Donauwelle. Oder Donauwellen-Kuchen

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Donauwelle? Sie sind am Ziel! Das ist die perfekte Welle! Mehr gibt es dazu im Prinzip nicht zu sagen. Denn in unserer Familie gibt es jede Menge professioneller Kuchenesser, die das gerne bezeugen werden. Dafür gibt es nur eine Amateurin in diesem Fach, die zweifellos viele professionelle Kuchenbäckerinnen in die Schranken verweisen könnte.

Wie ich in diesem Blog schon öfter erwähnt habe, ist für den Bereich „Backen“ die beste Ehefrau von allen zuständig. Sie bäckt seit vielen Jahrzehnten (fast) an jedem Wochenende einen Kuchen. Die Gesamtzahl dürfte sich inzwischen bereits sehr nahe der 2000 Stück bewegen.

Ich erzähle Ihnen das alles nur, damit Sie sich leichter entscheiden können, ob es vernünftig wäre, im Internet jetzt weiter nach einem Rezept für Donauwellen-Kuchen oder auch nur nach Donauwelle zu suchen. Oder ob Sie lieber einer erfahrenen Personengruppe vertrauen, die bereits sehr viel Ahnung hat, von dem, wonach Sie gesucht haben.

Sie brauchen sich übrigens auch nicht die Mühe machen, weiter danach zu fahnden, woher der Begriff Donauwelle kommt. Die Suche wird zu keinem vernünftigen Ergebnis führen.

Denn das Internet ist voll von Menschen die Antworten darauf geben, die aber alle gespickt sind mit „könnte“ „vielleicht“, „eventuell“ oder womöglich mit „womöglich“. Und viele davon haben noch nicht mal eine vernünftige Donauwelle gegessen. Vielleicht auch nur deshalb, weil sie die Donauwelle nur als Schneewittchenkuchen oder Schneewittchentorte kennen? Aber dafür können sie ja nichts.

Rezept Donauwellenkuchen

Zutaten:
* 300 g Mehl
* 250 g Margarine
* 200 g Zucker
* 6 Eier
* 1 Tütchen Backpulver
* 3 EL Kakao
* 2 Gläser Sauerkirschen.

Für die Creme der Donauwelle:
* 1 Vanillepudding
* 250 g weiche Butter
* ½ l Milch
* 50g Puderzucker
* 1 großer Schuß Rum 54%
* 1 Eigelb.

Und obendrauf noch:
* 2 Packungen dunkle Schoko-Glasur

Die Zubereitung des Donauwellenkuchen: Die Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen. Margarine, Mehl, Zucker, Eier und Backpulver miteinander verrühren. Die erste Hälfte des Teiges auf ein Kuchenblech streichen. In die zweite Hälfte des Teiges die 3 EL Kakao einarbeiten. Die dunkle Teigmasse über die erste Schicht verteilen.

Dann die abgetropften Sauerkirschen ebenfalls darauf verteilen. (Die Sauerkirschen sinken beim Backen langsam in den Teig ein). Den Kuchen bei 160 Grad (Umluft) für circa 35 Minuten backen.

Für die Creme zunächst den Vanillepudding mit der Milch nach Vorschrift kochen und anschließend komplett abkühlen lassen. Nun die weichen 250 g Butter (Butter sollte sehr weich, aber keinesfalls flüssig sein) schaumig rühren, das Eigelb, den Puderzucker und den Rum einarbeiten. Jetzt löffelweise den Pudding in die Buttermasse einarbeiten. Die fertige Creme auf den ebenfalls abgekühlten Kuchen gleichmäßig verteilen.

Die Schokoglasur bei niedriger Temperatur im Wasserbad schmelzen (am besten um die 36-38 Grad). Anschließend den Schokoguß direkt auf die Creme auftupfen.

Die Donauwelle, donauwelle kuchen
Donauwelle, Donauwellenkuchen oder auch Donauwellen Kuchen. Die Schreibweise ist egal. Hauptsache köstlich.

Donauwelle, Donauwellenkuchen
Donauwelle, Donauwellenkuchen oder auch Donauwellen Kuchen. Die Schreibweise ist egal. Hauptsache köstlich.

Jetzt noch die Perfekte Welle – Zur Donauwelle

Zu dem Kuchen wird hier noch der passende Song von „Juli“ geliefert. Die Single „Perfekte Welle“ erschien im Juni 2004 und stand über ein halbes Jahr in den deutschen Single-Charts (bis Platz 2) und erreichte zunächst Gold-, später auch noch Platin-Status.

Ab Dezember 2004, nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien, wurde der Song von vielen Radiosendern nicht mehr gespielt, da sich in den Textzeilen nun offensichtliche Doppeldeutigkeiten ergaben. Die Band „Juli“ selbst und auch deren Plattenfirma Universal Music äußerten sogar Verständnis für das Absetzen der Single.


Juli — Perfekte Welle

6 Antworten : “Donauwelle. Oder Donauwellen-Kuchen”

  1. Apple_Iphone sagt:

    Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! 🙂

  2. Dominik sagt:

    Donauwelle ist mein absoluter Lieblingskuchen, allerdings bin ich eher Koch als Konditor. Aber vielleicht sollte ich das ändern, ein gutes Rezept habe ich ja jetzt.

  3. Katrin sagt:

    Das ist ja witzig. Bei uns gab es am Wochenende auch Donauwelle. Leider ist mein Backofen in der neuen Wohnung etwas unzurechenbar und so ist sie leider nicht perfekt geworden. Außen durch und innen flüssig. Aber na ja. Sie schmeckt, das ist ja das Wichtigste.

  4. WildeHenne sagt:

    Also wir sind ja jetzt auch Donauwellen-Fan. Resp. waren es schon immer. Deine super Welle werden wir ausprobieren, nachdem wir ja letzte Woche schon das wunderbare Doppelstock-Donauwellen-Gebilde von gekleckert.de nachgebacken haben.

  5. wie ich sie liebe, die donauwelle. sofort ganz nach vorne auf die liste der nachzubackenden kuchen gelandet 🙂

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