Türkischer Auberginensalat

Türkischer Auberginensalat

Eines ist sicher, die Grillsaison lungert schon irgendwo da draußen sehr erwartungsvoll vor unserem Haus. Wobei richtig hartgesottene Grillfans ja rund ums Jahr den Grill anheizen. Aber zu denen gehöre ich nicht unbedingt. Auch wenn wir eine Silvesterparty mit Grillfleisch auf dem Teller auch schon hinter uns haben. Und das hatte durchaus seinen Charme.

Trotzdem bin ich prinzipiell ein großer Verfechter des Saisonverzehrs. Also Erdbeeren zur Erdbeerzeit, den Kohl im Winter, Spargel zur Spargelzeit, Lebkuchen maximal im Advent, das Picknick im Sommer und überhaupt die Kirche einfach mal im Dorf lassen.

Ein Türkischer Auberginensalat wie der hier vorgestellte, passt ganz prächtig zu Grillfleisch, weshalb jetzt plötzlich die Rede auf ihn kommt. Ein Genuss ist er auch zu Fleisch oder Fisch aus der Pfanne. Vegetarier dagegen, werden ihn ganz ohne Getier auf dem Teller lieb haben, denn dieser Salat ist köstlich.

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

Eine türkische Familie wird sicher das am Ende der Zutatenliste aufgeführte „Sumak“ zum Einsatz bringen, denn das säuerliche Gewürz ist vor allem in der türkischen, kurdischen, arabischen und persischen Küche beliebt. Wer sich dieses Gewürz aber nicht extra anschaffen will, kann sich auch mit edelsüßem Paprika behelfen.

Die Rezeptur melde ich gerne als zweiten Beitrag zu dem von Ninive initierten Blogevent an, der auf Zorras Blog betreut wird. Mein erster Beitrag dazu war dieser köstliche Lammeintopf mit Feigen.

Köstlich auch ohne Fleisch

Die Zutaten für 4-6 Personen:
* 1 kg Auberginen (3-4 Stück)
* 3-4 eingelegte Paprika (gehäutet, aus dem Glas)
* 150 g Joghurt (10% türkisch od. griechisch)
* 10-12 EL Olivenöl
* Saft einer Zitrone
* 2 Knoblauchzehen
* Salz + Pfeffer aus der Mühle
* einige Stiele frische Petersilie
* Sumak bzw. Edelsüß-Paprik zum bestreuen
* einige schwarze Oliven für die Garnitur

Zubereitung Türkischer Auberginensalat

Den Ofen vorheizen (250°C, Umluft: 225°C). Die Auberginen mit einer Gabel mehrmals einstechen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die eingestochenen Auberginen im ganzen darauf legen. Auf der mittleren Schiene für ca. 30 Minuten backen, bis die Auberginen richtig weich sind.

Die Haut der Auberginen lässt sich nach diesem Garvorgang ganz leicht abziehen (Bild unten). Die Paprikas aus dem Glas abtropfen lassen (selbstverständlich kann man auch frische Paprikaschoten verwenden und diese selbst häuten. Wie das geht, wird unter anderem hier erklärt). Das Fruchtfleisch der Auberginen und der Paprikaschoten in kleine Würfel schneiden (3-5 mm) und mit der Hälfte des frisch ausgepressten Zitronensafts mischen.

Den Knoblauch schälen und mit etwas Salz zuerst mit einer Gabel, dann mit der flachen Messerklinge zerdrücken. Joghurt, Knoblauch und 4 Esslöffel Olivenöl vermischen, mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und dem restlichem Zitronensaft abschmecken. Diese gewürzte Mischung unter die Auberginenmasse rühren.

Unser Türkischer Auberginensalat mag es nun kühl. Vor dem Servieren mit „Sumak“ (siehe oben) und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. Wenn gewünscht, kann man noch einige Schwarze Oliven drauf verteilen, und frisches Olivenöl darüber tröpfeln.

Türkischer Auberginensalat
Türkischer Auberginensalat

7 Antworten : “Türkischer Auberginensalat”

  1. auchwas sagt:

    Ein Sommer-Salat der so wunderbar ansprechend ist, das ich es gar nicht erwarten kann in zu probieren:)
    Na ja kaufen muss ich eben einiges, draußen Garten und heimisch ist nicht viel, also die Überlegung, wenn gute Ware, dann auch mal Auberginen und Paprika, die aber selbst machen, nur die fertigen sind meist in Essig, sollte man die Eigenen dann extra marinieren? Denke aber bei der Zusammemstellung reicht es ohne. Und dazu werde ich einen Rollbraten aus dem Backofen servieren, bis es dann draußen wieder gemütlich ist für das Grillen.
    Liebe Grüße und vielen Dank für diesen leckeren Salat.
    Ingrid

    • Liebe Ingrid,
      das marinieren muss sicher nicht sein, man kann die gewünschte Säure ja auch über den Zitronensaft steuern.
      Die eingelegten Paprika aus dem Glas zu nehmen, verringert lediglich den Zeitaufwand.
      LG Peter

  2. WildeHenne sagt:

    Die Grillsaison lungert da draussen erwartungsvoll rum… Ich stell mir das grad bildlich vor: die Grillsaison als gelangweilten Teeanager, ein bisschen mufflig, genervt darüber, dass der Sommer noch so gar keine Anzeichen macht, endlich aufzutauchen…

    Das Salätchen täte mir im Sommer dann auch munden, ob mit oder ohne Fleisch. Wird Zeit, dass der Winter endlich verschwindet!

  3. zorra sagt:

    Wird vorgemerkt für wärmere Tage.

    Uebrigen hättest du den Code für den Banner vom neuen Blog mitnehmen können, der ist aktualisiert. 😉

    http://www.kochtopf.me/blog-event-lxxxv-aus-sultans-kuechen/

  4. ninive sagt:

    Das kann ich mir gut vorstellen, wie dieser Salat mit dem Grillfleisch harmoniert- und konkurriert. Gehen dafür auch frische Paprika oder muß es die eingelegte Variante sein?
    Danke
    Ninive

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