Profimesser-Serie AMC Pure1 [Produkttest]

AMC Profimesser-Serie Pure1

Als Foodblogger einen Produkttest zu machen, fühlt sich irgendwie seltsam an. Normalerweise bestehen Tests in meiner Küche nämlich einfach darin, mein Essen zu rühren und das jeweilige Gericht so lange abzuschmecken, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Was meistens schnell der Fall ist. Kürzlich wurde ich aber dazu aufgefordert, meine Meinung über ein hochwertiges Profimesserset in einem eigenen Blogbeitrag zu formulieren. Da konnte ich nun wirklich nicht widerstehen.

Vor allem weil das Messerset von der Firma AMC stammt, die ich bisher nur als Hersteller hochwertiger Edelstahl-Kochsysteme kannte, und die zur deutschen Fissler-Gruppe gehört. Noch spannender wurde es, als ich mich schlau machen wollte und feststellte, dass AMC-Produkte praktisch nur im Direktvertrieb zu haben sind. Man kann also nicht einfach ins nächstbeste Fachgeschäft spazieren und die hier vorgestellte „AMC Profimesser-Serie Pure1“ käuflich erwerben. Was im Prinzip schade ist.

Die Zukunft ist gesichert und scharf!

Denn das Set, das aus fünf Messern besteht und in einer schönen Holzkiste ausgeliefert wird, erhielt Ende 2013 den „Plus X Award“, einen anerkannten Innovationspreis für Technologie und Lifestyle. Die Messer-Serie erhielt drei Gütesiegel für Qualität, Ergonomie und das Design. Prämiert werden für diesen Award von einer Fachjury innovative sowie zukunftsfähige Produkte.

Und zukunftsfähig sind die Messer auf jeden Fall. Vermutlich sogar eine Anschaffung fürs Leben. Die Messer werden in immerhin 48 aufwändigen Arbeitsgängen aus Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahl (klingt sehr zuverlässig) hergestellt und sind dazu einfach formschön und rattenscharf.

Alle fünf Messer liegen sehr gut ausbalanciert in der Hand. Egal ob man das größte und schwerste, ein 36 Zentimeter messendes Kochmesser (ca. 260 Gramm) ergreift, oder mit dem 35 Zentimeter langen Brotmesser (ca. 240 Gramm) seinem Bauernbrot-Laib an die knusprige Kruste rückt.

Das dritte edle Stück in der Serie hat die Klingenform eines japanischen Allzweckküchenmessers, eines Santoku. Charakteristisch für ein Santoku ist die sehr breite Klinge, die weit unter dem Griff heraussteht. Dadurch bleibt ausreichend Platz für die Finger unter dem Griff, was ein angenehmes arbeiten gewährleistet. Meine Göttergattin ist mit dem neuen Santoku sehr zufrieden, denn zwischen Klinge und Griff gibt es einen formschönen Fingerschutz, der meinem echt japanischen Santoku fehlt, was bei ihr schon öfter zu kleinen Verletzungen geführt hat.

Profimesser-Serie AMC Pure1

Mir persönlich am liebsten ist die Form des flexiblen Tranchiermessers, des vierten Schneidwerkzeugs aus der gepolsterten Holzkiste. Hiermit kann man prächtig filetieren, parieren oder auch entgräten.

Alle Messer haben eine aufgedampfte, dunkle Titan-Antihaftbeschichtung die einen Lotuseffekt mitbringen und verhindern soll, dass an den Klingen der schicken Messer beim schneiden etwas kleben bleibt. Das versichert zumindest der Hersteller.

Meine Karotten und Zwiebeln sahen das etwas anders. Die Scheibchen hafteten sehr wohl an den Klingen. Auch an dem sehr schönen Universalmesser, dem fünften und letzten Messer aus der Profimesser-Serie AMC Pure1. Aber das ist höchstens ein kleiner Minuspunkt in meinem recht positiven Gesamturteil.

Zu dem Messerset wurde der zeitlos elegante, große, weiße „Pure1 Block“ geliefert, der über einen modernen Bürsteneinsatz verfügt. Diese Einsätze haben den Vorteil der Flexibilität, denn man muss, anders als beim herkömmlichen Holzblock, keinen schmalen Schlitz treffen um das eben benutzte Messer zurückzustecken.

So schick dieser Block auch ist, muss er doch eine kleine Kritik von mir einstecken: Der Bürsteneinsatz ist aus einem Kunststoff der sehr hart und etwas unflexibel ist. Man muss die Messer also mit gehörigem Nachdruck zurückstecken.

AMC Profimesser-Serie Pure1

Was mich ebenfalls nicht ganz überzeugt hat, ist der sogenannte „Pure1 Sharp“. Nicht dass es die Messer schon nötig hätten, überhaupt geschliffen zu werden. – Das Zubehörteil überzeugt durchaus in seiner Form und Ausführung. – Allerdings erscheinen mir die beiden Diamantschärfer, die den idealen Schneidewinkel von 30 Grad wieder herstellen können, insgesamt etwas zu rauh für die edlen Messer.

Ein praktisches Microfasertuch zur Pflege der Messer wird ebenfalls mitgeliefert. Damit kann man sie nach dem abspülen (keinesfalls in der Spülmaschine!) streifenfrei trocknen.

Kommen wir zum Preis: Jeder Hobby- oder Profikopf weiß, dass nichts wichtiger in der Küche ist, als gutes Handwerkszeug, respektive gute Messer. Da die getesten Messer nur im Direktvertrieb zu haben sind, ist ein Preisvergleich leider nicht möglich. Das Gesamtpaket wie von mir beschrieben und abgebildet, also die fünf Messer, der Block zur Aufbewahrung, der Messerschärfer und das Microfasertuch haben zusammen einen Verkaufspreis von etwa 790 Euro.

Ab Samstag mit Verlosung

Am Samstag, dem 12. April 2014 starte ich einen neuen Blog-Event, zu dem es erstmals etwas zu gewinnen geben wird. Die Firma AMC stellt mir ein weiteres komplettes „AMC Profimesser-Serie Pure1“ für eine Verlosung zur Verfügung. Alle Details gibt es inzwischen hier.

AMC Profimesser-Serie Pure1
Profimesser-Serie AMC Pure1

11 Antworten : “Profimesser-Serie AMC Pure1 [Produkttest]”

  1. Matthiasjakulat@t-online.de sagt:

    @ verboten gut:
    die neue Messerserie Pure 1 ist erst seit Januar 2014 auf dem Markt, bei Ihren Messern muss es sich also um die Vorgänger handeln. Zu diesen kann ich leider nichts sagen, aber den neuen Messern muss ich zugute halten, daß sie sehr wohl eine hohe Standzeit haben.
    Meine sind seit Oktober 2013 im täglichen Gebrauch (als Berater konnte ich sie schon früher erwerben) und ich musste sie bisher nur einmal mit dem Diamantstab abziehen.

    lg Matthias

  2. Jens BausC sagt:

    Ich habe mir den Luxus der Messer gegönnt. Ich bin sehr zufrieden damit.
    Klar kann man sagen teuer, aber bei z.Bsp. WMF kann man durchaus Einzelmesser für einige hundert Euro kaufen. Die Messer sind seit 6 Monaten in Gebrauch und immernoch superscharf. Den Messerblock nutze ich nicht, der ist mir zu sperrig. Meine Messer hängen an der Magnetleiste.
    Um Skeptiker ein Gegenargument von wegen unhygienisch zu liefern; der Einsatz von Messerblock kann in die Spülmaschine. Das kenne ich von keinem anderen Messerblock 🙂

  3. jules sagt:

    die messer sehen super aus. vor solchen messerblöcken schrecke ich immer etwas zurück, sammelt sich da nicht der ganze schmutz?
    ich habe so ein magnetstreifen an der wand, ist aber auch nicht optimal!

    • claudia sagt:

      hi jules,
      man kann das innenleben des messerblockes rausnehmen und unter fließendem wasser reinigen. der weisse block darf in die spühlmaschine – also absolut hygienisch 😉

      lg claudia

  4. fue01 sagt:

    Hallo Peter,
    in der Regel mag ich Dein Blog sehr gerne, aber manches Mal stehen mir doch die Haare zu Berge, wie in diesem Fall.
    900 Euronen für 5 Messer ist schon heftig.
    Ich habe zu meiner Hochzeit 1972 ein 5-teiliges Messerset von Zwilling(Solingen)geschenkt bekommen und die sind heute noch genauso scharf wie damals.
    Der Preis lag damals bei 170 DM.
    Ich ziehe sie auf einem 6000er Nassschleifstein ab und alle 2 Jahre kommen sie zu einem Messerschleifer: Kosten ca. 26 €, für alle.
    Nichts für ungut.

    • Hallo Peter,
      das kann ich gut nachvollziehen.
      Allerdings wird ja heutzutage um so vieles ein riesiger Kult gemacht.
      Denken wir nur an all die sündteueren Kaffeemaschinen, Dampfgarer oder eben Messer. Was ist heute ein Hobbykoch, der keine japanischen Messer hat? Das Stück zu 200 Euro oder mehr?
      Ich habe das nicht angefangen. Nur ausprobiert und darüber geschrieben.

  5. Paul Riesig sagt:

    Messer gibt es viele auf dem Markt und die Besten zu finden ist nicht so einfach. Es wäre interessant zu wissen, wer diese Messer herstellt??! AMC oder Fissler wird kaum eine eigene Messer Manufaktur haben.
    VG
    Paul

  6. Ich habe schon seit Jahren den Messerblock von AMC, die Messer liegen super in der Hand, sind eine zeitlang scharf, das vergeht aber sehr schnell,es waren nur einige Wochen wo sie so richtig Scharf waren. Was bei einem Preis von 900 € echt ärgerlich ist. Ich hab die Messer schleifen lassen u. ziemlich geschaut als Ich die Rechung bekam, pro Messer/Länge ab 30 €. Der alte Messerblock mit Kindersicherung ist auch beim tägl. Gebrauch nach einer Zeit nicht mehr verlässlich u. man kann ihn sehr schlecht reinigen. Dieses Modell kenne Ich von meiner Schwiegermutter, sie ärgert sich jedesmal weil die Messer so schwer reingehen. Ich bin mal gespannt, wie es in einem Jahr mit deinem Testfazit aussieht,ob Du da auch noch begeistert bist.

    LG Kerstin

    • Hallo Kerstin,
      meine Messer sind nun schon seit guten vier Wochen im Einsatz und nicht stumpf.
      Es gibt natürlich viele Gründe warum Messer in einem Haushalt schneller stumpf werden, als bei anderen.
      Das kann an der Schneidunterlage liegen (immerhin werden heute Hartplastik- und echte Glasplatten als Schneidbretter verkauft, einfach weil sie schick sind), oder die Leute stopfen ihre Messer in die Spülmaschine. Oder sie schneiden gleich direkt auf der tollen neuen Granit-Arbeitsplatte in ihrer Küche. Das dürfte also nichts mit den Messern zu tun haben.
      Was die Kosten für das Schleifen angeht: hier ist ja extra ein Schleifer dabei.
      Beim Schleifen 30 Euro für ein Messer zu verlangen, das ist nahe am Wucher.
      Hier in Nürnberg gibt es einen alten Handwerksbetrieb, da zahlt man pro Messer etwa 8 Euro. Egal welche Länge das Messer hat.
      Und das gönne ich meinen Messern etwa 1-2 x im Jahr

      LG, Peter

  7. Toettchen sagt:

    Ja, bei Produkttests ist man hin- und her gerissen, ob man sie machen soll oder nicht. Bei solchen Messern ist es aber ein Wissen, das wirklich die meisten Interessiert.

    Liebe Grüße vom Bodensee
    Toettchen

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