Das Foodcamp Franken im Weinberg

Immer frisch in der Genussregion Franken - Foto: Petra Hildebrandt

Selbst auf die Gefahr hin, dass manchem/r LeserIn die Berichterstattung über das Foodcamp und die Genussregion Franken langsam auf den Keks geht, möchte ich den letzten Teil (ich schwöre heilige Eide!) doch noch in ein paar Worte fassen und die letzten Fotos zeigen.

An einem Foodcamp teilzunehmen, ist für einen Foodblogger nicht automatisch nur Genuss. Denn während jeder normale Mensch alles genießen und beschwingt vom Wein nach Hause schwanken würde, verspüren Foodblogger stets den Drang sich mitzuteilen und die geneigte Leserschaft womöglich am Erlebten teilhaben zu lassen. Erst recht, wenn es um eine so tolle Veranstaltung geht, wie das Foodcamp Franken eine war.

Darüber habe ich schon mehr oder weniger ausführlich hier und hier und hier in Wort und Bild ausgelassen. Wem das noch nicht genug ist, kann sich durch die komplette Linksammlung klicken, in der auch die Berichte der anderen Teilnehmer über die Genussregion Franken gesammelt werden.

Getrunken wurde, was die Genussregion Franken hergibt!

Zu erzählen gibt es von meiner Seite nur noch ein paar Zeilen über das, was beim Foodcamp Franken getrunken wurde. Und das könnte auch für Sie als LeserIn interessant sein, denn die Gelegenheit, Wein aus der Genussregion Franken, tolle Winzer und deren Produkte kennen zu lernen, ohne dass hier Werbung für den ein oder anderen gemacht werden soll, hat man ja nicht alle Tage.

Neben der fantastischen Weinbegleitung zum Menü im Essigbrätlein, hatten wir an unserem ersten Kochabend am Freitag in der Mobilen Kochkunst den Winzer Christian Stahl zu Gast.

Natürlich hat er uns wunderbare Weine mitgebracht, die es wirklich schwer machten, daraus einen Favoriten zu benennen. Aber das verlangte zum Glück auch niemand von uns. Das Spiel auf den tollen Etiketten mit dem Familiennamen und den Bezeichnungen der Weine finde ich übrigens ebenso fantastisch (Foto unten).

Stahl-Weine

Eine etwas unglückliche Rolle musste noch am selben Abend Christian Ehrlich von der Weinmanufaktur „3 Zeilen“, aus Rödelsee (nahe Kitzingen), als zweiter Winzer spielen. Was aber nicht heißt, dass die Weine aus seiner kleinen Manufaktur, die selbstverständlich biologisch ausgebaut werden, im Vergleich untergegangen wären.

Es war lediglich von der Organistaion her nicht ganz optimal, dass zwei derart engagierte Winzer um die Gunst der Trinker fast schon „buhlen“ mussten. Die Weine des experimentierfreudigen Christian Ehrlichs sind alle handgemacht, nur in limitierter Auflage zu erwerben und werden trocken und als Landwein in 0,5 Liter Flaschen gezogen.

Besuch im Weinberg in Thüngersheim

Dass die gesamte Genussregion Franken nicht nur mit tollen Winzern gesegnet ist, sondern auch die größte Dichte an Brauereien weltweit aufweist, konnten die Foodcamp-Teilnehmer bereits am ersten Tag der Veranstaltung feststellen (siehe Linksammlung). Der Besuch bei Gänstaller Bräu war dafür mehr als exemplarisch und der Großeinkauf im hiesigen Landbierparadies ein absolutes „muss“. Schließlich stammten viele der Foodcam-Teilnehmer aus fernen Landesteilen, die nicht einmal zu Bayern gehören 😉

Am Samstag stand der Besuch des Weinguts Bickel-Stumpf in Thüngersheim am Main auf dem Programm. Das wunderbare Gebäck von Arnd Erbel hatte sich gerade ein bisschen gesetzt, als uns der junge Winzer Matthias Stumpf einen exclusiven Blick hinter die Kulissen seiner Thüngersheimer Produktionsstätte gewährte.

Eine Flasche Twentysix - In der Genussregion Franken

Wem der Name des Weinguts Bickel-Stumpf von Besuchen in Frickenhausen bekannt vorkommt, kann beruhigt sein: die beiden Güter gehören durch eine Hochzeit im Jahr 1976 zusammen. Wobei Matthias Stumpf meinte, die Winzerkeller in Frickenhausen seien zwar toll und alt, aber besser arbeiten ließe sich einfach in Thüngersheim.

Der Bockbeutel hat ausgedient

Wer dem jungen Winzer aufmerksam zuhörte, konnte Aufschlussreiches über die einzelnen Lagen der Weinberge, über Muschelkalk und Buntsandstein, über sich bekämpfende Hefen und über Schwefel, über Gutswein, Ortswein und erste Lagen erfahren. Frankenwein in Bocksbeuteln führt heute übrigens dazu, dass dieser wie Blei in den Regalen der Supermärkte liegt.

Ein sehr interessantes Thema waren die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie man generell mit dem noch jungen Wein umgehen kann und wieviel Aufmerksamkeit man darin investieren muss. Dass die unterschiedlichen Vorgehensweisen innerhalb der Familie, und sogar generationenübergreifend zu Diskussionen führen können, fand ich sehr aufschlussreich. – Für den Rest lasse ich einfach die Bilder sprechen. Denn „richtigen“ Wein gab es erst oben im Weinberg zu trinken.

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