Leberknödel gebraten mit Rahmkohlrabi

Leberknödel gebraten mit Rahmkohlrabi

Schweineleber kommt in unserer Rezeptsammlung bisher nicht vor. Wobei ich nicht sagen kann, woran das liegen könnte. Die beste Ehefrau von allen gibt zu Protokoll, wir hätten vor Jahrzehnten die Entscheidung gefällt, dass uns Rinderleber besser schmecken würde als Schweineleber. Ich kann mich an eine solche Entscheidung nicht erinnern. Bevorzugt landet in unseren Pfannen ohnehin Leber vom Jungrind oder gleich Kalbsleber.

Wer sich in meiner Rezeptsammlung umsieht, findet etliche Rezepte mit Leber. Sei es nun Reh-, Lamm-, Hühner-, Enten-, Gänse- oder Rinder- und Kalbsleber.

Was ebenfalls (bisher!) nicht vorkommt ist so etwas urfränkisches wie Leberknödel, respektive Leberknödelsuppe. Woran das liegt, ist schnell erklärt: ich persönlich bin kein Freund davon. Obwohl sie auf (fast) jeder Speisekarte traditioneller fränkischer Gastronomie-Einrichtungen zu finden ist.

Würde mich die Lust auf Leberknödel tatsächlich eines Tages überfallen, könnte ich notfalls die wenigen hundert Meter zur Metzgerei unseres Vertrauens zurücklegen, um dort ein paar fertig zubereitete Leberknödel aus der Theke zu fischen. Schließlich sind die dort auch hausgemacht.

Dass man Leberknödel nicht unbedingt in der Suppe servieren muss, ist eine Erkenntnis, die sich nicht besonders weit herumgesprochen hat, weshalb ich nachstehend einen dezenten Hinweis darauf veröffentliche. Schließlich bin ich der Suppenkaspar in der Familie. Dazu gibt es feine Rahmkohlrabi, die praktisch ganzjährig zur Verfügung stehen.

Leberknödel gebraten. – Ein preiswertes Alltagsgericht

Die Zutaten für 4 Personen:
* 4 Brötchen vom Vortag
* 250 ml Milch
* 500 g Schweineleber (vom Metzger durchdrehen lassen)
* 150 g durchwachsener Speck (ebenfalls durchdrehen lassen)
* 1 Zwiebel
* 2 Eier
* 1-2 TL gerebelter Majoran
* Salz
* Pfeffer aus der Mühle
* Muskatnuss
* Semmelbrösel
* neutrales Öl zum Braten

Zutaten Rahmkohlrabi:
* 2 Kohlrabi (mit Blättern/Blattgrün),
* 50-100 ml Sahne
* ein Stück Butter
* Zucker
* Salz

Prachtexemplar für unser Kohlrabigemüse
Kohlrabi. Gut geeignet für unseren Rahmkohlrabi

Zubereitung Leberknödel gebraten

Die altbackenen Brötchen in kleine Würfel schneiden und mit heißer Milch übergießen. Mit einem Deckel oder Teller abdecken und einige Minuten ruhen lassen. Die Zwiebel schälen und sehr klein hacken. Zwiebeln, Eier und gewolften Speck einarbeiten, mit Salz, Pfeffer, wenig Muskat und reichlich Majoran würzen.

Die Reihenfolge mag zwar seltsam anmuten, aber ich würze die Masse lieber kräftig bevor die Leber eingearbeitet wird. Denn wer mag schon rohe Leber kosten….!

Zum Schluss die durchgedrehte Leber zufügen und die Masse gegebenenfalls mit Semmelbröseln so binden, dass man entweder kleine Klößchen daraus formen kann, oder mit zwei Löffeln Nocken daraus formen kann.

Die kleinen Nocken oder Klößchen in einer Pfanne mit neutralem Öl von allen Seiten gleichmäßig braten.

Zubereitung des Rahmkohlrabi

Einige schöne Kohlrabiblätter aufbewahren. Den Kohlrabi schälen und sehr fein schneiden oder hobeln. Den gehobelten Kohlrabi in einen Topf mit wenig Wasser geben, mit Salz und Zucker würzen. Nach 6-8 Minuten ein paar Butterflocken dazugeben und zugedeckt weitere ca. 6-7 Minuten im eigenen Saft garen.

Anschließend Sahne dazugeben. Einige Kohlrabiblätter in sehr dünne Streifen schneiden und ebenfalls vor dem Servieren dazugeben. Fertig ist der Rahmkohlrabi.

Zubereitung Leberknödel gebraten
Inzwischen gebe ich die durchgedrehte Leber erst ganz zum Schluss in die Masse, wenn alles bereits fertig abgeschmeckt und geürzt ist. Denn ich mag die Leberknödel gebraten. Nicht roh.

Zubereitung Leberknödel gebraten

Zubereitung Leberknödel gebraten
So werden sie gemacht, die Leberknödel gebraten

Fertig: Leberknödel gebraten

Leberknödel gebraten
Die Leberknödel, die ja in meinem Fall mehr Lebernocken gleichen, sind fertig gebraten

4 Antworten : “Leberknödel gebraten mit Rahmkohlrabi”

  1. Meine Mutter macht Leberknödel jedes Mal wenn meine Frau und ich zum Besuchen kommen. Dieses Rezept hört sich himmlisch an. VG

  2. Olga sagt:

    Leber esse ich super gerne. Das Rezept wird definitiv nachgekocht!! Sieht super aus, danke 🙂

  3. Cecilia sagt:

    Das ist definitiv ein Rezept, das ich nachkochen muss. Es klingt so super gut, nur schon das Lesen hat mich hungrig gemacht. Danke!

  4. VOI Lecker sagt:

    Klasse Rezept. Mia im bayerischen Wald würden woi „Leberkrapferl“ dazu sagen. Werd ich bestimmt mal nachkochen.

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