Kulturschock auf der Autobahn

Wer nach Frankreich fährt, freut sich nicht nur auf die herrlichen Landschaften, über die unsere Nachbarn verfügen können. Dass man in Frankreich kulinarisch prinzipiell gut aufgehoben ist, dürfte bekannt sein. Recht beliebt ist auch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, die maximal 130 Stundenkilometer erlaubt und den Vorteil bietet, dass man seinen Tempomat auf diese Geschwindigkeit einstellen kann um dann sehr, sehr lange und sehr entspannt fahren kann.

Die häufigen Radarkameras sind meist fest installiert, sorgen für die verbreitete Einhaltung des Tempos und moderne Navigationssysteme warnen sogar rechtzeitig vor diesen Geräten. Weniger beliebt sind die recht hohen Autobahngebühren, die andererseits aber dazu führen, dass die Autobahnen so gut wie nie so voll sind, wie es unsere Fernstraßen ständig sind.

Einen gehörigen Schreck haben mir aber die Autobahnraststätten in Frankreich eingejagt. Wie auf den Bildern zu sehen ist, gibt es sehr häufig (und wir waren weit über 3.000 Kilometer auf Frankreichs Straßen unterwegs) nur noch Wände voller Automaten, häufig gibt es nicht mal mehr einen von Hand frisch gebrauten Café.

Und ein jahrhundertealtes Kulturgut, nämlich den Café, um den herum man früher herrliche Gebäude mit tollem Interieur (Kaffeehäuser) errichtet hat, einfach in einen Pappbecher zu gießen um dann „to go“ auf ein Schild daneben zu schreiben, das finde ich bei uns schon empörend. Um so etwas zu bekommen, reise ich in die USA, dort finde ich es zwar ebenso grauenhaft, muss aber damit rechnen. Nicht aber in Frankreich.

Eine weitere Erfindung, der ich sehr kritisch gegenüberstehe, ist die Mikrowelle. Aber was wäre Fastfood ohne das kurze „Kling“ am Ende der Aufwärmzeit? Die hier abgebildete PastaBox gibt es in mehreren Geschmacksrichtungen. Wobei mir nicht ganz klar ist, ob der Geschmack von Käse, Ricotta und Spinat vielleicht direkt in der Pappe der Box steckt, oder wirklich in den kleinen Tortellinis. Geschmeckt haben die Dinger nach gar nichts. Also auch nicht schlecht.

Wem das genügt, der freut sich vielleicht sogar mit dem Hersteller über dessen Marketingstrategie und das Produkt selbst. – Ich werde bei der nächsten Frankreichreise einen großen Bogen um Raststätten dieser Art machen und lieber ein frisches Baguett mit etwas Leberpastete oder Käse ins Handschuhfach packen.

3 Antworten : “Kulturschock auf der Autobahn”

  1. Dzoli sagt:

    Ja das sehe Ich auch zum Ersten mahl.Ich bin generel kein libhaber von Fast food aber dein post war trotzdenm interesant;)

  2. Peter sagt:

    Und da wollen unsere westlichen Nachbarn uns immer erzählen, was Gourmets sind. Diese Errungenschaft dürfen sie gern behalten.

  3. Warum das nicht funktionieren sollte, kann ich leider nicht nachvollziehen.
    Vielleicht nur ein temporäres Problem?
    Oder es zwickt sich mit anderen Installationen dieses Plugins.
    Man kann ja auch die URL bei Google+ einfach veröffentlichen.
    Vielen Dank.

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