Gerösteter Spargel mit Bärlauch-Pesto auf Speck-Carpaccio

Gerösteter Spargel mit Bärlauch-Pesto auf Speck-Carpaccio

Natürlich ist Carpaccio rohes Rindfleisch, und kein Südtiroler Speck. Aber der Begriff Carpaccio hat sich seit 1950, als das Gericht in Harry’s Bar in Venedig erfunden wurde, zu einem vielbenutzten Synonym entwickelt, für alles was man sich sehr dünn geschnitten auf den Teller legt.

Käse und Wurst haben es generell noch nicht so weit gebracht. Dass hier der Südtiroler Speck trotzdem so bezeichnet wird, ist nur der Schönheit des Gerichts geschuldet. Oder wenigstens seinem schönen Namen. Gerösteter Spargel mit Bärlauch-Pesto auf Speck-Carpaccio klingt einfach wesentlich besser als Spargel aus der Pfanne auf Speckscheiben.

Südtiroler Speck ist übrigens eine geschützte geographische Angabe (g.g.A.) der Europäischen Union, die bereits seit 1996 den rohen Schinken der italienischen Provinz schützt. Das Produkt ist mild geräuchert und mindestens 22 Wochen gereift.

Gerösteter Spargel mit Bärlauch-Pesto auf Speck-Carpaccio

Gerösteter Spargel mit Bärlauch-Pesto auf Speck-Carpaccio

Auch wenn der Titel lang und kompliziert klingt, es handelt sich hier um ein einfaches, schnelles Gericht, das auf jeden Fall alltagstauglich ist. Die Komponenten sind jederzeit austauschbar. Anstelle des Südtiroler Specks tut es auch ein anderer milder Rohschinken und sollte die Bärlauchzeit schon zu Ende sein, empfiehlt sich ein anderes Pesto. Egal ob mit Basilikum, Rauke oder Petersilie.

Gerösteter Spargel und die Zutaten für 4 Portionen:
* 500 g weißer Spargel
* 200 g Südtiroler Speck
* 2 EL Butter
* einige Tropfen neutrales Öl

Zutaten ür das Bärlauch-Pesto:
* 1 dicker Bund Bärlauch
* 75-100 g geschälte Mandeln (oder Pinienkerne, Cashew oder Macadami)
* ca. 200 ml feines Olivenöl
* 1 Limette (Saft + Abrieb der Schale) oder eine Bio-Zitrone
* ca. 1 TL Salz
* 50 g frisch geriebener Parmesan
* ½ TL gemahlener Pfeffer

Zum Rezept für Bärlauch-Pesto geht es hier entlang. Natürlich kann man das Bärlauch-Pesto auch mit Cashewkernen zubereiten. Sehr delikat wird es auch mit Walnusskernen und Walnussöl.

Gerösteter Spargel

Den Spargel waschen und die Enden abschneiden. Die Stangen schälen. Den Spargel schräg in knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden.

Den Südtiroler Speck in hauchdünn geschnittenen Scheiben kaufen, die Speckscheiben fächerartig auf den Tellern auslegen.

Die Butter mit einigen Tropfen neutralem Öl in einer Pfanne erhitzen. Spargel zugeben und bei mittlerer Hitze in 5-6 Minuten bissfest rösten, dabei häufig umrühren. Den Spargel mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Speck verteilen. Das Bärlauch-Pesto darüber träufeln und sofort servieren.

Gerösteter Spargel mit Bärlauch-Pesto auf Speck-Carpaccio

Gerösteter Spargel mit Bärlauch-Pesto auf Speck-Carpaccio

5 Antworten : “Gerösteter Spargel mit Bärlauch-Pesto auf Speck-Carpaccio”

  1. Nicole sagt:

    Hallo Peter,

    das sieht wieder fantastisch aus. Ich habe noch einen Rest Bärlauchpesto im Kühlschrank. Jetzt weiß ich was ich damit anstelle. Danke für diese Idee.

  2. Sonja sagt:

    Hallo lieber Peter!
    Vielen Dank für deine schnelle Antwort!
    Tja, es könnte schon sein dass der Mixer zu heiß wird… es ist ein recht alten Gerät. Ich werde das überprüfen.
    Andererseits ist das Öl das wir verwenden auch hausgemachtes aus Kroatien, und das ist teilweise schon sehr sehr bitter. Vielleicht steige ich auch mal auf handelsübliches Olivenöl um für die Pestos. Welche Marke bevorzugst Du denn?
    Monmentan bin ich aber sowieso gerade auf einem ganz anderen trip, und zwar befasse ich mich gerade mit der Antik-Römischen Küche – guck mal, das ist so spannend und interessant!
    http://alltagsgourmets.blogspot.de/2015/05/kaninchen-mit-honig-feigen-und-orangen.html
    Ich bin total fastziniert davon!

  3. KochBock sagt:

    Sehr leckeres Rezept! Lieben Gruß vom Münchner KochBock!

  4. Sonja sagt:

    Hallöchen!
    Das sieht ja mal wieder immens lecker aus!
    Da wir auch sehr viel Bärlauch im Garten haben, er innerhalb einer stark begrenzten Zeit in Mengen verfügbar ist und danach für den Rest des Jahren nicht mehr- mache ich natürlich auch Pesto daraus.
    Mein Pesto ist allerdings ohne Nüsse oder Parmesan, dafür mit etwas mehr Gewürzen, auch Gemüsebrühe einbezogen und ebenfalls etwas Zitrone und Knoblauch. So ist es etwas vielseitiger Verwendbar. Außerdem benutze ich zusätzlich zum Olivenöl auch einen Teil Pflanzenöl ( Sonnenblume ) da oft beim starken Mixen von nativem Ölivenöl meinem Eindruck nach ein leicht bitterer Geschmack entsteht- hast Du diese Erfahrung auch schon gemacht?
    Ganz liebe Grüße, freue mich über Rückmeldung
    Deine Sonja

    • Hallo Sonja,
      dass gutes Olivenöl auch ganz leicht bitter schmecken darf, ist bekannt und damit habe ich keine Probleme. Wenn sich der Geschmack des Öles erst durch das Mixen verändert, liegt das vielleicht am Mixer (zu lange, oder läuft zu heiß?).

      Leckere Grüße nach Lauf
      Peter

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