Wirsingrouladen mit Majoran

Wirsingrouladen mit Majoran

Wirsing wird in der Regel von Oktober bis April geerntet und ist mit seinen kraus gewellten Blätter im Detail eine richtige Schönheit (siehe Bild 2). In manchen Landstrichen wird der Wirsing auch Welschkohl oder Welschkraut genannt, die Schweizer bezeichnen ihn mit „Wirz“. Die Zubereitung des folgenden Wirsing-Rouladen Rezeptes dauert dauert zwar etwas, gelingt aber leicht. Probieren Sie es aus.

So wird es gemacht: Wirsingrouladen mit Majoran

Zutaten für 4 Personen:
* 1 Kopf Wirsing
* 300 g Kartoffeln (gekocht)
* 150 g Schweinefleisch (mager)
* 150 g geräucherten Schweinebauch
* 150 g Bratwurstbrät,
* etwas Milch
* 1 EL Butter
* 1 Zwiebel
* 1 Knoblauchzehe
* 1 Brötchen
* 2 Eier
* 1 Msp. Muskat
* einige Zweige frischer Majoran
* Salz + Pfeffer.

Zubereitung der Wirsingrouladen mit Majoran:
Zunächst die Kartoffeln kochen und auskühlen lassen, am besten verwendet man welche vom Vortag. Von dem Wirsingkopf die äußeren 2-3 Blätter entfernen. Dann weitere 8-12 große Blätter von dem Kohl lösen, indem man diese vom Strunk schneidet.

Die Blätter nach und nach in einem sehr großen Topf mit kochendem Wasser 1-2 Minuten blanchieren  und dann sofort in Eiswasser legen. Die dicken Blattrippen der blanchierten Blätter mit einem scharfen Messer flach schneiden, ohne dabei die ganzen Blätter zu verletzen.

Den Rest des Wirsings kann man einige Tage aufbewahren und für andere Gerichte verwenden.

Wirsingrouladen mit Majoran
Rohe Wirsingblätter vom Kopf gelöst. Das Rohmaterial für die Wirsingroulade mit Majoran

Wirsingrouladen mit Majoran
Damit man die Wirsingrouladen mit Majoran gut wickeln kann, wird der dicke Strunk der Wirsingblätter flach geschnitten

Die Butter erhitzen und die klein gehackte Zwiebel und den Knoblauch darin glasig schwitzen und auskühlen lassen. Unterdessen das magere Schweinefleisch und den Bauchspeck in kleine Würfel schneiden. Das Brötchen ebenfalls in kleine Würfel schneiden und mit der heißen Milch übergießen. Fleisch, Speck, die Butter-Zwiebel-Mischung, Brötchen, Bratwurstbrät und Eier sowie Pfeffer und Salz kräftig zu einer homogenen Masse verkneten.  Die Masse noch mit dem Majoran (von den Stilen gezupft) und mit einer Messerspitze gemahlener Muskatnuss würzen.

Die Wirsingblätter auslegen und, je nach vorhandener Topfgröße, zwei bis drei Rollen formen, in dem man die Fleischmasse auf den Wirsingblättern verteilt und daraus Rouladen formt, die kräftig in Alu- oder Klarsichtfolie verpackt werden. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, die Rollen einlegen und bei milder Hitze etwa 80-90 Minuten ziehen lassen. Die Rollen auspacken, schräg aufschneiden und sofort servieren.

Die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden (etwa 1×1 cm) und in etwas Butterschmalz knusprig braten, mit Salz und Pfeffer würzen, ggf. vor dem Servieren noch einige Majoranblättchen darüber geben.

Tipp: Aus dem restlichen Wirsingkopf kann man ganz einfach einen Rahmwirsing machen. Das geht so: Strunk aus dem Wirsing schneiden, die Blätter ebenfalls lösen und blanchieren (siehe oben). Das blanchierte Gemüse in 2 cm breite Streifen schneiden. Etwas Speck und eine Zwiebel klein schneiden, in Butter anschwitzen, mit 100ml Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Dann 200 ml Sahne angießen und ebenfalls etwas einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, ggf. Kräuter dazu geben (Majoran). Die Streifen des Wirsings zum Schluß einige Minuten in die Soße mit einlegen und so lange garen, bis er den gewünschten „Biss“ erreicht hat.

Wirsingrouladen mit Majoran
Wirsingrouladen mit Majoran

Wirsingrouladen mit Majoran
Wirsingrouladen mit Majoran

Wirsingrouladen mit Majoran
Wirsingrouladen mit Majoran

4 Antworten : “Wirsingrouladen mit Majoran”

  1. Klaus sagt:

    Experiment läuft…..
    aber was mach ich mit den Kartoffeln? 😉

    • Uuups. Da fehlt wohl ein Satz, weil ich das Rezept zuletzt mit Baguett serviert habe.
      Wird hiermit nachgereicht:
      Die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden (etwa 1×1 cm) und in etwas Butterschmalz knusprig braten, mit Salz und Pfeffer würzen, ggf. vor dem Servieren noch einige Majoranblättchen darüber geben.
      Ich hoffe es hat gemundet…?

      • Klaus sagt:

        Es hat gemundet, danke der Nachfrage.
        Allerdings hab ich die Kartoffeln in die Füllung eingearbeitet.
        So spart man sich die Beilage 😉

  2. Das Innere erinnert mich an den pfälzische Saumagen, sieht gut aus.

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