Das saugute Kochbuch


Das saugute Kochbuch

Das saugute Kochbuch

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Das saugute Kochbuch

Das saugute Kochbuch

Alle Bilder oben wurden von mir aus dem Buch „Das saugute Kochbuch“ abfotografiert.

Das saugute Kochbuch ist ein wunderbarer Titel für eine Rezeptsammlung, in der es ausschließlich ums Schwein geht. Was mir auf den ersten Blick daran gut gefällt, ist die Aufmachung des Buches. Mit leichten rosa Karos auf weißem Grund kommt der Umschlag daher. Die Zwischenseiten, die das Buch in seine Themen-Abschnitte aufteilt, sind ebenfalls in dem genannten Muster gehalten. Das Lesebändchen hat so ein wunderbares Schweinchenrosa, dass man es sich fast nicht zu benutzen traut. Und recht witzig sind die Illustrationen von José Reis de Matos.

Mit dem Rest habe ich so meine Probleme. Das beginnt bei den Fotos, die alle sehr sehr rustikal sind. Egal ob es um die Präsentation der Gerichte geht, oder um die Menschen, die in dem Buch vorgestellt werden. Sie wirken als wären sie aus einer anderen Zeit. Und wahrscheinlich sind sie das auch. Das vorliegende Buch ist zwar 2010 in Deutschland erschienen, was wirklich ärgerlich für den Käufer sein kann, ist aber die Tatsache, dass es bereits eine deutschsprachige Ausgabe mit dem Titel „Schwein & Sohn“ aus dem Jahr 2006 in ähnlicher Aufmachung gibt. Wer das schon im Bücherschrank stehen hat, ist bereits bedient.

Das saugute Kochbuch – Nichts für Otto Normalverbraucher

Recht unzufrieden machen mich teilweise die Rezepte in dem Buch. Zweifellos wendet es sich an den Otto Normalverbraucher, der hier jede Menge Ideen finden wird, was man mit Schweinefleisch alles anstellen kann. Und da findet man wirklich alles! Angefangen beim Loblied auf die Hausschlachtung in der französischen Provinz, über die Vorstellung der dort hergestellten Würste, gibt es Rezepte für fast jeden Teil des Schweins. Egal ob Leber oder Zunge, Bäckchen, Ohren, Bauch, Lende oder Schulter.

Allerdings sind diese Rezepte, nehmen wir die Zielgruppe wieder ins Auge, teilweise untauglich für Leute die nur hin und wieder den Kochlöffel schwingen. Bei manchen Rezepturen hat man den Eindruck es fehlen ganze Passagen oder Zutaten.

Monsieur! Das wird doch nichts!

Bestes Beispiel dafür ist ein „Schulterbraten in Milch“. Hier fragt man sich, warum dieses Stück Schweineschulter, das nur in zwei Liter Milch in einen Schmortopf gelegt und dann für zwei Stunden in den Ofen geschoben wird, überhaupt die Bezeichnung „Braten“ erhalten hat.

Es wird weder gesalzen und gepfeffert. Nur Knoblauch, Thymian, Rosmarin und Lorbeer werden mitgegart. Entschuldigung Monsieur Stephane Reynaud, das wird doch niemals ein Braten! Zumindest keiner der schmeckt.

Mir erscheint das so abstrus, dass ich immer noch ernsthaft darüber nachdenke, es auszuprobieren. Allerdings bin ich mir sicher, dass es schade um das Fleisch wäre.

Natürlich gibt es auch pfiffiges wie Suppen, Pâtés, Rillettes, gesottenes und gebratenes. Aber wie schon angemerkt, Kochkenntnisse sollte man unbedingt mitbringen. Dazu noch den Willen und die Erfahrung, bevor man anfängt, die vorliegenden Rezepturen auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen.

Schiller passt immer

Hat man sich zum Kauf des Werkes durchgerungen, erhält man ein schönes Kochbuch in dem 127 Rezepte mit Schwein, Spanferkel oder Wildschwein dazu einladen sie auszuprobieren.

Doch wer sich beim Buchkauf an die Glocke des guten alten Schillers erinnert, dem kommt vielleicht auch die Zeile: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet,“ in den Sinn. Sehen Sie deshalb erst in Ihrem Regal nach, ob nicht vielleicht schon die erste Ausgabe des Buches vorhanden ist.

Das saugute Kochbuch:
Mit 127 Rezepten

Stéphane Reynaud
Verlag: Christian (September 2010)
24,8 x 20,4 x 4 cm
368 Seiten; 29,95 Euro



Hinweis: Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt.


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2 Antworten : “Das saugute Kochbuch”

  1. Ich hab „Schwein und Sohn“ zuhause. Daraus habe ich bis jetzt nur die Blutwursttarte gemacht (und natürlich gebloggt ;-). Alles andere hat irgendwie nicht richtig meinen Zuspruch gefunden bis jetzt. Und beim Schwein in Milch hab ich mir das gleiche wie du gedacht! Der alte Titel hat mir übrigens noch besser gefallen 😉

    • Hallo Küchenschabe,
      danke für Deinen Kommentar. Ich hab da ja ein interessantes Spargelrezept bei Dir entdeckt. Keine Lust bei dem derzeit noch laufenden Blog-Event „Duell der Köpfe“ mitzumachen?
      Mit leckerem Gruß, Peter

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