Pfirsichtarte mit Schokostreuseln

Pfirsichtarte mit Schokostreuseln

Streuselkuchen gehört einerseits ein bisschen zu den Langweilern unter den Kuchen. Man weiß nie was einen erwartet, bevor man ihn nicht probiert hat, und der Bäcker oder die Bäckerin kann unter den Streuseln alles mögliche versteckt haben. Am allerlangweiligsten sind für meinen Geschmack pure Streuselkuchen mit nichts darunter.

Was für den Streuselkuchen spricht sind zweifellos die Streusel selbst. Und die Tatsache, dass man ihn ganzjährig backen kann. Selbst an den letzten eiskalten Februartagen, wenn man wirklich nur noch ein paar verschrumpelte Lageräpfel im Keller findet, kann man daraus Streuselkuchen mit Apfelmus machen. Bestens eignet sich auch Aprikosenkompott (aus dem Glas) im Frühjahr dann endlich der Rhabarber, im Sommer Schwarzbeeren, Kirschen und einen neuen Versuch stellt für uns die folgende Variante mit Pfirsichen dar, bevor die nächsten Streusel ihre Bestimmung auf den ersten und letzten Zwetschgenkuchen der Saison finden werden.

Über die Art der Pfirsiche, die in der Pfirsichtarte versteckt werden sollten, gab es bei uns kürzlich eine kleine Diskussionsrunde. Denn die beste Ehefrau von allen plädierte für die Verwendung von Dosenpfirsichen, da aber schließlich noch Pfirsichzeit war, einigten wir uns dann doch auf Weinberg- und normale Pfirsiche. Beide Sorten sollten bereits einen Reifegrad haben, der einen sofortigen Verzehr empfahl.

Zu berichten gibt es nur noch: man sollte als Mann eben doch öfter auf seine Frau hören, denn die angeschafften, sündhaft teuren Früchte, waren das Geld unter den Streuseln nicht wirklich wert. Denn das feine Aroma, speziell der Weinbergpfirsiche, verlor sich durch das Backen weitgehend. Vermutlich hätten es wirklich Dosenpfirsiche auch getan. Trotzdem kann man den Kuchen seinen Gästen durchaus vorsetzen 😉

Pfirsichtarte mit Schokostreuseln – Pfirsichkuchen

Zutaten für den Mürbteig:
* 250 g Mehl
* 1 TL Backpulver
* 100 g Zucker
* 1 Ei
* 1 Tütchen Vanillinzucker
* 100 g Butter
* 2 EL Semmelbrösel
* 50 g Raspelschokolade (Zartbitter)
* 1 kg reife Pfirsiche.
Für die Streusel:
* 100 g kalte Butter
* 80 g Zucker
* 120 g Mehl
* ½ TL Zimt

Zubereitung: Um den Mürbteig herzustellen sollte die Butter weich (aber nicht flüssig) sein. Alle Zutaten in eine Rühschüssel geben und mit dem Knethaken mehrere Minuten zu einem festen Teig kneten. Eventuell mit den Händen nochmals gut durchkneten. Den Teig für ca. 30 Minuten kühl stellen.

Die Pfirsichhaut kreuzweise einritzen, die Früchte für 30 Sekunden in kochendes Wasser legen, dann sofort eiskalt abschrecken und die Haut abziehen. Die Pfirsiche halbieren und entsteinen. Eine Springform (26/28 cm Ø) gut einfetten.

Die Teigmenge dritteln. Etwa 2/3 des Teigs mit einem Nudelholz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (in der Größe der Springform) ausrollen.
Trick: Man kann, mit etwas Geschick, den Teig auch direkt auf dem Boden der Springform ausrollen.

Das letzte Drittel der Teigmenge zu einer Wurst ausrollen die in der Länge möglichst dem Umfang der Backform entspricht und an den Rand der Springform drücken. Den Backofen auf 160° vorheizen (Umluft). Das Paniermehl gleichmäßig auf dem Boden des Kuchens verteilen. Die Pfirsichhälften auf dem Kuchenboden verteilen.

Für die Streusel die kalte Butter in Stücke schneiden. Das Mehl mit dem Zucker, dem Zimt und den Butterstückchen, am besten mit den Händen, zunächst kräftig verkneten bis sich die Butter mit den anderen Zutaten gut vermischt hat. Die bröselige Masse zwischen den flachen Händen zu (nicht zu kleinen) Krümeln verreiben. Die so entstandenen Streusel über den Pfirsichen und danach die Raspelschokolade gerecht darüber verteilen.

Backzeit der Pfirsichtarte mit Schokostreuseln: 55 bis 60 Minuten bei 160 Grad Umluft.

Pfirsichtarte mit Schokostreuseln


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4 Antworten : “Pfirsichtarte mit Schokostreuseln”

  1. *Pssst*
    Ich verrate Dir was – einen Abgrund sozusagen: Ich mag Dosenpfirsiche lieber als frische. Wirklich. Ich kann locker eine Dose öffnen und die einfach so leerfuttern.

    Aber nicht weitersagen, gell 😉

    • Das überrascht mich sehr.
      Es geht doch nix über einen frischen, reifen Weinbergpfirsich.
      Aber unter den Streuseln im Kuchen dann halt offensichtlich doch . . .

      • Ich sag ja… Abgründe 😉

        Soll ich Dir noch einen verraten? Eine Dose Maiskörner öffnen, Wasser abgiessen, Mayonnaise aus der Tube reindrücken, bisschenn Currypulver dazu, umrühren, Füsse auf den Esstisch legen und mit einem Suppenlöffel direkt aus der Dose essen, dazu einen Tatort gucken.
        Ey… gut, dass meine Junghühner nicht bei Dir Blog lesen… ;-)))

        Ich glaub, ich starte mal eine Umfrage, was andere Foodblogger so für Abgründe haben. Da kommen wahrscheinlich die abstrusesten Dinge zu Tage 😉

        • Kann ich absolut nicht nachvollziehen 😉

          Mais gehört zu den wenigen Dingen die ich überhaupt nicht mag. Weder im Salat noch als Gemüse aus der Dose.
          Vielleicht noch mit etwas Selleriesalz zu Gegrilltem… Das wars dann aber schon.

          Die Idee so einen Abgrund-Aufruf zu starten hatte ich auch schon mal.
          Aber ich möchte keine Zusammenfassung davon auf meinem Blog haben…. 😉

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