Schokoknöpfe – Plätzchen einfach

Schokoknöpfe

Diese Schokoknöpfe könnte man mit dem Titel „Euere Mürbheit“ adeln. Wenn alles gut gelaufen ist und man eines der Plätzchen auf die Zunge legt und am Gaumen zerdrückt, zerfallen sie sofort zu „Schokoknöpfe-Staub“. Im Mundraum verteilt sich wohlig der Schokoladengeschmack, weshalb in unserer Familie seit Jahren ein Kleinkrieg darum tobt, ob Schokoknöpfe zusätzlich einen Anstrich von Schokolade benötigen, oder, noch besser, wenigstens zur Hälfte in flüssige Schokolade getaucht werden müssen.

Letzteres ist aber rein technisch schon schwierig, denn selbst kleinster Widerstand lässt das Gebäck zerfallen. Es kann also passieren, dass die Schokoknöpfe beim eintauchen in Schokolade zerbrechen und die eingetauchte Hälfte in den Tiefen der heißen Glasur verschwindet.

Deshalb bekomme ich meistens keine Schokolade auf meine Schokoknöpfe. Für alles was bei uns mit Backen zu tun hat, bin bekanntlich nicht ich – sondern die Herrin des Hauses zuständig.

Unseren Kindern ist der Streit egal. Die stauben ab was immer möglich ist. Deshalb auch der wahre Name „Schokoknöpfe-Staub“. Speziell für die paar Bilder hier, habe ich mir die Schokolade selber aufgebracht. Sieht auf jeden Fall viel besser aus als ohne Glasur und hebt den Anblick auf der weihnachtlichen Kaffeetafel enorm!

Egal kann die Optik jenen Menschen sein, die sich diese wunderbaren Plätzchen in dunklen Kellerregalen aus der Keksdose gemopst haben – und womöglich gleich vor Ort genossen.

Schokoknöpfe – Den Teig unbedingt von Hand kneten!

Schokoknöpfe, Schokoknöpfle, Schokokekse - Plätzchen einfach

Der Teig für ca. 60 Schokoknöpfe:
* 250 g Butter (weich)
* 250 Speisestärke (Mondamin)
* 75 g Mehl
* 100 g Puderzucker
* ½ Vanillestange (Mark auskratzen)
* 30 g Kakao

Das ist zu tun:
Das Mark der halben Vanillestange auskratzen. Die Speisestärke mit Mehl, Puderzucker, Vanillemark, Butter und dem Kakaopulver mit den Händen(!) zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Theoretisch könnte man für diese Tätigkeit eine Küchenmaschine zum Einsatz bringen, aber erst durch die Handarbeit wird das Öl aus dem Kakao gepresst. Sie lesen also richtig, der Teig enthält kein Ei oder andere Flüssigkeiten. Nur durch die Butter und das ausgeknetete Kakao-Öl geht alles eine gute Verbindung ein und färbt sich der Teig so dunkel.

Schokoknöpfe - Plätzchen einfach
Der Teig für die Schokoknöpfe. – Plätzchen aus der Kategorie einfach

Den fertigen Teig in Klarsichtfolie gewickelt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig vierteln und jedes Teigstück zu einer ca. 30 cm langen Rolle formen. Jede Rolle in zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden, die entstandenen Stücke mit den Händen zu kleinen Kugeln formen und auf die Backbleche verteilen. Dabei genügend Platz zwischen den einzelnen Kugeln lassen, denn diese „zerfließen“ beim Backen auf mindestens doppelte Größe.

Die Schokoknöpfe im vorgeheizten Ofen 11-13 Minuten backen. Aus dem Backofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Das weihnachtliche Gebäck in Keksdosen zwischen Lagen von Backpapier schichten. Kühl und trocken aufbewahrt halten sie sich mindestens 2-3 Wochen.

Schokoknöpfe

Schokoknöpfe
Schokoknöpfe mit ein bisschen Schokolade (70%) beträufelt. So mag ich sie am liebsten

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12 Antworten : “Schokoknöpfe – Plätzchen einfach”

  1. Meine Güte sind die lecker! Meinen größsten Respekt:-) Und der Teig lies sich wunderbar innhalb kürzester Zeit ohne zusätzliche Flüssigkeit zu einem wunderschönen Teig verarbeiten 🙂 bei uns wurden sie allerdings richtige Knöpfe… zerflossen sind sie nicht wirklich, was aber nicht schlimm ist, denn so sehen sie noch niedlicher aus 🙂 Ach ja, und bei uns kommt auch Schokolade drauf!

    Liebe Grüße und danke für diese genüsslichen Kleinigkeiten

    Lola von Gute Nahrung macht glücklich!

  2. Lesekatrin sagt:

    Hallo,
    habe gestern mit Söhnen Schokoknöpfe gebacken.
    Danke für das tolle Rezept! LECKER !
    Übrigens war es mir beim Kneten dann doch zu bröselig, so dass ich ein kleines Ei eingemengt habe. Erst dann wurde aus dem Streuselhaufen so ein schöner schwarzer Berg wie auf dem Foto.
    Übrigens für Teigschlecker: Der rohe Teig ist verboten gut. Es sollte dringend ein Warnhinweis ins Rezept.
    Und wir haben eine kleine Runde aus sehr dicken Teigscheiben (ca. 1,5 cm) Herzchen ausgestochen. Wenn die aufgehen sieht das auch sehr hübsch aus… und geht schnell …
    Nochmal danke! Werde weitere Rezepte aus dem Blog probieren!!!
    Katrin

    • Georg Faber sagt:

      Hallo Katrin,

      auch ich hab´ natürlich dieses tolle Rezept ausprobiert und alle Zutaten genau nach Rezept abgewogen. Die „Knöpfe“ ähnelten beim ersten Blech allerdings eher „Kugeln“; beim zweiten Blech habe ich die Teiglinge etwas plattgedrückt – dann waren die Plätzchen dann ok. Der Teig sollte doch laut Rezept „zerfließen“. Was hab´ ich da falsch gemacht?

      Auf jeden Fall schmecken diese Dinger – egal ob rund oder flach – verboten gut! Und verstecken brauch´ ich die auch nicht mehr, denn in der Blechdose hat sich die Schwindsucht breitgemacht und es sind daher nur noch wenige da. So werd´ ich auf jeden Fall nochmals ein paar Bleche füllen (müssen)…

      Mein herzlicher Dank gilt Peter G. Spandl für dieses hervorragende und leicht nachzumachende Rezept!

      Allen „Schleckermäulern“ hier weiterhin viel Spaß beim Backen und eine schöne Vorweihnachts-Zeit!

      Georg

      • Hallo Georg Faber,
        die „Kugeln“ waren schon richtig. Bei der Backaktion, für die ich die Fotos gemacht habe, ist bei uns eine Kleinigkeit schief gegangen:
        Wahrscheinlich war der Teig nicht kühl genug und ist dann breiter breiter auseinander gelaufen als sonst.
        Üblicherweise sehen die „Knöpfe“ bei uns so aus:
        Schokoknoepfe_form

        • Georg Faber sagt:

          Hallo Peter,

          diese Plätzchen werden vertilgt – egal ob rund oder flach. Tolles Rezept!

          Beim Portionieren habe ich mir einen kleinen „Trick“ angeeignet, denn die 2 cm einzuhalten – das ist nicht gerade einfach…

          So teile ich den Strang – egal ob 25, 30 oder länger – erst mal in der Hälfte. Dann die beiden Hälften wieder teilen, dann teile ich wiederum diese und dann diese ebenfalls. Jetzt habe ich dann nahezu 16 gleichgroße Stücke, die ich dann schön zu Kugeln formen kann.

          Doch auf diese „Idee“ werden ja auch schon Andere gekommen sein…

          Viele Grüße

    • Die Sache mit dem Ei kann man natürlich machen.
      Aber wenn man lange genug knetet, wird das auch ohne Ei wie auf den Fotos 😉
      Gutes Gelingen weiterhin.
      Die Backrezepte steuert allesamt meine liebe Frau bei, die wirklich schon tausende von Kuchen gebacken hat. Was ja im Blog oft genug zu lesen ist.

  3. Jenni sagt:

    Oh die sehen ja super aus und hören sich richtig lecker an 🙂 Die muss ich unbedingt ausprobieren. Ich glaube die werden meine ersten Plätzchen dieses Jahr…

    Lg und einen schönen 1. Advent
    Jenni

  4. Das Rezept wird gleich gemopst … ich war noch auf der Suche nach was Schnellem, dass hier ist genau nach unserem Geschmack 😉

    Vielen Dank hab einen schönen ersten Advent
    LG Kerstin

  5. Susanne sagt:

    Wunderbar! Ich weiß, was ich heute Nachmittag zu tun habe. Die lachen mich an und geben endlich den Startschuß für die Weihnachtsbäckerei.

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