Referenz-Schäufele

Das fränkische Schäufele

Was man hier sieht, ist ein Referenz-Schäufele aus unserem heimischen Herd. Gaststätten die uns Schäufele verkaufen möchten, müssen sich definitiv daran messen lassen. Der Name des Schäufeles (auch Schäufala oder Schäufelchen) kommt von dem schaufelförmigen Knochen im Schulterblatt des Schweines.

Es gibt auch Landstriche in Franken, da wird das Schäufele als Schäuferle oder Schäuferla bezeichnet, wobei das „r“ in dem Wort absolut nichts verloren hat. Man kann über die falsche Schreibweise allerdings hinwegsehen, wenn die Kruste richtig schön rösch ist!

Das Fränkische Schäufele

In der Schweiz und in Südbaden wird das Fleischstück Schüfeli oder Schiifeli genannt, wird aber von den Metzgern dort ganz anders geschnitten.

Das Fränkische Schäufele ist ein Braten aus der Schweineschulter. Das ganze Stück mit Knochen wiegt ca. 1,2 Kilogramm, wovon 3-4 Leute satt werden können. In Nürnberg gibt es sogar eine Schäufelewärtschaft, die von einem Verein (der seit Jahren gar keiner ist) ins Leben gerufen wurde. Genannt die „Freunde des Fränkischen Schäufele n.n.e.V.“.

Das Schäufele im Gasthaus

In Gasthäusern werden die Schäufle meistens als kleinere Hälften serviert. Das ganze Schäufele wird der Länge nach durchgesägt, die Fettschwarte eingeschnitten und im Ofen für 3-4 Stunden gegart. Das wichtigste an einem Schäufele ist die Kruste, die kleine Bläschen werfen muss, die dabei knackig und rösch bleiben. Das wichtige Tüpfelchen auf dem i.

Das zarteste Teil des Schäufeles befindet sich auf der Unterseite des großen Knochens. Es ist von etlichen Blutgefäßen durchzogen, weshalb es viele Menschen aus optischen Gründen noch nie probiert haben. – Oder weil sie es noch nie auf dem Teller hatten. Denn ich versuche immer mir das Teil zu sichern, indem ich es beim Tranchieren verschwinden lasse ;-).

Ofenfrische Schäufele selbst zubereiten!

Wie man diesen feinen Sonntagsbraten zubereitet würde Sie noch interessieren? Das Fleisch einfach mit Salz, Pfeffer und etwas Kümmel würzen, Zwiebeln, Karotten und Sellerie klein schneiden, in einen flachen Bräter etwas Fett, dazu das Gemüse geben und das Schäufele darauf platzieren. Alles in den Ofen geben und für 3-4 Stunden (je nach Größe) bei 170 Grad Umluft garen.

Nach den ersten 30-45 Minuten – das Gemüse sollte schon kräftig braun sein – etwas Wasser angießen. Bis zum Ende der Garzeit immer mal wieder Wasser angießen. Daraus wird später die Soße gezogen. Dazu werden natürlich Fränkische Klöße serviert.

Ofenfrisches Schäufele
Optimal in Form und Farbe, die Kruste rösch. So muss es sein, das fränkische Schäufele.

Ofenfrische Schäufele
Ofenfrische Schäufele, die noch eine gute halbe Stunde Garzeit benötigen.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.