankreich zu importieren), wird als Hauptproblem des Jahres aber vielleicht die Beschaffung der am 26. März auf dem Plan stehenden „Andouillettes“ in der Qualitätsstufe AAAAA sein.

Doch Gemach, das hat nichts mit Rating-Agenturen zu tun. Andouillettes sind Würste aus Kutteln und Gekröse. Das fünffache „A“ ist das Qualitätssiegel der „Association amicale des amateurs d’andouillettes authenti“. Auf den Punkt gebracht: „Astreine Ausnahmewurst aus allerfeinster Auslese“.

Das klingt nun schon sehr abenteuerlich, aber keine Panik. Der Normalfall sind derartige Zutaten nicht. Es macht durchaus viel Laune in dem schönen Buch zu schmökern, neben der umfangreichen Rezeptauswahl ist der Unterhaltungswert beachtlich.

Die zahlreichen Fotos von Marie-Pierre Morel in dem Buch sind immer ganzseitig, sehr ansprechend, und wirken dadurch, dass kein Hochglanzpapier verwendet wurde, immer ein bisschen rustikal, was aber sehr gut zum Gesamtkonzept des Buches passt.

Im Anhang gibt es ein Register nach Zutaten und eines nach Gerichten. Wenn in der gelieferten Biokiste mal wieder ein Gemüse drin ist, zu dem einen so gar keine leckere Zubereitungsart einfallen mag, ist man hier genau richtig.

Eines muss man allerdings sagen – für Anfänger ist dieses Buch nicht unbedingt geeignet – die Rezepte sind sehr kurz gehalten, Kochkenntnisse sind also Voraussetzung. Darüber hinaus könnte man die sehr kleine Schriftgröße der Rezepte kritisieren (es sind immer drei Rezepte auf einer Seite).

Gäbe es hier ein Bewertungssystem, würden wir vier von fünf möglichen Sternen vergeben.

365 Rezepte aus der französischen Landküche
Stéphane Reynaud
Verlag: Christian (02/2011)
560 Seiten, 25,2 x 20,2 cm
ca. 365 Abbildungen
39,95 Euro


2 Antworten : “365 Rezepte aus der französischen Landküche”

  1. Unser Buch ist schon ziemlich zerfleddert, weil so oft und so gerne benutzt. Und es macht uns immer noch riesige Freude. Manches Rezept davon haben wir bereits zum dritten Mal gekocht. Es wird bei uns aber immer ein klein wenig anders, weil wir uns nicht scheuen, unsere Kommentare, Ergänzungen und Bewertungen mit hinein zu schreiben.
    Wir finden dieses Kochbuch einfach großartig, so vieles erinnert davon an die fabelhafte Landküche der Provinzen, die ich fast 40 Jahr lang im Original genießen durfte.

  2. berlin biocatering sagt:

    dieses Buch ist sehr interessant. Da ich die französiche Küche liebe, bin ich begeistert von den Rezepten und Ideen.
    Vielen Dank für immer neue Inspirationen! 🙂

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