Herzhafte Dampfnudeln mit Linsencurry

Dampfnudeln mit Linsencurry

Ein Rezept für herzhafte Dampfnudeln gibt es zwar schon in meiner Sammmlung, die Dampfnudeln werden dort aber mit einem Paprika-Rahmkraut serviert. Der Grundteig ist der selbe wie hier, das ganze Gericht geht aber in eine völlig andere Richtung.

Die herzhaften Dampfnudeln mit Linsencurry, die wir uns nachfolgend zubereiten, sind ebenfalls echter Soulfood und nach meiner Meinung bestens für kalte, feuchte Tage geeignet, an denen der Wind ungemütlich ums Haus pfeift. – Es muss nicht immer Fleisch sein, weshalb das Gericht vegetarisch daherkommt.

Wenn der Wind ungemütlich ums Haus pfeiftVegetarier benötigen besonders viele Hülsenfrüchte wegen ihres hohen Eiweißgehalts, weshalb ich mich für ein Linsencurry zu den herzhaften Dampfnudeln entschieden habe.

Rote oder Gelbe Linsen?

Wer sich mit Linsen auskennt, wird aus optischen Gründen vielleicht lieber Rote oder Gelbe Linsen verwenden. Mir ist die Idee mit dem Linsencurry erst gekommen, als meine Berglinsen bereits eine Stunde zum einweichen im Wasser lagen. Da gab es dann kein zurück mehr auf eine andere Linsensorte.

Die hübsche Karotte auf den Fotos muss nicht unbedingt sein, sie stellt nur einen Platzhalter dar, für irgend ein Gemüse, mit dem man das Gericht noch abrunden könnte. Wenn man will.

Herzhafte Dampfnudeln mit Linsencurry – Zutaten und Rezept

Dampfnudeln mit Linsencurry

Für die Dampfnudeln benötigen wir folgende Zutaten (4 Personen):
* 300 g Mehl
* 25 g frische Hefe
* 1 Prise Zucker
* 125 ml Milch
* 1 ganzes Ei
plus
* 1 Eigelb
* 1 TL Salz (gehäuft)
* 30 g weiche Butter
* weiteres Mehl zum Kneten und Formen
Für die herzhafte Variante zusätzlich
* 1 Zwiebel
* 3 EL Thymianblättchen
* 1 EL neutrales Öl
* Salz, Pfeffer
Zum Garen benötigt die herzhafte Dampfnudel:
* ca. 60 g Butterschmalz
* 40 g Butter
* 75 ml Milch

Tipp: Wenn vorhanden, sollte man die herzhaften Dampfnudeln am besten in einer großen, beschichteten Pfanne mit hohen Rand und passendem Deckel garen.

Die Dampfnudeln zum Linsencurry: so geht das!

Die Hälfte der Milch nur leicht erwärmen. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe in kleinen Stücken in die Kuhle bröseln, den Zucker darüber streuen und die warme Milch darüber gießen. Mit wenig Mehl vermischen, die Schüssel mit einem frischen Küchentuch abdecken und den Vorteig bei Zimmertemperatur ca. 10-15 Minuten gehen lassen.

Wenn danach die Hefe mit dem Zucker schon eine Reaktion zeigt: Butter, Salz, die restliche Milch, Ei und Eigelb in die Teigschüssel geben um alles zu einem geschmeidigen Teig zu verkneten. Diesen wieder abgedeckt an einem warmen Ort in der Wohnung ca. 30 Minuten gehen lassen, bis der Teig annähernd auf doppelte Größe angewachsen ist.

Unteressen die Zwiebel schälen, würfeln und bei milder Hitze in wenig Öl glasig anbraten. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, dann abkühlen lassen.

Den gegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals durchkneten, dabei die angedünstete Zwiebel und den Thymian einarbeiten. Den Teig in acht gleich große Stücke teilen und mit bemehlten Händen zu Kugeln formen. Die Kugeln nach Möglichkeit nochmals 15 Minuten gehen lassen.

Danach in einer beschichteten Pfanne oder einem großen flachen Topf das Butterschmalz, Butter und etwas Milch erhitzen. Die Dampfnudeln hineinsetzen. Zugedeckt (der Deckel sollte dicht sein) bei milder Hitze ca. 20 Minuten garen. Den Deckel dabei nicht öffnen, die Dampfnudeln werden nicht gewendet. Nach 20 Minuten sollten Milch, Butter und Butterschmalz fast völlig aufgesaugt sein.

Dampfnudeln mit Linsencurry

Herzhafte Dampfnudeln mit Linsencurry

Die Linsen mit kaltem Wasser waschen und dann in einer Schüssel mit Wasser die Linsen für mindestens zwei Stunden einweichen. – Einen Hinweis darauf Warum man das tun sollte, finden Sie nach dem letzten Foto am Ende des Beitrags.

Linsencurry-Zutaten für vier Personen:
* 300 g Berglinsen (oder Rote/Gelbe Linsen)
* ca. 500 ml Gemüsebrühe
* 2 Zwiebeln
* etwas neutrales Öl zum anbraten
* 1 kleine Chilischote
* 3 Zehen Knoblauch
* 30 g Ingwer
* 1 TL Kurkuma
* 2 TL Mumbai-Curry (Curry Mumbai Gewürzmischung Ingo Holland bei Amazon)
* 1 Messerspitze Zimt
* 1 Lorbeerblatt
* 2 Karotten
* 2 Stangen Staudensellerie
* 2-3 EL Sahne

Curry-Mumbai
Eine wunderbare Currymischung ist dieser, leicht fruchtige und milde Curry-Mumbai

Linsencurry

Die Zwiebeln schälen und fein schneiden. Auch die Karotten und den Stangensellerie sehr klein schneiden. Die Gemüsewürfelchen sollten nicht größer als die Linsen sein. In einem Topf mit etwas neutralem Öl die Zwiebeln anschwitzen, Linsen, Knoblauch, Chili, Ingwer, Kurkuma und Curry zugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen, so dass die Linsen gerade so bedeckt sind.

Ein Lorbeerblatt einwerfen. Die Linsen ca. 30 Minuten weich köcheln, dabei immer wieder Gemüsebrühe angießen. In den letzten 10 Minuten das Gemüse zu den Linsen geben und mitgaren.

Zuletzt die Linsen abschmecken. Um die Soße etwas einzudicken nehmen wir einige Esslöffel voll des Linsengmüses (mit viel Flüssigkeit) in einen kleinen Mixer, gießen die Sahne an und mixen das ganze sehr fein auf. Danach alles zusammenrühren. Fertig. Herzhafte Dampfnudeln mit Linsencurry Servieren.

Dampfnudeln mit Linsencurry
Dampfnudeln mit Linsencurry. Ein bisschen scharf und schön würzig. Die Dampfnudeln mildern das Gemüse ab.

Jeder stellt sich irgendwann die Frage: warum sollte man Hülsenfrüchte einweichen? Die werden beim Kochen doch auf jeden Fall weich?! – Die Antwort lautet natürlich: ja – aber.

Tipp! Wenn man zum Beispiel Linsen einfach nur kocht, werden sie von außen nach innen weich gekocht. Das heißt die Hülle kann schon ziemlich matschig sein, während das Innere der Linse noch immer “kernig” ist.
Weicht man Hülsenfrüchte dagegen ein, hat man einen gleichmäßigeren Garvorgang, erzielt also ein besseres Ergebnis, weil die gesamte Hülsenfrucht ihre Struktur behalten kann.

A N Z E I G E

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