Südindisches Pfefferhähnchen

Pfefferhähnchen

Von Kolleginnen und Kollegen erfährt man zum Thema Kochen stets die gleichen Argumente, die diese davon abhalten, sich vernünftig und auch noch selberkochend zu ernähren. „Keine Zeit“, ist das eine Argument, gleich gefolgt von „keine Lust“. Das dritte Argument ist dann „mir fällt nichts ein, was ich überhaupt kochen könnte“. Gegen das zweite Argument, der fehlenden Lust, kann man wenig ausrichten. Das „keine Zeit“ hält ja heute für so viele Dinge her, dass es wirklich ganz leicht zu entkräften ist. Denn was machen die Menschen schon sinnvolles mit ihrer Zeit? Würde man den Fernsehkonsum in manchen Familien nur einfach halbieren, wäre sofort wieder Zeit.

Für die Aussage an dritter Stelle gibt es einen ganzen Sack voll Lösungen. Neben diesem Blog gibt es etliche hundert weitere Menschen, die sich mit guten Ideen rund um die Küche beschäftigen, und dafür eigene Blogs betreiben, dann die zahlreichen Fernsehköche (die man allerdings nicht mehr sieht, wenn man den eigenen Fernsehkonsum reduziert 😉 ) und zum Finale: es gibt heutzutage wirklich tolle Kochbücher.

Pfefferhähnchen bleibt Pfefferhähnchen.
Bestimmen Sie den Rest der Geschmacks-Richtung

Eines davon habe ich hier empfohlen, es war im Jahr 2011 Kochbuch des Jahres “LEON – Natürlich Fast Food“. Die Rezepte in dem Buch sind fast alle alltagstauglich, eines davon ist dieses leckere Pfefferhähnchen. Ob nun südindisch oder nicht bleibt dem Koch überlassen. Durch ein paar Gewürzänderungen kann man daraus sehr leicht ein arabisches, amerikanisches oder auch provenzalisches Pfefferhähnchen machen.

Fünfzehn Minuten Vorbereitungszeit, und eine Garzeit von 20-25 Minuten sind für so ein leckeres Essen nun wirklich keine Zumutung. Die Autoren geben uns auf den Weg in die Küche übrigens noch die Ermahnung mit, daran zu denken, dass der schwarze Pfeffer hier nicht nur einfach ein Gewürz, sondern eine Zutat ist!

Da wir, außer der ewigen Hähnchenbrust, zum Ausgleich auch mal die Flügel oder Schenkel des Geflügels essen müssen, wurden Hähnchenschenkel besorgt und diese teilweise entbeint um den Bratvorgang zu beschleunigen. Außerdem wurde das Fleisch im Ofen gegart, was ich persönlich bevorzuge.

Zutaten für 2 Personen:

Beim Einkauf am besten ein ganzes Hähnchen kaufen, für das Rezept lösen wir das Hähnchenbrustfilet aus und grillen den Rest des Hähnchens später bis es gar ist. So haben wir fertig gebratenes Hähnchenfleich, das man zum Beispiel für diese Enchiladas verwenden kann.

Die Zutaten:
* 1 Hähnchen
* 1 EL Öl
* 4 Knoblauchzehen
* 1 Stück frischer Ingwer (etwa Walnussgröße),
* 1 Zwiebel
* 2 Tomaten (ggf. aus der Dose)
* 1 TL Kurkuma
* 1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
* Salz
* viel (!) schwarzer Pfeffer

Zubereitung des Pfefferhähnchens:

Das Hähnchenfleisch in Stücke teilen, mit viel Salz und Pfeffer würzen, dann noch mehr Pfeffer hinzufügen. Das Fleisch von allen Seiten anbraten und aus der Pfanne nehmen.

Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken, Zwiebel in dünne Scheiben, die Tomaten in Würfel oder schmale Streifen schneiden.

Zwiebeln für 2-3 Minuten in dem Bratensatz des Hähnchens glasig schwitzen, Ingwer und Knoblauch zugeben und mitbraten. Einige Esslöffel Wasser und die Tomatenstücke dazu geben. Mit einem Deckel schließen, die Hitze reduzieren und 2-3 Minuten köcheln lassen.

Den Kreuzkümmel in einer Pfanne ohne Fett anrösten bis er zu duften beginnt, dann in einem Mörser zerstoßen und zu der Mischung in die Pfanne geben. Mit Kurkuma und gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Das Hähnchenfleisch zurück in die Mischung legen, Topf schließen und das Fleisch durchgaren. Dazu passt Basmati-Reis.

Pfefferhähnchen
Fertig ist das Südindische Pfefferhähnchen

 

3 Antworten : “Südindisches Pfefferhähnchen”

  1. Daniel Baezol sagt:

    Ich koche auch fast jeden Tag, allerdings koche ich auch gerne.
    Es gibt genug Rezepte die man in petto haben kann die auch sehr schnell zu kochen gehen.

    Aus dem Hühnchenrestern kann man auch sehr leicht eine Hühnerbrühe zubereiten und einfrieren. Daraus kann man dann wenn es schnell gehen soll einen Möhreneintopf zubereiten. Möhren und Kartoffeln mit Butter anschwitzen und mit Brühe auffüllen und 15 Minuten köcheln lassen. Fertig.

    Meine Kollegen und Freunde fragen mich sehr oft was man kochen könnte, ich habe immer eine Idee und liefere die Anleitung gleich mit.

    Die Zeit hat man in der Regel immer, ausserdem kann man auch am Wochenende vieles vorbereiten und vorkochen für die kommende Woche.

  2. Frau Kampi sagt:

    Ich höre alle drei Argumente auch allzu oft. Und bei letzterem sag ich einfach immer: „Frag doch einfach mal mich…ich helfe gerne.
    Mittlerweile nehmen Freunde dieses Angebot auch ab und zu mal an.
    Und mit Hühnchen kann man allerhand zaubern, wie du eindrucksvoll bewiesen hast. Ich bevorzuge wie AT auch das ganze Huhn.

  3. Ich kaufe die Hähnchen bereits seit geraumer Zeit nur noch im Ganzen. Allerdings VERkauft mein Geflügelzüchter sie auch gar nicht anders. Wenn wir es nicht gleich im ganzen zubereiten und verputzen, zerteile ich es mir selbst, vakuumiere und friere die Einzelteile ein. So dauert es mittlerweile lange, bis wir einen Chicken-Wings-Abend machen können, aber das Warten lohnt.

    Mir persönlich sind diese Einzelteile mittlerweile ein Graus, vor allem, wenn man überlegt, dass hier die Brüste gegessen werden und die Schenkel nach Afrika gehen. Dort machen sie dann den dortigen Geflügelzüchtern trotz Transportkosten immer noch die Preise kaputt. Verrückte globalisierte Welt!

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