Wilde grüne Smoothies – Ein Buchtipp


Wilde Grüne Smoothies

Vor nicht einmal zwei Wochen habe ich an dieser Stelle davon erzählt, dass ich mich bisher standhaft weigere, das Wort „Smoothie“ zu verwenden. Aber wie das Leben so spielt, auf meinen Schreibtisch flatterte kurz darauf das neu erschienene schöne Buch von Gabriele Leonie Bräutigam mit dem Titel „Wilde grüne Smoothies“.

Darin geht es um ein Thema, dass mich schon lange interessiert: Wildkräuter. Wie man damit umgeht. Wie sie aussehen. Wie sie schmecken. Was sie bewirken. Und wann es sie gibt.

Der broschierte Band ist in vier Teile gliedern. In Teil eins wird uns Allgemeinwissens über die Wildkräuter und ihre Wirkung vermittelt. In Teil zwei gibt es Tipps und Tricks für Wald, Wiese und Küche.

Im umfangreichen Teil drei geht es dann um den von mir ungeliebten Anglizismus. 50 Smoothie Rezepte für Gesundheit, Schönheit und Genuss, auf die ich trotzdem schon sehr gespannt bin. Vorläufig besteht mein Problem noch darin, dass ich außer Brennnesseln und Brunnenkresse nur wenige der hier verwendeten Wildkräuter überhaupt erkennen würde.

Aber ich hatte das Glück, die Autorin auf dem Bloggertreffen zur Biofach 2014 kennen zu lernen, und dabei gleich vorgesorgt zu haben: Am kommenden Wochenende mache ich eine Kräuterwanderung (mit Kochkurs) bei der Herausgeberin des schönen Bandes, Gabriele Leonie Bräutigam.

Diese lebt und arbeitet zwar überall, prinzipiell aber in der „Oedmühle“, die praktisch vor meiner Haustür zwischen Nürnberg und Amberg auf der Frankenalb liegt. – Was ich bei dieser Gelegenheit alles gelernt, und ob ich Frieden mit dem „Smoothie“ geschlossen habe, das werde ich früher oder später in einem eigenen Beitrag hier mitteilen.

Vorläufig gebe ich mich aber noch mit dem tollen Buch zufrieden und werde versuchen noch vor der Wanderung meine Defizite zu verbessern. Das geht recht gut mit Teil vier des Buches. Denn hier werden 50 heimische Wildkräuter in einem kleinen „Herbarium“ vorgestellt.

Ein sehr nützliches Buch

Auch hier allüberall nützliche Antworten auf Fragen die jeder hat. Wie sehen die Pflanzen aus? Was davon verwendet man? – und vor allem wie? Dazu selbstverständlich die Inhaltsstoffe und welche Wirkung diese auf den menschlichen Körper und/oder Geist haben. Welche Mythen ranken sich um die jeweilige Pflanze? Wie sieht es mit echtem Wissen darüber aus?

Die Autorin schließt mit Ihrem Buch so manche Wissenslücke oder räumt mit Vorurteilen auf. – Wer kennt das zum Beispiel nicht: kaum bückt man sich bei der Wanderung durch den Wald nach einer Beere oder einem Pilz, schon warnt uns jemand vor den Eiern des Fuchsbandwurms, die daran haften könnten. Zwar kann der Fuchsbandwurm im menschlichen Körper schwere Infektion verursachen, aber dass das wirklich passiert, ist ungefähr so wahrscheinlich wie einen Sechser im Lotto zu haben oder nach dem Kauf einer Yucca Palme eine Vogelspinne im Haus zu haben.

Im Anhang des Buches gibt es ein Rezeptregister und einen Sammelkalender für Wildkräuter. Das wirklich empfehlenswerte Buch ist broschiert, hat 208 Seiten und ist durchgängig farbig gedruckt. Die Fotos sind von Sammy Hart.

Über die Autorin: Gabriele Leonie Bräutigam M.A, studierte Soziologie, Germanistik, Philosophie. Sie ist zertifizierte Kräuterführerin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema „Wildpflanzen und Ernährung“. Ihr Wissen gibt sie in Seminaren und Wildkräuterwanderungen mit Kochkurs weiter. Ihre Rezepte sind nach eigener Aussage „Ganz einfach – sonst macht’s eh keiner und dann hilft’s gar nichts!“.

Wilde Grüne Smoothies

Buch direkt bei der Autorin kaufen:

Gabriele Leonie Bräutigam
Wilde grüne Smoothies
208 Seiten, Broschur
Verlag: Hans-Nietsch-Verlag
Auflage: 1. Auflage Februar 2014
Format: 23,8 x 16,8 x 1,4 cm
Preis: 18,90 €


2 Antworten : “Wilde grüne Smoothies – Ein Buchtipp”

  1. Herbalista sagt:

    Praktisch und schön – so war es gedacht. Frohe Ostern!

  2. Hill sagt:

    Ich habe mit dem Begriff Smoothies auch lange nichts anfangen können, aber der intermediale Hype um die frisch gepressten Obst und Gemüsesäfte ist auch nicht an mir vorbeigezogen:). Als ich letztes Wochenende im Kino war gab es dort auch einen Stand mit grünen Smoothies doch deren farbliche Grundlage war Blattpulver. Ich werde mir dieses Buch auf jeden Fall zulegen, zudem wir auf dem Balkon verschiedene Kräuter angepflanzt haben und dafür passende Smoothie und Kochrezepte suchen.

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  1. Schmausepost vom 18. April 2014 - Newsletter | Schmausepost - […] Cock­tails aus dem Gar­ten: Bis vor Kur­zem hat sich Peter von „Aus mei­nem Koch­topf“ stand­haft gewei­gert, das Wort „Smoot­hie“ in…

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