Apfelschmarren mit Caramelsauce

Apfelschmarren mit Caramelsauce

Dieses Dessert sieht verdammt lecker aus. Lassen Sie sich von der Optik aber nicht blenden. Es handelt sich nur um Pfannkuchen, Apfelschnitze mit Walnüssen und eine leckere Caramelsauce. Das alles lässt sich gut vorbereiten und natürlich auch in viel einfacherer Form auf den Tisch bringen. Zum Beispiel kann man es wie den guten alten Kaiserschmarren auf den Tisch bringen, was aber weniger hübsch ist.

Dass das Wort „Schmarrn“ (oder Schmarren) in Bayern und Österreich prinzipiell ein Ausdruck der Geringschätzung ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. In erster Linie wird der Begriff aber als Synonym für „Unsinn!“ verwendet. Bei Wikipedia ist zu lesen, das Wort käme (seit dem 16. Jhd. oberdeutsch) wohl von „Schmer, schmieren“. Mir kommt diese Erklärung aber fragwürdig vor.

Außerdem erklärt es uns keineswegs, was ein Kaiser damit zu tun haben könnte. Schließlich geht es hier um eine Abwandlung des Kaiserschmarrns / Kaiserschmarrens. Und dass der Kaiser nur Unsinn geredet haben könnte, passt auch nicht so recht ins Bild wahrer Monarchiefreunde. Deshalb kümmern wir uns ab sofort nicht weiter um den ganzen Herkunfts-Schmarrn, sondern konzentrieren uns voll auf den puren Genuss.

Apfelschmarren mit Caramelsauce

Die Zutaten für 4-6 Personen:
* 120 g Puderzucker
* 125 ml Schlagsahne
* 125 ml Milch
* 4 Eier
* 40 g Mehl
* 1 Vanillestange
* 1 Zitrone
* 1 TL Abrieb einer Zitronenschale (unbeh.)
* 1 Prise Salz
* 4-5  Äpfel
* 4 EL Calvados oder Pommeau
* 2 EL Zitronensaft
* Butterschmalz zum ausbacken
* 50 g Butter
* 100 g Walnusskerne.

Zubereitung des Apfelschmarren mit Caramelsauce:
Zunächst 100 g Puderzucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze kräftig braun karameliesieren lassen (die restlichen 20 g zum Bestäuben zurückhalten). Durch das nun folgende angießen der Sahne wird der Zucker evtl. wieder klumpig.

Es ist deshalb wichtig, unter gleichmäßigem rühren (und nicht zu starker Hitze die Sauce so lange zu köcheln, bis sich der Zucker wieder vollkommen gelöst hat. Die Sauce zum abkühlen beiseite stellen.

Die Schale der Zitrone abreiben, dann den Saft auspressen. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse mit einem Ausstecher entfernen, die Früchte in die gewünschet Form schneiden (achteln). Die Apfelschnitze in einen kleinen Topfgeben und sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln damit sie nicht braun werden. Den Calvados darüber geben und bei kleiner Hitze gerade so weich dünsten, dass die Äpfel nicht zerfallen.

Die Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen und auskratzen.

Das Mehl in eine Schüssel füllen, die Milch, 1 Prise Salz, 2 Eier zugeben und mit dem Rührgerät mischen. Die beiden restlichen Eier trennen, die zwei Eigelb ebenfalls unter den Teig rühren, die Vanille und den Zitronenabrieb untermixen, dann den Teig etwa eine halbe Stunde lang ziehen lassen. – Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Das Eiweiß cremig (nicht steif) schlagen und mit dem Teig mischen.

Das Butterschmalz in einer ofenfesten Pfanne schmelzen, den Teig hineingießen und im Backofen für 12-15 Minuten stocken lassen oder in kleineren Portionen einzeln als Pfannkuchen ausbacken. Den Schmarren, bzw. die Pfannkuchen mit zwei Gabeln in Stücke rupfen.

Vor dem Servieren des Apfelschmarren mit Caramelsauce den Schmarrn selbst nochmal in einer Pfanne mit Butter kurz anbraten, dann mit den Apfelspalten und den Walnüssen mischen, mit der Caramelsauce nappieren und mit Puderzucker bestäuben.

Eventuell nochmals kurz übergrillen bis der Puderzucker geschmolzen ist. Was aber wirklich nicht sein muss.

Man kann dieses Dessert auch in einer Auflaufform servieren oder auf kleinen Desserttellern in der unten gewählten Form auf den Tisch bringen.

Apfelschmarren mit Caramelsauce
So könnte man den Apfelschmarren mit Caramelsauce auch Servieren

 

 

4 Antworten : “Apfelschmarren mit Caramelsauce”

  1. Bianca sagt:

    Mit großer Begeisterung lese ich Ihren Blog. Danke für die zahlreichen guten Rezepte.

    Bei diesem hier stolpere ich allerdings über die Angabe zur Mehlmenge. Wirklich nur 40 Gramm?!

    Besten Gruß!

    • Hallo Bianca,
      das freut mich natürlich sehr, von einer begeisterten Leserin zu hören.
      Und ja, die 40 Gramm Mehl reichen.
      Es sind ja noch vier Eier und alle möglichen anderen Zutaten.
      Es ist ein mächtiges – aber fantastisches Dessert!

      Mit allzeit leckerem Gruß

  2. Ellja sagt:

    na sowas, das fehlt mir noch in meiner Apfelsammlung 😉

  3. Ich mag das, und wie? Käme mir jetzt sehr gelegen zum Frühstück.

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