Mosel erleben im Brauneberger Hof

Brauneberger Hof

Wer nach einem sehr guten Essen sein müdes Haupt ins frisch gemachte Bettchen eines gemütlichen Hotelzimmers legen – und auch noch Aussicht auf einen schönen Garten sowie ein feines Frühstück haben will – sollte Ausblick nach bestimmten Qualitäts-Kriterien halten. Eines davon ist das Landidyll-Zeichen am Hoteleingang.

Manchmal als echtes Gütesiegel gleich neben dem Hoteleingang angebracht, meist zwischen ein bisschen lässig und schief angeklebten Stickern des Michelin-Führers, des Gault-Millaut, einer- oder mehrerer Feinschmecker-Auszeichnung, dem Varta-Führer oder auch der Slow Food Schnecke.

Wer sogar alle genannten Kriterien zusammen vorfindet, dem sei zu wünschen, er wäre im Landidyll Hotel Restaurant Brauneberger Hof **** an der Mosel angekommen.

Der Brauenberger Hof liegt – wie der Name schon sagt – in Brauneberg, einem kleinen Örtchen mit nicht einmal 1.200 Einwohnern unweit des bekannten Fachwerk-Städtchens Bernkastel-Kues in Rheinland-Pfalz. Und auch nur wenige Schritte vom Moselufer entfernt!

Der Braueneberger Hof war die dritte Station, an der wir auf unserer Tour – immer der Mosel entlang – halt machten, um hier zwei Nächte möglichst sanft zu schlummern. Also ein drittes Landidyll Hotel, nach dem Besuch im Landidyll Moselhotel Hähn und dem Hotel Weinhaus Halfenstube.

in Bernkastel-Kues
Das Fachwerkstädtchen Bernkastel-Kues ist nicht nur für seinen berühmten Riesling bekannt, es ist auch ein Magnet für Touristen aus aller Welt, die hier ihr Deutschlandbild bestätigt finden.

Die gute Seele und Chefin im Brauneberger Hof ist Hilde Conrad. Leider steckt sie derzeit in einer Zwickmühle, denn wie überall hier, gibt es nicht nur eine herrliche Gegend zu genießen, sondern auch Personalmangel ohne Ende. Davon abgesehen, ist es ein Problem, adäquate Nachfolger für das Qualitäts-Hotel zu finden. Hildes Sohn Martin hat sich längst auf den Weinbau spezialisiert. Das Weingut der Familie, durch das uns Hilde Conrad führte, liegt gleich auf der anderen Straßenseite des Brauneberger Hofes.

Tradition des Weingutes und der Familie Conrad

Die Weingutsbesitzer Conrad blicken stolz auf ihre erste urkundliche Erwähnung, die aus dem Jahr 1558 stammt. Den Namen und den Weinbau führen die Conrads bereits in der 14. Generation. Schon die römischen Belagerer haben hier im 4. Jahrhundert nach Christus intensiv Weinbau betrieben und sich um die Pflege dieses Kulturguts verdient gemacht.

Martin Conrad, bewirtschaftet das knapp 6,0 Hektar große Weingut seit 1998. Die Rebfläche besteht fast ausschließlich aus traditionellen Riesling-Schiefersteillagen. Über ein Drittel liegt in den weltbekannten und bei Kennern geschätzten Lagen „Brauneberger Juffer“ (Jungfer) und „Brauneberger Juffer-Sonnenuhr“.

Bei der Rebenpflege legt Martin Conrad weitgehend Wert auf ökologische Gesichtspunkte. Damit wird versucht, ein Gleichgewicht zwischen Natur und Weinbau zu schaffen. Statt auf Menge wird auf schonende Bearbeitung, Naturbelassenheit und Qualität gesetzt.

Hilde Conrad, Eigentümerin und gute Seele des Brauneberger Hofes
Hilde Conrad, die gute Seele des Brauneberger Hofes

Alte Weinpressen werden in Weindörfern gerne als Blickfang aufgestellt
Alte Pressen werden in Weindörfern gerne als Blickfang aufgestellt

Riesling Weinhefen von Martin Conrad
Riesling Weinhefen von Martin Conrad

Wein von Martin Conrad
Etiketten für den Wein von Martin Conrad
 

Zimmer Nummer 13 im Brauneberger Hof

Ob Aberglaube oder nicht: in vielen Hotels gibt es eine Lücke zwischen den Zimmer-Nummern 12 und 14. Häufig fehlt sogar die komplette 13. Etage. Im Brauenberger Hof gibt es zum Glück gar nicht so viele Etagen und obwohl die Zahl 13 im Volksmund als Unglückszahl gilt, hatten wir keinerlei Probleme mit dieser Zimmernummer. Nur ein bisschen überrascht hat sie uns.

Zimmer Nummer 13
 
Überrascht hat uns am Abend auch das fulminante 5-Gang-Menü, das uns Frau Conrad in ihrem schönen Restaurant serviert hat.

Hier gibt es neu renovierte Räumen, die mit modernen Farben und einem klaren Einrichtungskonzept auf sich aufmerksam machen und mit einer sehr gelungenen Beimischung von antiken Möbelstücken und alten Stichen aufgewertet werden. Darüber hinaus lassen Fachwerkgemäuer und Rundgewölbe von etwa 1750 in diesem Anwesen ein Stück moselländischer Kultur lebendig werden.

Ganz besonders stolz ist Frau Conrad auf die Integration und den Erhalt alter Fliesen von Villeroy & Boch sowie das originale Brunnenrohr zur internen Wasserversorgung in der ehemaligen „Kisch“ (Küche) des Hauses, heute ein gemütlicher kleiner Raum im Restaurant.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil

Eine immer wieder gern genutzte Quelle moselländischer Kochkunst liefern dem Team die gesammelten, handgeschriebenen Küchengeheimnisse der Familie Conrad aus 150 Jahren. Wobei es nicht immer einfach ist die alten Handschriften zu entziffern.

Das Küchenkonzept im Brauneberger Hof sieht daher vor: Raffiniertes einfach und Einfaches raffiniert zuzubereiten. Dies gilt für regionale Spezialitäten wie auch für neuzeitliche Kreationen. Das Ergebnis ist eine leichte Frischeküche mit – wann immer möglich – Produkten aus der Region. Nicht umsonst ist der Brauneberger Hof auch Unterstützer von Slow Food Deutschland e.V.

Unser Menü im Brauneberger Hof

Das Bild des Süppchens ist uns leider entwischt…. 😉 Die war zu schnell aufgegessen

Ausflüge ab dem Brauneberger Hof

Selbstverständlich eignet sich das schöne Domizil bestens für Ausflüge in die Umgebung. Sei es eine kleine Radtour auf dem Mosel-Radweg (z.B. nach Bernkastel/Kues), ein Ausflug nach Trier (nur 44 km), eine Schifffahrt, Wanderungen in den Weinbergen, Besuche in den Straußwirtschaften und, und, und.

Am bemerkenswertesten fand ich aber das Motto des Tourismusverbandes von Brauneberg, der mit Begriffen wirbt, die da einfach lauten: Entspannen, gut Schlafen, Logieren, Ferien erleben!

Das gefällt mir. Gehen einem doch die weltweiten – größer, höher, schneller, weiter, extremer und noch lauter – Reisen gewaltig auf den Sack Geist. Wer also an die Mosel kommen möchte, sollte sich um ein Zimmerchen im Brauneberger Hof bemühen (es muss ja nicht Zimmer 13 sein)! Hier begrüßt einen nicht nur ein Lächeln – hier kann man echt die Seele baumeln lassen!

Entspannen, gut Schlafen, Logieren, Ferien erleben

In eigener Sache:
Wir waren im Landidyll Hotel-Restaurant Brauneberger Hof eingeladen! Die Pressereise fand mit freundlicher Unterstützung von Landidyll Hotels & Restaurants statt. Organisation: Feuer & Flamme. Die Agentur. Die Einladung ändert aber nichts an meiner persönlichen Meinung.

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