Karpfenfilet mit Grillpolenta und Kürbiscreme

Karpfenfilet

Wenn man in Franken an Karpfen denkt, dann meist an die gebackene Version des heimischen Fisches. Dieser wird in Mehl gewälzt und anschließend in schwimmendem Fett ausgebacken. Im besten Fall in Butterschmalz. Dann wird er Serviert mit knusprigen Flossen und einer ebensolchen Schwanzflosse. Weitaus weniger populär ist die zweite bekannte Zubereitungsart: Karpfen „blau“. Der Wirt einer traditionsreichen Nürnberger Fischküche verriet kürzlich das Verhältnis: auf 20 halbe gebackenen Karpfen, wird maximal noch eine Portion in „blau“ serviert. Einzige Ausnahme ist der Neujahrstag. Dann ist die blaue Variante mehr gefragt, schafft es aber trotzdem nicht über 20%-Marke.

Da ich hier aber eine vollkommen andere Verwendung des Fisches empfehlen kann, mache ich mir ab sofort keine Gedenken mehr über die oben genannten Traditionen und wende mich nun schon zum dritten Mal einem Rezept aus dem schönen Buch „Süße Fische“ (siehe Rezension) aus Österreich zu. Es muss natürlich kein Karpfenfilet sein, da der Karpfen aber vor unserer Haustür von Menschen gezüchtet wird, zu denen wir Vertrauen fassen können, empfiehlt er sich.

Im Original heißt das Rezept „Fischsalpikon mit Grillpolenta und Kürbiscreme“ und reicht als kleine Vorspeise für 6 Personen. Salpikon = (siehe franz.  Salpicon) ein Ragout, aus würfelig geschnitten Zutaten.

Zutaten für die Karpfenfilets – genug für 6 Personen:

Für die Polenta:
* ¼ l Milch oder Gemüsefond
* Salz
* Pfeffer
* Muskatnuss
* 100 g Polentagrieß

Für die Kürbiscreme:
* 1 kg reifer Butternuss-Kürbis
* Salz
* etwas Gemüsebrühe
* 1 kleine Zwiebel
* 2 kleine Thymianzweige
* 2 EL Olivenöl
* 50 ml geschlagene Sahne.

Für das Karpfenfilet:
* Pro Person ein Karpfenfilet (oder Filets anderer Fische)
* Salz
* weißer Pfeffer aus der Mühle
* Saft einer halben Zitrone
* Öl und Butter zum Braten

Zubereitung der Polenta:

Milch (oder Gemüsefond) mit Salz, Pfeffer und Muskat aufkochen lassen, Polentagrieß einrühren und 5-10 Minuten auskochen.
In eine beliebige Form streichen und mindestens 1 Stunde kalt stellen. Aus der Form stürzen, 1 cm dicke Scheiben schneiden, diese am Grill, oder in einer Grillpfanne goldbraun rösten.

Für die Kürbiscreme den Kürbis schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch klein schneiden. Diese in etwas Gemüsebrühe weich kochen. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen, die fein geschnittene Zwiebel darin glasig dünsten, zwei Thymianzweige zugeben und den gekochten Kürbis zugeben und für 5-10 Minuten köchelen lassen.

Die Masse im Mixer pürieren und durch ein Sieb streichen. Die Creme bei schwacher Hitze erwärmen, mit Salz abschmecken und die Sahne einmontieren.

Die Karpfenfilet (Fischfilets) in Würfel schneiden, leicht mehlieren, mit Salz und Pfeffer würzen. In Olivenöl mit etwas Butter braten. Guten Apetit!

„Voller Gräten die Viecher“, sagen die einen. „Kauf doch Karpfenfilet“, sagen die anderen.

karpfenfilet
Karpfenfilet mit Grillpolenta und Kürbiscreme

karpfenfilet
Karpfenfilet kann man auch selber schneiden.

karpfenfilet
Karpfenfilets vom ganzen Karpfen geschnitten

 


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