Hörnchennudeln in scharfer Currycreme mit Mango

Hörnchennudeln in scharfer Currycreme - Pasta mit Curry

Was koche ich heute bloß, ist eine Frage die viele Menschen täglich umtreibt. So auch mich. Naja. Meistens habe ich die Antwort auf diese fiktive Frage sofort parat. Aber es gibt Tage, da geht das auch bei mir etwas zäher. Dann nutze ich die Gnade des zentralen Arbeitsplatzes und gehe in der Mittagspause aus dem Haus.

Nur gute hundert Meter von meinem Bürostuhl entfernt, befindet sich die Nürnberger „Fressmeile“. Dabei handelt es sich nur um einen kurzen Straßenabschnitt (von wegen Meile), in dem sich aber die größtmögliche Anzahl verschiedenster Verköstigungs-Einrichtungen zusammengeballt hat, die man sich wünschen kann.

Vom Asia-Imbiss, über ein Curryhaus, ein kleines türkisches Lokal, das die Lust auf den Döner ebenso befriedigt wie mein eigenes Bedürfnis nach Ofengemüse und Spinat-Börek, dazu drei Kaffeebars, eine Eisdiele, Bäckereien und natürlich einen Pizzabäcker, ist so ziemlich alles vertreten, was man mitnehmen oder dort in kurzer Zeit vertilgen kann.

Meistens gehe ich nur vorbei und schaue den Leuten auf die Teller. Denn wir kochen bekanntlich selbst, und die warme Mahlzeit gibt es erst am Abend. Aber es kommt vor, dass ich inspiriert werde. Der Gedanke, „das koche ich heute abend auch“, kommt zwar nur selten vor, heute war es aber mal wieder so weit. Angelacht haben mich Nudeln mit einer cremigen, sehr gelben Sauce und kleinen Gemüsewürfelchen, dazu ein bisschen Salat.
Und voilà, hier kommt mein Rezept.

Hörnchennudeln in scharfer Currycreme
Nur eine Ironie des Schicksals ist es, dass auf meinen Bildern gar keine Hörnchennudeln zu sehen sind. Aber die Form der Nudeln spielt wirklich keine Rolle.

Hörnchennudeln in scharfer Currycreme mit Mango

Die Zutaten für 2 Personen:
* 200 g Hörnchennudeln (oder andere Pasta, hier Castellane)
* 100 g Knollensellerie
* 100 g Karotten
* 100 g Lauch
* 1 kleine, reife Mango
* 4-5 EL Erdnussöl
* 1 EL Sojasauce
* 1 Stück frischer Ingwer
* Pfeffer aus der Mühle
* Salz
* 1 TL Kurkuma
* 1 TL milder Curry
* 1 Prise scharfer Curry
* 4 EL Sahne (Veganer nehmen Sojamilch)
* 200 ml Gemüsebrühe (oder Wasser)

Zubereitung der Hörnchennudeln in scharfer Currycreme:

Das Gemüse in sehr kleine Würfel schneiden (5 mm), das Gemüse in dem Erdnussöl anschwitzen ohne dass es Farbe nimmt. Mit Pfeffer aus der Mühle würzen, etwas Salz, milden Curry und Kurkuma zugeben, mit der Gemüsebrühe ablöschen und ca. 10 Minuten leise köcheln lassen.

Die Mango schälen und in Würfel von etwa 1,5 cm schneiden. Unterdessen die Pasta nach Packungsanweisung bissfest garen. Den frischen Ingwer fein reiben. Ingwer, Sojasauce und die Sahne in das Gemüse einrühren, mit dem scharfen Curry abschmecken. Und zwar so, dass das Gericht ordentlich scharf ist. Falls die Soße noch nicht gelb genug ist, mit etwas Kurkuma nachhelfen.

Die fertige Pasta in den Topf mit dem Gemüse geben, alles gut durchmischen und sofort servieren. Um die Schärfe des Gerichts zu schneiden, auf jeden Teller 2-3 EL der Mangowürfel geben.

Wem das nicht genügt, kann sich ein paar Garnelen dazu braten oder ein kleines Stück Hähnchenfleisch. Guten Appetit auf jeden Fall.

Castellane - Pasta Currycreme
Castellane. Mein Ersatz für die nicht vorhandenen Hörnchennudeln

Currycreme, Hörnchennudeln, Hörnli, Mango, Nudeln, Pasta, Vegan, vegetarisch, was koche ich heute? Currynudeln, Nudeln mit Curry, Currypasta, Pasta mit Curry

12 Antworten : “Hörnchennudeln in scharfer Currycreme mit Mango”

  1. Ulrike Baseler sagt:

    Moin,
    das sieht seeehhhr lecker aus und wird schnellstens, sehr wahrscheinlich mit Garnelen nachgekocht!!
    Viele Grüße aus Essen
    Ulrike

  2. Andreas sagt:

    Hatte mich bei dem vegetarischen Rezept auch schon gewundert, was da auf dem Bild so wie Garnelen aussieht. Wenn, dann mache ich das Rezept ohnehin komplett vegetarisch, da ich noch nie gern Fisch mochte. Ich werde auf jeden Fall dieses und auch noch das Rezept mit den Bratlingen aus Kidneybohnen ausprobieren. Bei Nudeln ist die Vielfalt ja eigentlich groß, besonders wenn man vorwiegend vegetarisch kochen möchte, aber ich lande immer wieder bei den Spaghetti Pomodoro oder Arrabiata. Von daher ist dieses Rezept mit den Hörnchennudeln oder Castellane eine willkommene Abwechslung.

  3. Eva sagt:

    allein mit dem tollen ersten Foto hast du schon bei den Lesern die Neugierde wach gerufen….um kurz darunter dieses herrliche Pastagericht zu präsentieren…so möchte ich mich auch mal unterwegs inspirieren lassen. 🙂

    Aber ich nehm dann einfach mal als Inspiration dein Rezept mit und sage danke schön! 🙂

  4. Moin, Peter, erst bei den Nudeln flunkern und dann auch noch Garnelenschwänze verwenden und nicht im Rezept nennen, also ehrlich. 🙂 Aber egal, Hemingwayfluch besiegt, Lösung steht oben, schmeckt sicherlich lecker. Und für scharfe Saucen, gerade gelbe, auch gern mit Curry, bin ich immer zu haben. Auch natürlich für Pasta.

  5. Paul Riesig sagt:

    Ohne Frage, das sieht mehr als lecker aus. Und gegen die Schärfe hilft Alkohol in Form von z.B. Rotwein ;-))
    Gruß
    Paul

    • Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, Paul. – Darf ich kurz klugscheißen?
      Gegen zu viel Schärfe hilft garantiert kein Bier oder Wein. Genau betrachtet überhaupt kein Getränk.
      Höchstens Milch. Oder ein Joghurt-Drink wie er in Indien und anderen asiatischen Ländern üblich ist.
      Oder Brot.
      Ausreichend stark wäre vielleicht Hochprozentiges, zum Beispiel Tequila (um die 40%).
      Am besten würde reines Öl helfen. Denn nur etwas fettiges würde zu viel Schärfe abtransportieren/mildern.
      Mehr zum Thema „Schärfe“ gibt es auch hier:
      https://aus-meinem-kochtopf.de/von-wilbur-scoville-zu-johnny-knoxville/

      Gruß, Peter

  6. lieberlecker sagt:

    Mango? Da will ich auf jeden Fall auch dabeisein ;-), egal welche Form die Pasta haben.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  7. Andreas sagt:

    Hi,

    das sieht köstlich aus.
    Werde ich mir gleich mal merken und das Rezept mal nachkochen.
    Die Seite werde ich mir mal genauer anschauen und mir merken.

    Grüße, Andreas

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.