Schoko-Spekulatiuskugeln – Weihnachtliche Köstlichkeit

Spekulatiuskugeln

Sämtliche Versandhäuser, Internetshops und Speditionen arbeiten zur Vorweihnachtszeit auf Hochtouren. Der dunkelhäutige Hermes-Mann aus Ghana ist schon ganz blass um die Nase und selbst dem stets sehr freundlichen DHL-Mann, zuständig in unserem Wohngebiet, geht offensichtlich langsam die Puste aus. Sie alle schicken oder schleppen uns Dinge ins Haus, die wir schon haben oder nie wirklich gebrauchen werden. Und alles nur weil bald Weihnachten ist.

Selbst 7-jährigen Kindern heute etwas zu schenken ist fast unmöglich, denn sie haben einfach schon alles. Zeit also, Schluss zu machen mit dem ganzen Wahnsinn und ein paar Kleinigkeiten selbst herzustellen, die aus dem Haushalt der Beschenkten früher oder später einfach verschwinden werden. Und zwar deshalb, weil sie aufgegessen werden können. Stricken oder häkeln kann ich leider nicht.

Mir ist so ein praktisches Geschenk zuletzt auf Petras Blog Obers trifft Sahne begegnet.

Sie hat in der Adventszeit Knusperkugeln vorgestellt, die wir umgehend in unser Repertoire aufgenommen haben. Allerdings mit anderer Technik hergestellt und auch die Zutaten wurden modifiziert. Ähnlichkeit besteht nur noch in den Grundprodukten – Spekulatius und Schokolade!

Schoko-Spekulatiuskugeln

Die Zutaten für die Schoko-Spekulatiuskugeln

* 200 g Spekulatius
* 100 g Schokolade (70% zum bestreichen der Kekse)

* 100 g Schokolade (70%)
* 75 ml Sahne
* 2 EL Cognac

* 1 Kuvertüre

So wirds gemacht – Zubereitung Spekulatiuskugeln:

Was geschehen wird: wenn man Spekulatiusbrösel in eine Ganache einarbeitet, bekommen die Brösel Feuchtigkeit ab und verlieren dadurch ihre Knusprigkeit. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, das Spekulatius Gebäck zunächst mit einer Schokoladenschicht zu schützen. Das funktioniert natürlich nur teilweise, denn all die ganzen Brösel bieten der Ganache genug Angriffsfläche um in die Kekse einzudringen. Aber ein Schokoladen-Grundgerüst bleibt trotzdem.

WISSEN:
Ganache nennt man übrigens eine Creme aus Schokolade und Sahne. Warm ist die Ganache gut zu verarbeiten, beim abkühlen wird sie fest. Je nachdem wieviel Sahne und Schokolade man zusammenmischt.

Die erste Portion Schokolade im warmen Wasserbad schmelzen und den Spekulatius damit anstreichen. Wenn die Schokolade trocken ist, die lackierten Spekulatius in einem Gefrierbeutel zu nicht zu kleinen Stücken klopfen (Nudelholz).

Spekulatius mit Schokolade angestrichen

Für die Ganache die zweite Portion Schokolade im Wasserbad schmelzen, den Cognac und die flüssige Sahne unterrühren. Die Schokolade sollte dabei nicht wärmer als 35 Grad sein, sonst geht sie keine Verbindung mit den anderen beiden Flüssigkeiten ein! Das ist wichtig!

Die Ganache abkühlen lassen, sie sollte zur Weiterverarbeitung aber noch (dick)flüssig sein und mit den Spekulatiusbröseln verkneten. Dabei entsteht eine sehr feste Masse, die man in Portionen von jeweils 10 Gramm teilt und zu Kugeln formt.

Die Spekulatiuskugeln in flüssige Kuvertüre (ebenfalls nicht zu heiß) eintauchen und auf einem feinen Gitter trocknen lassen.

TIPP: Da beim eintauchen in Kouvertüre eine unkontrollierbare Menge Schokolade an den Kugeln kleben bleibt und danach auf dem Gitter abtropft, gibt es eine andere Möglichkeit die Kugeln dünn mit Schokolade zu überziehen. Dazu kleckst man sich jeweils eine kleine Schokoladenmenge auf die Handläche, gibt eine der Kugeln dazu und rollt sie zwischen zwei Handflächen. Dabei entsteht auch gleich das Muster (siehe Bild 2 oben) auf den Kugeln.

Echte Handarbeit: So kann man die Schoko-Spekulatiuskugeln dünn mit Glasur überziehen
Echte Handarbeit: So kann man die Schoko-Spekulatiuskugeln dünn mit Glasur überziehen

Schoko-Spekulatiuskugeln
Spekulatiuskugeln bevor ihnen der Schokoladenüberzug verpasst wird

Spekulatiuskugeln

Schoko-Spekulatiuskugeln
Ein bisschen Kitsch darf sein! – Engelchen und eine Spekulatiuskugel aufgeschnitten

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5 thoughts on “Schoko-Spekulatiuskugeln – Weihnachtliche Köstlichkeit”

    • Liebe Nina,
      das ist eine schwierige Frage. Ich würde sagen genügend.
      Ich zähle sowas nicht.
      Aber rechnen wir doch mal gemeinsam. Eine normale Praline wiegt 12-15 Gramm.
      Wenn man Pâtissier ist, bekommt man das vielleicht auch hin.
      Bei mir sind die Kugeln bestimmt doppelt so groß – oder zwischen 25 und 30 Gramm.
      Die angegebenen Mengen wiegen zusammen fast 500 Gramm (ohne die Kuvertüre)
      Geteilt duch 25 Gramm sind also 20 Stück (etwa).
      Geteilt durch 20 Gramm oder geteilt durch 15 Gramm entsprechend mehr.

      10 solcher Kugeln in einer kleinen Cellophantüte mit einer schönen Schleife?
      Voila! Ein schönes Geschenk. Bleiben noch zehn Stück zum selber essen.

      Zufrieden mit der Lösung?
      Mit vorweihnachtlichem Gruß
      Peter G. Spandl

  • Hallo Peter, es freut mich, dass du meine Anregung aufgegriffen hast. Allerdings darf ich dir in einem Punkt widersprechen. Von den Spekulatiusbröseln werden nur die die ganz feinen weich und halten die Kugeln zusammen. Die etwas gröberen bleiben knusprig. Ich schwöre ;)

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