Sommer-Risotto – Rezept Sommerrisotto

Sommer-Risotto - Rezept Sommerrisotto

Mein Sommer-Risotto. – Obwohl man der oder das Risotto sagen kann, gelingt es mir nicht, mich den Italienern anzuschließen. Da es auf italienisch „il risotto“ heißt, also mit männlichem Artikel, ordne ich mein Risotto trotzdem lieber als sächlich ein und nenne es das Risotto.

Natürlich ist es der Risottoreis. Bestes Gelingen setzen die Sorten Arborio, Vialone, Maratelli und Carnaroli voraus. Aber das fertige Gericht ist bei mir immer das Sommer-Risotto, das Herbst-Risotto oder das Wasweißich-Risotto.

Am Ende dieses Rezepts finden Sie übrigens eine kurze Auflistung aller Risotto-Rezepte, die bei uns als wunderbar eingestuft und deshalb auch veröffentlicht wurden.

Was ein bisschen ungewöhnlich ist, ist ein Sommer-Risotto an sich. Denn schließlich ordnen viele Menschen ein Risottogericht als Beilage ein, was schon der erste Fehler ist.

In Italien wird ein Risotto – ebenso wie die Pasta als primo piatto – also als erstes Hauptgericht serviert.

Das Sommer-Risotto ist keine Beilage

Ein gutes Risotto kann als Gericht durchaus für sich alleine stehen, schließlich wird es – häufig wie die Pasta – durch bestimmte Zugaben in bestimmte Geschmacksrichtungen gedrängt.

Was nun die Verwendung eines Sommer-Risottos als Gericht an einem heißen Sommertag betrifft, so hat sicher die Köchin/der Koch wenig Freude daran, sich relativ lange neben den Herd stellen zu müssen, um das Gericht zu köcheln und dabei dauernd zu rühren.

Das ist aber schon das einzige kleine Problem.

Eine bisschen Salat dazu – vielleicht eine echte kleine Caprese (Tomaten, Mozzarella, Basilikum – so Rot, Weiß und Grün wie die Flagge Italiens) dazu, fertig ist das Sommergericht.

Sommer-Risotto - Rezept Sommerrisotto
Sommer-Risotto – Rezept Sommerrisotto

Rezept Sommer-Risotto

Zutaten für zwei Personen:
* 125 g Risottoreis *) (Arborio oder Carnaroli)
* 100 ml Weißwein
* ca. 750 ml hausgemachte Gemüsebrühe (heiß)
* 1 Schalotte
* 2-3 EL Olivenöl
* 1 große Karotte
* 1 dünne Stange Staudensellerie
* 1 mittelgroße Zucchini
* 1 große Tomate (reif aber fest)
* 70-100 g TK-Erbsen (oder noch besser frische!)
* 4-6 Basilikumblätter
* ca. 30 g Butter
* ca. 50 g Parmesan
* Salz (Vorsicht)
* Pfeffer aus der Mühle

TIPPS – So gelingt Ihr Risotto:
a) verwenden Sie den richtigen Reis (Sorten siehe oben),
b) die Aufguss-Flüssigkeit soll heiß sein, wenn sie an den Reis gegossen wird, und
c) der Reis soll wirklich während der gesamten Garzeit gerührt werden. Das Rühren löst die Stärke aus den Reiskörnern und sorgt somit für die cremige Konsistenz eines Risottos.

Zubereitung Sommer-Risotto:

Beachten Sie: Alles Gemüse sollte in die Größe der recht spät zuzugebenen Erbsen gebracht werden!

Die Karotte schälen und klein würfeln, in etwas Olivenöl für ca. 7-8 Minuten anbraten, dann von der Hitze nehmen. Unterdessen die Schalotte sehr fein wiegen, den Staudensellerie und die Zucchini ebenfalls würfeln.

Die Tomate häuten, die Kerne entfernen, das Fruchtfleisch ebenfalls würfeln.

Die Schalotte im Olivenöl glasig braten, dann den Reis zugeben und mit anrösten, bis alle Reiskörner vom Öl überzogen sind. Mit dem Weißwein ablöschen (der Reis sollte ganz bedeckt sein) und sanft köcheln bis die Füssigkeit fast verschwunden ist.

Mit einem Schöpflöffel gerade so viel von der heißen Gemüsebrühe zugeben, bis der Reis bedeckt ist. Die vorgebratenen Karotten- und die Stangensellerie-Würfelchen zugeben, alles gut durchrühren.

Schritt für Schritt dem Sommer-Risotto immer wieder von der Brühe zugeben.

Nach einer Kochzeit von etwa 15 Minuten die Zucchini einarbeiten, Gemüsebrühe zugeben, schön gleichmäßig rühren und weitere 7-8 Minuten köcheln.

Jetzt dürfen die (angetauten) Erbsen zum Sommer-Risotto, die aber nur 2-3 Minuten benötigen.

Die Butter einrühren, mit Pfeffer würzen, den geriebenen Parmesankäse einarbeiten und erst dann eventuell mit Salz abschmecken.

Vor dem Servieren des Sommer-Risottos die Tomatenwürfel unterheben und mit Streifen der Basilikumblätter bestreut auf den Tisch bringen.

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