Cheesecake, nicht Käsekuchen. – The Cheesecake Factory

fantastischer Cheesecake

Begonnen hat alles in den späten 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Oscar und Evelyn Overton eröffneten in Detroit ihren ersten kleinen Käsekuchenladen. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder mussten sie diesen Traum zwar wieder aufgeben, sie belieferten jedoch weiterhin die guten Restaurants der Stadt, aus einer kleinen Bäckerei in einem Keller heraus, mit ihren bald berühmten Käsekuchen.

1972 zog die ganze Familie nach Los Angeles und eröffnete dort wieder einen eigenen Laden. Bereits 1978 eröffnete Sohn David das erste echte Restaurant „The Cheesecake Factory“ in Beverly Hills, Kalifornien.

Die Portionen waren von Beginn an reichlich, die Auswahl auf der Karte ist sehr umfangreich, es wird alles frisch zubereitet und es werden qualitativ hochwertige Zutaten verwendet. Inzwischen gibt es um die 170 Cheesecake Factory-Filialen in ganz Amerika, die sich alle durch ein warmes und komfortables Ambiente auszeichnen. Die Käsekuchenauswahl spielt heute nur noch eine Rolle als Dessert, zum Frühstück oder Nachmittagskaffe, sie ist aber enorm!

Providence im Dauerregen – dafür Cheesecake satt

Bei unserer letzten USA-Reise haben wir die Cheesecake Factory in dem kleinen Bundesstaat Rhode Island, in Providence, nahe dem Capitol, zufällig entdeckt, und weil es in Strömen regnete, haben wir dem schicken Laden nachmittags auch gleich einen Besuch abgestattet (siehe Bildergalerie unten).

Weitere Besuche in anderen Städten folgten. Unter anderem auch in Boston, wo uns wieder vor Augen geführt wurde, wie Gastronomie in Amerika funktioniert. Über eine Stunde warteten wir geduldig mit einer großen aber wechselnden Zahl Anderer darauf, einen Platz angewiesen zu bekommen. Dabei hatte das Lokal mindestens 300 Plätze!

Die in der Cheesecake Factory angebotenen Käsekuchen sind übrigens optisch alle ein Hit. Sie sind auch sehr schmackhaft. Leider zeichnen sie sich auch durch eine überaus dichte Konsistenz aus, was zur Folge hat, dass man nach dem Genuss eines Stücks, das Gefühl hat, einen Wackerstein im Bauch zu haben. – Ich kann es trotzdem nicht lassen zum Dessert einen zu nehmen.

Ein amerikanisches Rezept – Fantastischer Cheesecake

Das folgende Rezept stammt zwar nicht aus der Cheesecake Factory, ist aber trotzdem sehr, sehr amerikanisch. Und einfach köstlich! Ein richtiger Hit wird der Kuchen durch die feine Himbeersoße, die wir extra dazu reichen. Für die Soße verwenden wir 300 Gramm tiefgefrorene Himbeeren, die mit 2-3 EL Zucker in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur zunächst ganz langsam geschmolzen werden. Anschließend werden sie kurz aufgekocht und dann durch ein feines Sieb gestrichen, um die kleinen Kernchen zu entfernen.

fantastischer Cheesecake

Zutaten für den Boden des fantastischen Cheesecakes:
* 100 g Amaretinis
* 40 g Cantuccini
* 60 g Butter, geschmolzen.
Für die Käsemasse:
* 750 Gramm normaler Frischkäse (Philadelphia)
* 4 Eier
* 1 Vanilleschote
* 150 g Zucker
* 1 Prise Salz.
Für den Überzug:
* 200 ml saure Sahne
* 10 Gramm Zucker
* 1 Vanilleschote

Backofen auf 160° (Umluft) vorheizen. Die Kekse in der Küchenmaschine oder in einem Plastikbeutel zerkrümeln. Die Butter schmelzen und mit den Kekskrümel gut vermischen. Die Masse gleichmäßig am Boden einer Springform (22 Zentimeter) verteilen. Die Form nun in den Kühlschrank stellen, während die Käsemasse vorbereitet wird.

Den Frischkäse in einer großen Schüssel bei mittlerer Drehzahl mit dem Mixer für eine Minute schlagen. Die Vanilleschote auskratzen, Eier und Zucker dazugeben und weitere zwei Minuten durchrühren, bis die Mischung schön cremig ist.

Die Käsemasse nun in die mit dem Boden belegte Form füllen. Im vorgeheizten Ofen 35 Minuten lang backen. Für die Überzugmasse die saure Sahne den Zucker und das Mark der zweiten Vanilleschote in einer Schüssel glattrühren.

Den noch immer leicht schwabbeligen Cheesecake aus dem Herd nehmen. Damit die Überzugsmasse nicht versinkt löffelt man diese vom Rand her zügig nach Innen auf die Oberfläche des vorgebackenen Kuchens bis sie überall eine gleichmäßige Schicht bildet. Den Kuchen nun für weitere 20 Minuten backen.

Den Cheesecake aus dem Herd nehmen und in der Form abkühlen lassen. Anschließend mit Küchenfolie abdecken und mindestens für sechs Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

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12 Antworten : “Cheesecake, nicht Käsekuchen. – The Cheesecake Factory”

  1. Susan sagt:

    Hallo,

    es ist wohl so, dass dieser Cheesecake nach einem amerikanischen Rezept ist. Ist jedoch im Boden eine Ausnahme… ok. Ein Uebersetzungsfehler hat sich leider eingeschlichen – als Topping mit der sauren Sahne…. Saure Sahne gibt es bei uns in den USA nicht Wir geben haben Sour Cream. Wenn man nun sour mit sauer und cream mit Sahne uebersetzt, hat man – saure Sahne. Die es hier nicht gibt. Wenn man aber sour cream mit Schmand gleich setzt, hat man – sour cream. Und damit , nur damit wird das Topping dann vom Geschmack und von der Konsistenz richtig. Die Fuellung bitte nicht zu lange ruehren, wenn zuviel Luft in die Fuellung kommt, bekommt der Cheesecake Risse….. Der Frischkaese muss!! Raumtemperatur haben und sollte ggf. schon einmal durchgeruehrt werden, sodass er eine glatte Masse bildet…danach dann die anderen Zutaten dazu geben…

    Ein ganz wichtiges Wort noch zur Backart: Bitte, nie Umluft waehlen, das ist dem Cheesecake abtraeglich und – hier in Amerika nehmen wir – Unterhitze! Ja, nur Unterhitze zum Backen. Es sei denn, es ist ausdruecklich im Rezept anders erwaehnt, was ganz, ganz selten ist, da wir hier noch nicht so vertraut mit Umluft /Heissluft sind. Also, bitte nur Unterhitze wenn moeglich, sonst Ober/Unterhitze nehmen beim Cheesecake backen. Und nicht hoeher als 160 Grad C dann waehlen….

    Gruessle aus den USA und happy cooking

  2. Sebstgebacken ist jedoch immer besser als bei der Cheesecake Factory. Die sind dort meist nicht frisch, sondern werden tiefgefroren in den Restaurants angeliefert. Zumindest ist das bei uns hier in Denver so.
    Ich backe american style cheesecake nur fuer company, da er einfach so heftig ist. Jedoch ueberaus lecker.
    I like your recipe!
    Gruesse aus Colorado.
    Kirsten

  3. Alice sagt:

    Hey Peter,

    da hast Du wirklich nicht zuviel versprochen! MIt tropft schon wieder Zahn, nachdem ich jetzt schon einige Käsekuchen/Cheesecakes betrachtet hab.

    Deine Variante hört sich auch verdammt lecker an, der Boden mit Cantuccinis und Amerettinis ist auch mal was anderes und wenn ich dann noch das Eröffnungsjahr der Factory so betrachte… 1978… der muss einfach gut sein *g*

    Liebe Grüße und Danke für das tolle Rezept!
    Alice

  4. pixelagent sagt:

    hallo peter,

    wie richtet man den fruchtspiegel so dekorativ an?

    • Hallo Pixelagent,
      nichts einfacher als das. Die Fruchtsmasse in die Mitte des Tellers gießen (so dass sie eine halbwegs runde, gleichmäßige Fläche bildet) und dann mit einem Zahnstocher, einem Streichholz oder einem Schaschlikspießchen vom Rand etwa einen Zentimeter entfernt, mit gleichmäßigem Schwung kleine Bögen von innen nach außen ziehen. Dabei den Teller immer drehen, so dass man halbwegs gleiche Abstände hinbekommt.

      Viel Glück beim ersten Versuch wünscht
      Peter

  5. Marion sagt:

    🙂 Da bin ich mal übel hereingefallen – geschmacklich. In Erwartung eines deutschen Käsekuchengeschmacks, hatte ich in ein Stück amerikanischen Käsekuchen gebissen. Der war nicht extra als solcher gekennzeichnet, sondern wurde in einer deutschen Bäckereifiliale schlicht als Käsekuchen angepriesen. Ich dachte erst, der wäre schlecht. 🙂 Aber wenn man den veränderten Geschmack erwartet und bewusst genießt, in der Tat ein sehr leckeres Stückerl Genuß.

  6. Marie sagt:

    Käsekuchen, den probiere ich sehr gerne aus!

  7. Mmmh, ich liebe „Käsekuchen“ auch, Peter. Geniale Idee mit den Amarettini im Boden

    Übrigens, Bei den tollen Kreationen, die ihr immer so kredenzt, wird deine beste aller Ehefrauen (die andere bin nämlich ich!!!) wohl technisch mit meinem Zebrakuchen unterfordert sein, aber die Optik versöhnt umso mehr 🙂 Übrigens, je größer man die einzelnen Teigportionen macht, umso breiter werden die Zebrastreifen.

    Einen schönen Sonntag von Barbara 🙂

    • Danke Barbara,
      den Trick habe ich schon in Deinem Facebook-Beitrag gesehen.
      Wir werden allerdings, was den Zebrakuchen angeht, etwas weniger „gesund“ vorgehen was die Zutaten angeht 😉
      Mit leckeren Grüßen,
      Peter

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