Zwetschgen-Tarte oder Pflaumen-Tarte

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Als Franken haben wir es einfach. Wir müssen uns nie Gedanken darüber machen, ob wir auf unsere Kuchen nun Pflaumen, oder doch lieber Zwetschgen legen. Die Früchtchen die hier gedeihen und erst im Spätsommer, teilweise sogar erst nach dem ersten Frost geerntet werden, sind köstliche fränkische Zwetschgen.

Zwetschgen sind generell kleiner als die großen, runden Pflaumen, die es auch noch in verschiedenen Farben gibt. Das Fruchtfleisch der Zwetschgen ist fester als das der Pflaumen und es lässt sich wesentlich besser vom Stein lösen.

gelbe PflaumenWährend sich Pflaumen gut zur Herstellung von Pflaumenmarmelade, respektive Pflaumenmus eignen, ist die Zwetschge der Star auf feinen Kuchen. Völlig unverarbeitet schmecken beide Fruchtsorten sehr gut, allerdings werden Pflaumen bei uns sehr oft in einem völlig inakzeptablen Reifegrad verkauft.

Die besten Pflaumen unseres Lebens haben wir erst kürzlich in Frankreich gegessen. Aber das war im Urlaub und der ist nun vorbei. Zeit also, fränkische Zwetschgen zu genießen und auf einen neuen Kuchen zu legen.

Schmeckt diese Zwetschgen-Tarte?

Um dem geneigten Leser auch mal etwas neues bieten zu können, musste ich die beste Ehefrau von allen dazu überreden, die folgende Zwetschgen-Tarte zu backen.

Warum ich sie überreden musste? Nun, wie hinlänglich bekannt sein dürfte, ist sie bei uns für fast alles zuständig was mit Backen zu tun hat. Und wenn ich ihr ein neues Rezept anschleppe, das ich irgendwo gefunden habe, wirft sie einen kurzen Blick darauf und meint nur: „Können wir mal probieren“. Meistens schüttelt sie aber ihr weis(s)es Haupt und meint: „Kannst Du vergessen. Das schmeckt nicht“.

Zwetschge
Zwetschge frisch gewaschen

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Bei dem vorliegenden Rezept meinte sie, wir hätten das im Vorjahr schon mal gemacht und wären nicht begeistert gewesen. – Für diese Aussage sprach, dass ich das Rezept zwar im Blog, aber noch nicht veröffentlicht hatte. Allerdings gab es keine Fotos aus dem Vorjahr.

Und so einigten wir uns darauf, die Zwetschgen-Tarte nochmals zu backen, allerdings unter Vorbehalt. Und auch die Veröffentlichung hier geschieht ausnahmsweise nur unter Vorbehalt.

Denn normalerweise veröffentliche ich hier nur Rezepte die wir auch für gut befunden haben. An dieser Zwetschgen-Tarte scheiden sich allerdings die Geister.

Bei uns in der Familie gibt es ein geflügeltes Wort, den Ausspruch eines Kindes: „Schmeckt ja gar nicht mal so gut“. Wenn Sie also mich fragen, gebe ich Ihnen folgende TIPPS für bessere Rezepte:

Probieren Sie diese Zwetschgen-Crostata mit Amaretti und Mandeln

Außerdem den ungeschlagenen Zwetschgenkuchen mit Steuseln (Mürbteig)

Und zum Schluss noch Rohrnudeln, Buchteln oder Zwetschgennudeln

Die Zutatenliste der folgende Zwetschgen-Tarte liest sich zwar recht aussichsreich, aber das Zusammenspiel aller Komponenten hat uns nicht überzeugt. Beachten Sie deshalb die Änderungen in der Zutatenliste. Hier steht in Klammern was wir beim nächsten Back-Versuch verbessern würden.

zwetschgen
Fränkische Zwetschgen auf dem Nürnberger Herbstmarkt

Zwetschgen Tarte
Zwetschgen entsteint und in Viertel getrennt

Zwetschgen-Tarte
Die fertige Zwetschgen Tarte. Zum Rezept kommen wir gleich

Zwetschgen-Tarte

Zutaten für die Zwetschgen-Tarte:

Für den Teig:
* 200 g Mehl
* 60 g gemahlene Haselnüsse (ersetzen durch Mandeln)
* 125 g Butter
* 60 g Zucker
* 1 Ei (M)
* etwas Salz
* Mehl zum Ausrollen

Für den Belag:
* ca. 750 g Zwetschgen
* 3 Eier (M)
* 50 g Zucker (80 g Zucker)
* 1/2 Vanilleschote
* Abrieb einer halben Biozitrone
* 500 g Crème fraîche (400 g)

Zwetschgen-Tarte
Die Creme auf der Zwetschgen-Tarte wird beim Backen natürlich fest

Alle Zutaten für den Teig verkneten, in Folie wickeln, 30 Minuten kaltstellen.

Die Zwetschgen waschen und entsteinen. Eier, Zucker, ausgekratztes Mark der Vanilleschote und den Abrieb der Zitrone schaumig schlagen. Die Crème fraîche zugeben und alles gut vermischen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in eine Tarte-Form (oder Springform, 26 cm)
legen. Dabei einen ca. 2 cm hohen Rand formen. Den Tarte-Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Die Creme auf den fertigen Boden streichen, darauf die Pflaumen setzen. Dabei im Kreis von außen nach innen arbeiten. Im vorgeheizten Ofen (160° Umluft) auf der mittleren Schiene für ca. 45 Minuten backen.

Hinweis: Nach den Schokobananen im April ist diese Zwetschgen-Tarte mein zweiter Beitrag zum Jahres-Blog-Event „Calendar of Cakes“ von SugarPrincess. Siehe auch das kleine Banner oben.

tarteform
Unser Mitbringsel aus dem letzten Frankreich-Urlaub: eine neue Tarte-Form mit herausnehmbarem Boden. Das Material ist gelöchert, was jede Tarte ein bisschen knuspriger macht.

Ein Bild aus Omas Zeiten. Die Kaffeekanne aus Porzellan
Ein Bild aus Omas Zeiten. Die Kaffeekanne aus Porzellan

2 Antworten : “Zwetschgen-Tarte oder Pflaumen-Tarte”

  1. Yushka sagt:

    Vielen Dank für diese köstliche Tarte – sei sie nun verbesserungswürdig oder nicht – ich nehme sehr gerne ein Stück mit ein bissel Schlagrahm und einer guten Tasse Kaffee…
    Wenn du nun auch noch irgendwie im Text aufs Event verlinken würdest… wäre ich ganz happy (… Teilnahmebedingungen… ;-)).
    Herzliche Grüße,
    Yushka

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